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Finanzamtsangestellter, Vorsitzender des <lex id="ins-1896">Alldeutschen Verbandes</lex>, * 9. Dezember 1899 <lex id="ort-0034">Durlach</lex>/Stadt Karlsruhe |
Finanzamtsangestellter, Vorsitzender des <lex id="ins-1896">Alldeutschen Verbandes</lex>, * 9. Dezember 1899 Karlsruhe, † 30. Mai 1978 <lex id="ort-0034">Durlach</lex>/Stadt Karlsruhe, kath., ∞ 30. März 1930 Anna Julchen Luise Beisel. <br/ ><br/ > |
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Der Finanzamtsangestellte Ernst Waldemar Rink gehörte 1924 bis 1934 dem <lex id="ins-0411">Stahlhelm</lex> an und war dort Kameradschaftsführer. Außerdem war er im <lex id="ereig-0082">antisemitischen</lex> Alldeutschen Verband aktiv, 1932 bis 1937 in dessen Vortragsgemeinschaft. Obwohl er 1936 bis 1943 Mitglied der <lex id="ins-0324">Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)</lex> war und der <lex id="ins-1949">Deutschen Arbeitsfront (DAF)</lex> von 1937 bis 1943 angehörte, gab er in seinem <lex id="ereig-0099">Spruchkammerverfahren</lex> an, dass er als "Katholik und Nazi-Gegner ... vom Nazismus verfolgt u. im Dienstl. Fortkommen zurückgesetzt" gewesen sei. Seiner Überführung als Stahlhelmmitglied in die <lex id="ins-1941">Sturmabteilung (SA)</lex> der NSDAP habe er widersprochen. Und auch seine Entlassung als Finanzamtsangestellter sah Rink, der der Wehrmacht vom 10. Juli 1944 bis 10. September 1945 in der Wehrmachts-Kommandantur Amersfort angehört hatte, als Unrecht an. |
Der Finanzamtsangestellte Ernst Waldemar Rink gehörte 1924 bis 1934 dem <lex id="ins-0411">Stahlhelm</lex> an und war dort Kameradschaftsführer. Außerdem war er im <lex id="ereig-0082">antisemitischen</lex> Alldeutschen Verband aktiv, 1932 bis 1937 in dessen Vortragsgemeinschaft. Obwohl er 1936 bis 1943 Mitglied der <lex id="ins-0324">Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)</lex> war und der <lex id="ins-1949">Deutschen Arbeitsfront (DAF)</lex> von 1937 bis 1943 angehörte, gab er in seinem <lex id="ereig-0099">Spruchkammerverfahren</lex> an, dass er als "Katholik und Nazi-Gegner ... vom Nazismus verfolgt u. im Dienstl. Fortkommen zurückgesetzt" gewesen sei. Seiner Überführung als Stahlhelmmitglied in die <lex id="ins-1941">Sturmabteilung (SA)</lex> der NSDAP habe er widersprochen. Und auch seine Entlassung als Finanzamtsangestellter sah Rink, der der Wehrmacht vom 10. Juli 1944 bis 10. September 1945 in der Wehrmachts-Kommandantur Amersfort angehört hatte, als Unrecht an. |
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Das Verfahren wurde im Zuge der Weihnachtsamnestie 1947 am 3. Mai 1948 eingestellt. |
Das Verfahren wurde im Zuge der Weihnachtsamnestie 1947 am 3. Mai 1948 eingestellt. |
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Aktuelle Version vom 23. März 2026, 12:33 Uhr
Ernst Waldemar Rink
Finanzamtsangestellter, Vorsitzender des Alldeutschen Verbandes, * 9. Dezember 1899 Karlsruhe, † 30. Mai 1978 Durlach/Stadt Karlsruhe, kath., ∞ 30. März 1930 Anna Julchen Luise Beisel.
Der Finanzamtsangestellte Ernst Waldemar Rink gehörte 1924 bis 1934 dem Stahlhelm an und war dort Kameradschaftsführer. Außerdem war er im antisemitischen Alldeutschen Verband aktiv, 1932 bis 1937 in dessen Vortragsgemeinschaft. Obwohl er 1936 bis 1943 Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) war und der Deutschen Arbeitsfront (DAF) von 1937 bis 1943 angehörte, gab er in seinem Spruchkammerverfahren an, dass er als "Katholik und Nazi-Gegner ... vom Nazismus verfolgt u. im Dienstl. Fortkommen zurückgesetzt" gewesen sei. Seiner Überführung als Stahlhelmmitglied in die Sturmabteilung (SA) der NSDAP habe er widersprochen. Und auch seine Entlassung als Finanzamtsangestellter sah Rink, der der Wehrmacht vom 10. Juli 1944 bis 10. September 1945 in der Wehrmachts-Kommandantur Amersfort angehört hatte, als Unrecht an.
Das Verfahren wurde im Zuge der Weihnachtsamnestie 1947 am 3. Mai 1948 eingestellt.
Quellen
GLA 465h/29880; StadtAK 3/B Standesbücher.