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[[Datei:Ereig-0058 Reichstagsabg 7 Nl Hoffmann V 287.jpg|alternativtext=Aufruf zur Stimmabgabe für den Kandidaten der liberal-konservativen Kartellpartei Emil Fieser, I. Staatsanwalt in Karlsruhe, bei der Stichwahl zur Reichstagswahl am 28. Februar 1890, Stadtarchiv Karlsruhe 7/Nl Hoffmann V 287.|links|mini|Aufruf zur Stimmabgabe für den Kandidaten der liberal-konservativen Kartellpartei Emil Fieser, I. Staatsanwalt in Karlsruhe, bei der Stichwahl zur Reichstagswahl am 28. Februar 1890, Stadtarchiv Karlsruhe 7/Nl Hoffmann V 287.]] |
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In Karlsruhe wurden von 1871 bis 1914 insgesamt zehn Männer in den Deutschen Reichstag gewählt. Im <lex id="ereig-0038">Kaiserreich</lex> erfolgte die Wahl im Wahlkreis 10 Karlsruhe-Bruchsal, einer von zunächst 382 Wahlkreisen, nach dem in Europa modernsten Wahlrecht, das ein allgemeines, gleiches und direktes Männerwahlrecht umfasste. Deutsche Männer ab 25 Jahren besaßen das aktive und passive Wahlrecht. Gewählt waren die Kandidaten, die im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit oder in der Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten gewählt wurden. 13 <lex id="ereig-0289">Reichstagswahlen</lex> fanden von 1871 bis 1914 statt (1871, 1874, 1877, 1878, 1881, 1884, 1887, 1890, 1893, 1898, 1903, 1907, 1912). Gewählt wurden: |
In Karlsruhe wurden von 1871 bis 1914 insgesamt zehn Männer in den Deutschen Reichstag gewählt. Im <lex id="ereig-0038">Kaiserreich</lex> erfolgte die Wahl im Wahlkreis 10 Karlsruhe-Bruchsal, einer von zunächst 382 Wahlkreisen, nach dem in Europa modernsten Wahlrecht, das ein allgemeines, gleiches und direktes Männerwahlrecht umfasste. Deutsche Männer ab 25 Jahren besaßen das aktive und passive Wahlrecht. Gewählt waren die Kandidaten, die im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit oder in der Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten gewählt wurden. 13 <lex id="ereig-0289">Reichstagswahlen</lex> fanden von 1871 bis 1914 statt (1871, 1874, 1877, 1878, 1881, 1884, 1887, 1890, 1893, 1898, 1903, 1907, 1912). Gewählt wurden 1871 und 1874: <lex id="bio-1240">Prinz Wilhelm von Baden</lex>, 1877: <lex id="bio-1473">August Eisenlohr</lex>, 1878: Adolf Freiherr von Marschall, 1881: Karl August Schneider, 1884: Leopold Arnsperger, 1887: <lex id="bio-0663">Emil Fieser</lex>, 1890 und 1894: Markus Pflüger, 1898: Anton Beck, 1903 und 1907: <lex id="bio-1465">Adolf Geck</lex> sowie 1912: <lex id="bio-0633">Ludwig Haas</lex>. |
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1871 und 1874: <lex id="bio-1240">Prinz Wilhelm von Baden</lex><br/ >1877: <lex id="bio-1473">August Eisenlohr</lex><br/ >1878: Adolf Freiherr von Marschall<br/ >1881: Karl August Schneider<br/ >1884: Leopold Arnsperger<br/ >1887: <lex id="bio-0663">Emil Fieser</lex><br/ >1890 und 1894: Markus Pflüger<br/ >1898: Anton Beck<br/ >1903 und 1907: <lex id="bio-1465">Adolf Geck</lex><br/ >1912: <lex id="bio-0633">Ludwig Haas</lex> |
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In der <lex id="ereig-0212">Weimarer Republik</lex> wurden dann erstmals das Frauenwahlrecht und das Verhältniswahlsystem eingeführt. Baden war einer von 35 Wahlkreisen. Keiner der in diesem Wahlkreis Gewählten war ein gebürtiger Karlsruher, einzig Ludwig Haas wohnte in Karlsruhe. Gewählt wurde 1919 (Nationalversammlung), 1920, Mai und Dezember 1924, 1928, 1930, Juli und November 1932 sowie März 1933 (diese jedoch nur noch eingeschränkt demokratisch, da die <lex id="ins-0324">Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)</lex> die anderen Parteien unter dem Schutz der Reichsregierung im <lex id="ereig-0111">Machtübertragungsprozess</lex> auf die <lex id="ereig-0016">Nationalsozialisten</lex> wo immer möglich behinderte und die <lex id="ins-0321">Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)</lex> bereits verboten war). |
In der <lex id="ereig-0212">Weimarer Republik</lex> wurden dann erstmals das Frauenwahlrecht und das Verhältniswahlsystem eingeführt. Baden war einer von 35 Wahlkreisen. Keiner der in diesem Wahlkreis Gewählten war ein gebürtiger Karlsruher, einzig Ludwig Haas wohnte in Karlsruhe. Gewählt wurde 1919 (Nationalversammlung), 1920, Mai und Dezember 1924, 1928, 1930, Juli und November 1932 sowie März 1933 (diese jedoch nur noch eingeschränkt demokratisch, da die <lex id="ins-0324">Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)</lex> die anderen Parteien unter dem Schutz der Reichsregierung im <lex id="ereig-0111">Machtübertragungsprozess</lex> auf die <lex id="ereig-0016">Nationalsozialisten</lex> wo immer möglich behinderte und die <lex id="ins-0321">Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)</lex> bereits verboten war). |
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Aktuelle Version vom 28. Oktober 2026, 09:15 Uhr
Reichstagsabgeordnete
In Karlsruhe wurden von 1871 bis 1914 insgesamt zehn Männer in den Deutschen Reichstag gewählt. Im Kaiserreich erfolgte die Wahl im Wahlkreis 10 Karlsruhe-Bruchsal, einer von zunächst 382 Wahlkreisen, nach dem in Europa modernsten Wahlrecht, das ein allgemeines, gleiches und direktes Männerwahlrecht umfasste. Deutsche Männer ab 25 Jahren besaßen das aktive und passive Wahlrecht. Gewählt waren die Kandidaten, die im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit oder in der Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten gewählt wurden. 13 Reichstagswahlen fanden von 1871 bis 1914 statt (1871, 1874, 1877, 1878, 1881, 1884, 1887, 1890, 1893, 1898, 1903, 1907, 1912). Gewählt wurden 1871 und 1874: Prinz Wilhelm von Baden, 1877: August Eisenlohr, 1878: Adolf Freiherr von Marschall, 1881: Karl August Schneider, 1884: Leopold Arnsperger, 1887: Emil Fieser, 1890 und 1894: Markus Pflüger, 1898: Anton Beck, 1903 und 1907: Adolf Geck sowie 1912: Ludwig Haas.
In der Weimarer Republik wurden dann erstmals das Frauenwahlrecht und das Verhältniswahlsystem eingeführt. Baden war einer von 35 Wahlkreisen. Keiner der in diesem Wahlkreis Gewählten war ein gebürtiger Karlsruher, einzig Ludwig Haas wohnte in Karlsruhe. Gewählt wurde 1919 (Nationalversammlung), 1920, Mai und Dezember 1924, 1928, 1930, Juli und November 1932 sowie März 1933 (diese jedoch nur noch eingeschränkt demokratisch, da die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) die anderen Parteien unter dem Schutz der Reichsregierung im Machtübertragungsprozess auf die Nationalsozialisten wo immer möglich behinderte und die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bereits verboten war).
Quellen
Karlsruher Zeitungen, https://digital.blb-karlsruhe.de/topic/view/7756828 (Zugriff am 12. Oktober 2026).