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	<title>Stadtlexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>De:Lexikon:bio-0501</title>
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		<updated>2026-10-04T13:12:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Fritz (Frieder) Förderer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Fritz Förderer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio_0501_Förderer_Fritz_8_SpoA_5316.jpg|200px|thumb|left|Fritz Förderer, Ausschnitt aus einem Mannschaftsfoto des KFV von 1911, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5316.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Fritz (Frieder) Förderer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Elektriker, Sportlehrer, * 5.  Januar 1888 Karlsruhe, † 20. Dezember 1952 Weimar.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Förderer, der Rekordnationalspieler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt;, spielte in den Jahren 1908 bis 1913 elfmal im Nationaltrikot und schoss zehn Tore. Der als Sohn eines Mechanikers geborene rechte Außenstürmer, &amp;quot;Dribbelkönig und Schusskanone&amp;quot; zugleich, bildete mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt; das erfolgreichste Sturmtrio des KFV und der Nationalmannschaft vor dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit dem KFV wurde Förderer 1910 Deutscher Meister und 1912 Deutscher Vizemeister. Er gehörte der Nationalelf an, die am 5. April 1908 das erste offizielle Länderspiel einer deutschen Nationalmannschaft bestritt und dabei gegen die Schweiz in Basel trotz eines Tores von Förderer mit 3:5 verlor. Er stand auch in der Elf, die den ersten Länderspielsieg am 4. April 1909 im KFV-Stadion in Karlsruhe mit 1:0 über die Schweiz errang.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Kriegsbeginn 1914 war Förderer als Soldat in den Vogesen eingesetzt. Noch während des Krieges wurde der gelernte Elektriker, der zuvor bei den Süddeutschen Telefon- und Telegraphen-Werken in Karlsruhe gearbeitet hatte, Ende 1916 zu den Leunawerken abkommandiert, die von der BASF bei Halle aufgebaut wurden. Bis in die Nachkriegszeit spielte er beim VfL Halle 1896 wieder Fußball und wurde mit dem Verein noch zweimal, 1916/17 und 1918/19, Mitteldeutscher Meister. Im Endspiel 1917 war Förderer gegen den Dresdener Fußballring der herausragende Stürmer und bereitete beide Tore zum 2:0 Endstand vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg zog Förderer, der 1921 Ehrenspielführer des KFV wurde, nach Mitteldeutschland, wo er als Sportlehrer arbeitete und noch einige Jahre beim VfL Halle 1896 aktiv spielte. Die offizielle Prüfung als Sportlehrer legte er in diesem Jahr ab und war danach u. a. für Merseburg 99, Schwaben Augsburg, Jahn Regensburg, den 1. FC Straubing, Cricket-Victoria Magdeburg und den VfB Köthen 02 tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 erhielt er eine Anstellung bei der Stadt Weimar als Verwalter der städtischen Sportanlagen und als Sportlehrer. Zeitweilig trainierte er 1939 auch die Fußballmannschaft der 3. &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;SS (Schutzstaffel)&amp;lt;/lex&amp;gt;-Totenkopfstandarte Buchenwald, in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; trat er am 1. April 1942, Mitgliedsnummer 9075695, ein. Überzeugter &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialist&amp;lt;/lex&amp;gt; war er deshalb vermutlich nicht, da er nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Krieg&amp;lt;/lex&amp;gt; seine Stellung als Platzwart nach kurzer, durch Personaleinsparungen bei der Stadt bedingten, Unterbrechung auf Anordnung der russischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0091&amp;quot;&amp;gt;Besatzungsmacht&amp;lt;/lex&amp;gt; wiederbekam und 1945 auch die Fußballmannschaft der in Weimar stationierten russischen Soldaten trainierte. Als Trainer kam er mit der SG Weimar Ost, vormals und heute wieder SC Weimar 1903, in der erstmals 1948 ausgespielten &amp;quot;Ostzonenmeisterschaft&amp;quot; unter die letzten vier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Stadtarchiv Halle Sammlungsbestände; Stadtarchiv Weimar Bestand 13 16 11 30/1455030, Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/topic/view/7756828 (Zugriff am 28. September 2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fritz Förderer, in: Manfred Koch (Hrsg.): Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 2008-2013, Karlsruhe 2013, S. 235 f.; Derselbe: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218  (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Derselbe: Biografie: Fritz „Frieder“ Förderer – Rekordnationalspieler, Dribbelkönig und Schusskanone https://karlsruher-fv.de/2025/06/20/biografie-fritz-frieder-foerderer-rekordnationalspieler-dribbelkoenig-und-schusskanone/&amp;lt;nowiki/&amp;gt;(Zugriff am 26. September 2026).&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-2213&amp;diff=599337</id>
		<title>De:Lexikon:bio-2213</title>
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		<updated>2026-09-29T09:15:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Hermann Leibold}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Hermann Leibold=&lt;br /&gt;
[[Datei:Leibold Hermann 8 SpoA 591.jpg|alternativtext=Hermann Leibold, Ausschnitt aus einem Gruppenfoto des FC Phönix, 1909, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 591.|links|mini|Hermann Leibold, Ausschnitt aus einem Gruppenfoto des FC Phönix, 1909, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 591.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Lehrer, * 21. Juli 1888 Karlsruhe, † 21. November 1957 Reutlingen, ∞ 23. April 1914 Bretten, Johanna Scherer, 2 Töchter.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Kanzleiassistenten war 1908 als Unterlehrer in Bretten tätig und ging nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; als Rektor der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1445&amp;quot;&amp;gt;Lidellschule&amp;lt;/lex&amp;gt; in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1856&amp;quot;&amp;gt;Markgrafenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; in den Ruhestand. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; erhielt er 1918 beim Infanterieregiment 111 die Silberne Verdienstmedaille am Bande der militärischen Karl-Friedrich-Verdienstmedaille. In den 1920er-Jahren übernahm er die Leitung des Kirchenchors der &amp;quot;Neuweststadt&amp;quot;, aus dem 1928 der Chor der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1245&amp;quot;&amp;gt;Markuskirche&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde. Als Mitglied der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0445&amp;quot;&amp;gt;Liederhalle&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde er 1933 für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leibold trat 1903 dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt; bei, wechselte aber noch in diesem Jahr zu BTuFC (Berliner Thor- und Fußball-Club) Britannia 1892, mit dem er die Berliner Meisterschaft gewann. 1904 kam er zurück zum FC Phönix und gewann mit diesem 1909 die deutsche Fußballmeisterschaft. Zum 4:2 gegen den BTuFC Viktoria 89 trug der Stürmer ein Tor zum 3:1 bei. Er spielte danach noch bis 1914 für den Karlsruher FC Phönix.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; trat er am 1. November 1933 der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1803&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)&amp;lt;/lex&amp;gt; bei, zum 1. Mai 1937 wurde er Mitglied der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)&amp;lt;/lex&amp;gt;, für die er als Blockhelfer tätig war. Am 8. April 1948 wurde er von der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0099&amp;quot;&amp;gt;Spruchkammer&amp;lt;/lex&amp;gt; als Mitläufer eingestuft und musste ein Sühnegeld von 360 RM zahlen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2026&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
GLA 465h Nr. 31853; Karlsruher Zeitungen, https://digital.blb-karlsruhe.de/topic/view/7756828 (Zugriff am 15. September 2026).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0501&amp;diff=599329</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0501</title>
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		<updated>2026-09-28T11:06:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Fritz Förderer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio_0501_Förderer_Fritz_8_SpoA_5316.jpg|200px|thumb|left|Fritz Förderer, Ausschnitt aus einem Mannschaftsfoto des KFV von 1911, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5316.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Fritz (Frieder) Förderer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Elektriker, * 5.  Januar 1888 Karlsruhe, † 20. Dezember 1952 Weimar.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Förderer, der Rekordnationalspieler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt;, spielte in den Jahren 1908 bis 1913 elfmal im Nationaltrikot und schoss zehn Tore. Der als Sohn eines Mechanikers geborene rechte Außenstürmer, &amp;quot;Dribbelkönig und Schusskanone&amp;quot; zugleich, bildete mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt; das erfolgreichste Sturmtrio des KFV und der Nationalmannschaft vor dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit dem KFV wurde Förderer 1910 Deutscher Meister und 1912 Deutscher Vizemeister. Er gehörte der Nationalelf an, die am 5. April 1908 das erste offizielle Länderspiel einer deutschen Nationalmannschaft bestritt und dabei gegen die Schweiz in Basel trotz eines Tores von Förderer mit 3:5 verlor. Er stand auch in der Elf, die den ersten Länderspielsieg am 4. April 1909 im KFV-Stadion in Karlsruhe mit 1:0 über die Schweiz errang.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Kriegsbeginn 1914 war Förderer als Soldat in den Vogesen eingesetzt. Noch während des Krieges wurde der gelernte Elektriker, der zuvor bei den Süddeutschen Telefon- und Telegraphen-Werken in Karlsruhe gearbeitet hatte, Ende 1916 zu den Leunawerken abkommandiert, die von der BASF bei Halle aufgebaut wurden. Bis in die Nachkriegszeit spielte er beim VfL Halle 1896 wieder Fußball und wurde mit dem Verein noch zweimal, 1916/17 und 1918/19, Mitteldeutscher Meister. Im Endspiel 1917 war Förderer gegen den Dresdener Fußballring der herausragende Stürmer und bereitete beide Tore zum 2:0 Endstand vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg zog Förderer, der 1921 Ehrenspielführer des KFV wurde, nach Mitteldeutschland, wo er als Sportlehrer arbeitete und noch einige Jahre beim VfL Halle 1896 aktiv spielte. Die offizielle Prüfung als Sportlehrer legte er in diesem Jahr ab und war danach u. a. für Merseburg 99, Schwaben Augsburg, Jahn Regensburg, den 1. FC Straubing, Cricket-Victoria Magdeburg und den VfB Köthen 02 tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 erhielt er eine Anstellung bei der Stadt Weimar als Verwalter der städtischen Sportanlagen und als Sportlehrer. Zeitweilig trainierte er 1939 auch die Fußballmannschaft der 3. &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;SS (Schutzstaffel)&amp;lt;/lex&amp;gt;-Totenkopfstandarte Buchenwald, in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; trat er 1942 ein. Überzeugter &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialist&amp;lt;/lex&amp;gt; war er deshalb vermutlich nicht, da er nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Krieg&amp;lt;/lex&amp;gt; seine Stellung als Platzwart nach kurzer, durch Personaleinsparungen bei der Stadt bedingten, Unterbrechung auf Anordnung der russischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0091&amp;quot;&amp;gt;Besatzungsmacht&amp;lt;/lex&amp;gt; wiederbekam und 1945 auch die Fußballmannschaft der in Weimar stationierten russischen Soldaten trainierte. Als Trainer kam er mit der SG Weimar Ost, vormals und heute wieder SC Weimar 1903, in der erstmals 1948 ausgespielten &amp;quot;Ostzonenmeisterschaft&amp;quot; unter die letzten vier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Stadtarchiv Halle Sammlungsbestände; Stadtarchiv Weimar Bestand 13 16 11 30/1455030, Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/topic/view/7756828 (Zugriff am 28. September 2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fritz Förderer, in: Manfred Koch (Hrsg.): Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 2008-2013, Karlsruhe 2013, S. 235 f.; Derselbe: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218  (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Derselbe: Biografie: Fritz „Frieder“ Förderer – Rekordnationalspieler, Dribbelkönig und Schusskanone https://karlsruher-fv.de/2025/06/20/biografie-fritz-frieder-foerderer-rekordnationalspieler-dribbelkoenig-und-schusskanone/&amp;lt;nowiki/&amp;gt;(Zugriff am 26. September 2026).&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<updated>2026-09-28T11:04:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Fritz Förderer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Fritz Förderer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio_0501_Förderer_Fritz_8_SpoA_5316.jpg|200px|thumb|left|Fritz Förderer, Ausschnitt aus einem Mannschaftsfoto des KFV von 1911, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5316.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Fritz (Frieder) Förderer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Elektriker, * 5.  Januar 1888 Karlsruhe, † 20. Dezember 1952 Weimar.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Förderer, der Rekordnationalspieler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt;, spielte in den Jahren 1908 bis 1913 elfmal im Nationaltrikot und schoss zehn Tore. Der als Sohn eines Mechanikers geborene rechte Außenstürmer, &amp;quot;Dribbelkönig und Schusskanone&amp;quot; zugleich, bildete mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt; das erfolgreichste Sturmtrio des KFV und der Nationalmannschaft vor dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit dem KFV wurde Förderer 1910 Deutscher Meister und 1912 Deutscher Vizemeister. Er gehörte der Nationalelf an, die am 5. April 1908 das erste offizielle Länderspiel einer deutschen Nationalmannschaft bestritt und dabei gegen die Schweiz in Basel trotz eines Tores von Förderer mit 3:5 verlor. Er stand auch in der Elf, die den ersten Länderspielsieg am 4. April 1909 im KFV-Stadion in Karlsruhe mit 1:0 über die Schweiz errang.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Kriegsbeginn 1914 war Förderer als Soldat in den Vogesen eingesetzt. Noch während des Krieges wurde der gelernte Elektriker, der zuvor bei den Süddeutschen Telefon- und Telegraphen-Werken in Karlsruhe gearbeitet hatte, Ende 1916 zu den Leunawerken abkommandiert, die von der BASF bei Halle aufgebaut wurden. Bis in die Nachkriegszeit spielte er beim VfL Halle 1896 wieder Fußball und wurde mit dem Verein noch zweimal, 1916/17 und 1918/19, Mitteldeutscher Meister. Im Endspiel 1917 war Förderer gegen den Dresdener Fußballring der herausragende Stürmer und bereitete beide Tore zum 2:0 Endstand vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg zog Förderer, der 1921 Ehrenspielführer des KFV wurde, nach Mitteldeutschland, wo er als Sportlehrer arbeitete und noch einige Jahre beim VfL Halle 1896 aktiv spielte. Die offizielle Prüfung als Sportlehrer legte er in diesem Jahr ab und war danach u. a. für Merseburg 99, Schwaben Augsburg, Jahn Regensburg, den 1. FC Straubing, Cricket-Victoria Magdeburg und den VfB Köthen 02 tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 erhielt er eine Anstellung bei der Stadt Weimar als Verwalter der städtischen Sportanlagen und als Sportlehrer. Zeitweilig trainierte er 1939 auch die Fußballmannschaft der 3. &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;SS (Schutzstaffel)&amp;lt;/lex&amp;gt;-Totenkopfstandarte Buchenwald, in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; trat er 1942 ein. Überzeugter &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialist&amp;lt;/lex&amp;gt; war er deshalb vermutlich nicht, da er nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Krieg&amp;lt;/lex&amp;gt; seine Stellung als Platzwart nach kurzer, durch Personaleinsparungen bei der Stadt bedingten, Unterbrechung auf Anordnung der russischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0091&amp;quot;&amp;gt;Besatzungsmacht&amp;lt;/lex&amp;gt; wiederbekam und 1945 auch die Fußballmannschaft der in Weimar stationierten russischen Soldaten trainierte. Als Trainer kam er mit der SG Weimar Ost, vormals und heute wieder SC Weimar 1903, in der erstmals 1948 ausgespielten &amp;quot;Ostzonenmeisterschaft&amp;quot; unter die letzten vier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Stadtarchiv Halle Sammlungsbestände; Stadtarchiv Weimar Bestand 13 16 11 30/1455030.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fritz Förderer, in: Manfred Koch (Hrsg.): Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 2008-2013, Karlsruhe 2013, S. 235 f.; Derselbe: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218  (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Derselbe: Biografie: Fritz „Frieder“ Förderer – Rekordnationalspieler, Dribbelkönig und Schusskanone https://karlsruher-fv.de/2025/06/20/biografie-fritz-frieder-foerderer-rekordnationalspieler-dribbelkoenig-und-schusskanone/&amp;lt;nowiki/&amp;gt;(Zugriff am 26. September 2026).&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-28T09:46:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hans Ruzek&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;gt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;lt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf, ohne über einen eigenen Fußballplatz zu verfügen. Erst am 31. Mai 2026 konnte der Verein sein erstes Heimspiel  auf einem eigenen Platz, Joachim-Kurzaj-Weg 5 in Karlsruhe-Grünwinkel feiern, der zuvor dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/historie/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0503&amp;diff=599301</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0503</title>
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		<updated>2026-09-27T18:47:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Gottfried Fuchs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0503_8_SpoA_5316_Ausschnitt.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Ausschnitt aus einem Mannschaftsfoto des KFV von 1911, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5316.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Gottfried Erik Fuchs=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Kaufmann, * 3. Mai 1889 Karlsruhe, † 25. Februar 1972 Montreal-Westmont/Kanada, jüd., ∞ 1923 Eugenia Steinberg, 3 Kinder.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;Der Sohn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdischen&amp;lt;/lex&amp;gt; Kaufmanns Gustav Fuchs besuchte in Karlsruhe die Volksschule und dann bis 1905 das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0937&amp;quot;&amp;gt;Realgymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;. Seine Fußballkarriere begann er danach beim Düsseldorfer FC 1899, mit dem ihm 1907 die Meisterschaft von Nordrhein und Westdeutschland gelang. In Düsseldorf absolvierte er eine Lehre bis 1907 bei der Holzhandlung F.W. Flosbach &amp;amp; Co. Danach ging er aus beruflichen Gründen für ein Jahr nach London und Liverpool, wo er bei zwei dortigen Firmen arbeitete. Nach wie vor spielte er aber für den Düsseldorfer FC. Nach der Rückkehr aus London leistete er ab 1. Oktober 1908 seinen einjährigen Militärdienst beim Badischen Feldartillerie Regiment Nr. 14.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1908 wurde Fuchs 1. Spielfüher beim &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballverein (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt;, mit dem er 1910 Deutscher Meister wurde. In diesem Jahr wird er auch als Schiedsrichter eingesetzt. Legendär sind die zehn Tore, die Fuchs während der Olympischen Spiele in Stockholm gegen Russland am 1. Juli 1912 schoss. Dieser Rekord blieb bis 2001 bestehen, und es hatte auch bis 1930 gedauert, ehe der Dresdner Richard Hoffmann seine in sechs Länderspielen erzielten 14 Tore übertraf. Fuchs war mit seinem kongenialen Sturmpartner &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt; einer von nur zwei deutschen Fußballnationalspielern jüdischen Glaubens. Nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt;, in dem der Leutnant viermal verwundet und mehrfach mit Orden, 1914 mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, 1917 mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, ausgezeichnet wurde, spielte Fuchs noch kurze Zeit für den KFV, bevor er 1920 seine Fußballkarriere beendete. 1921 wurde er Ehrenspielführer des KFV. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruflich war Fuchs 1909 zunächst als Angestellter in den von seinem Großvater Hirsch Fuchs 1877 begründeten Familienbetrieb &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0059&amp;quot;&amp;gt;H. Fuchs Söhne&amp;lt;/lex&amp;gt; eingestiegen, seit 1912 als zeichnungsberchtigter Vertreter seines Vaters. 1921 übernahm er die Geschäftsführung der H. Fuchs Söhne Außenhandelsgesellschaft mbH, deren Sitz 1934 von Karlsruhe nach Berlin verlegt wurde. Bis 1928 wird er im Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0284&amp;quot;&amp;gt;Adressbuch&amp;lt;/lex&amp;gt; als Fabrikant und Mitinhaber der Holzhandlung Fuchs Söhne geführt. Als Gesellschafter der Firma schied er aber erst 1935 aus. 1929 zog die fünfköpfige Familie nach Berlin, da ihnen Karlsruhe „zu provinziell“ geworden sein soll, in erster Linie aber wohl, weil dort die Filiale der Firma Fuchs gegründet worden war. In Berlin gehörte Fuchs dem Tennisclub Nikolassee, zeitweise als Vorstandsmitglied, bis 1935 an, als dieser festlegte, dass Mitglieder nur noch Personen „arischer Abstammung“ sein konnten. Auch der KFV hatte 1933 zu den Vereinen gehört, die 1933 Juden ausgeschlossen hatten. In den 1920er-Jahren hatte Fuchs nach seiner Fußballkarriere auch schon in Karlsruhe beim &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0970&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Eislauf- und Tennisvereins 1911 (KETV)&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0151&amp;quot;&amp;gt;Tennis&amp;lt;/lex&amp;gt; gespielt, für den er auch etliche Turniere organisiert hatte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 entschloss Fuchs sich zur Flucht, erst in die Schweiz, dann nach Frankreich, von wo aus die Familie mit der Mutter kurz vor der französischen Niederlage über Großbritannien 1940 nach Kanada ausreiste, wo er am 12. Juni 1940 ankam. Fuchs, der sich nun in Godfrey E. Fochs umbenannte, war in Kanada in der Textilbranche und als Investor tätig. Er kehrte nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Krieg&amp;lt;/lex&amp;gt; einige Male wegen zu klärender Rechtsfragen nach Deutschland zurück, aber immer „mit sehr gemischten Gefühlen“, wofür es viele Gründe gab, darunter den, dass seine einzige Schwester ermordet worden war. Auch den Kontakt zum KFV mied er in Erinnerung an das Schicksal seines Stürmerkollegen &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, der wegen seiner jüdischen Herkunft 1943 in Auschwitz ermordet worden war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 lehnte der Deutsche Fußballbund (DFB) eine Einladung zur Eröffnung des Olympiastadions in München ab, die der ehemalige Reichs- und Bundestrainer Sepp Herberger vorgeschlagen hatte. Seit dem 15. Mai 2010 erinnert beim ehemaligen KFV-Stadion am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1480&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Weg&amp;lt;/lex&amp;gt; eine Stele an die Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen jüdischen Fußballnational­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Benennung eines kleinen Platzes am Karlsruher Weg (heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;) in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Gottfried-Fuchs-Platz&amp;lt;/lex&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012/16&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen 1900-1940, https://digital.blb-karlsruhe.de/topic/view/7756828; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 4. März 2025);  Monica Heller: Über ihren Großvater Gottfried Fuchs und seine Familiengeschichte, Interview vom 10. Oktober 2024, hrsg. von Zeitzeugen e. V., ohne Ort, 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Werner Skrentny: &amp;quot;Gotti&amp;quot; and &amp;quot;Juller&amp;quot;. Gottfried Fuchs/Godfrey E. Fochs and Julius Hirsch. International soccer players, friends and Jews. Fußball-Nationalspieler, Freunde und Juden, [Göttingen] 2012;  Derselbe: Biografie: Gottfried Fuchs aka Godfrey E. Fochs und sein Länderspiel-Tor-Rekord https://karlsruher-fv.de/2025/06/06/biografie-gottfried-fuchs-aka-godfrey-e-fochs-und-sein-laenderspiel-tor-rekord-tadelloser-sportsmann-stetes-vorbild/ (Zugriuff am 26. September 2026); Karl-Heinz Schwarz-Pich: Fuchs, Gottfried, in: Baden-Württembergische Biographien V, hrsg. von Fred L. Sepaintner, Stuttgart 2013, S. 107-109.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0501&amp;diff=599300</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0501</title>
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		<updated>2026-09-27T18:45:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Fritz Förderer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio_0501_Förderer_Fritz_8_SpoA_5316.jpg|200px|thumb|left|Fritz Förderer, Ausschnitt aus einem Mannschaftsfoto des KFV von 1911, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5316.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Fritz Förderer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Elektriker, * 5.  Januar 1888 Karlsruhe, † 20. Dezember 1952 Weimar.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Förderer, der Rekordnationalspieler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt;, spielte in den Jahren 1908 bis 1913 elfmal im Nationaltrikot und schoss zehn Tore. Der als Sohn eines Mechanikers geborene rechte Außenstürmer, &amp;quot;Dribbelkönig und Schusskanone&amp;quot; zugleich, bildete mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt; das erfolgreichste Sturmtrio des KFV und der Nationalmannschaft vor dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit dem KFV wurde Förderer 1910 Deutscher Meister und 1912 Deutscher Vizemeister. Er gehörte der Nationalelf an, die am 5. April 1908 das erste offizielle Länderspiel einer deutschen Nationalmannschaft bestritt und dabei gegen die Schweiz in Basel trotz eines Tores von Förderer mit 3:5 verlor. Er stand auch in der Elf, die den ersten Länderspielsieg am 4. April 1909 im KFV-Stadion in Karlsruhe mit 1:0 über die Schweiz errang.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Kriegsbeginn 1914 war Förderer als Soldat in den Vogesen eingesetzt. Noch während des Krieges wurde der gelernte Elektriker, der zuvor bei den Süddeutschen Telefon- und Telegraphen-Werken in Karlsruhe gearbeitet hatte, Ende 1916 zu den Leunawerken abkommandiert, die von der BASF bei Halle aufgebaut wurden. Bis in die Nachkriegszeit spielte er beim VfL Halle 1896 wieder Fußball und wurde mit dem Verein noch zweimal, 1916/17 und 1918/19, Mitteldeutscher Meister. Im Endspiel 1917 war Förderer gegen den Dresdener Fußballring der herausragende Stürmer und bereitete beide Tore zum 2:0 Endstand vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg zog Förderer, der 1921 Ehrenspielführer des KFV wurde, nach Mitteldeutschland, wo er als Sportlehrer arbeitete und noch einige Jahre beim VfL Halle 1896 aktiv spielte. Die offizielle Prüfung als Sportlehrer legte er in diesem Jahr ab und war danach u. a. für Merseburg 99, Schwaben Augsburg, Jahn Regensburg, den 1. FC Straubing, Cricket-Victoria Magdeburg und den VfB Köthen 02 tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 erhielt er eine Anstellung bei der Stadt Weimar als Verwalter der städtischen Sportanlagen und als Sportlehrer. Zeitweilig trainierte er 1939 auch die Fußballmannschaft der 3. &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;SS (Schutzstaffel)&amp;lt;/lex&amp;gt;-Totenkopfstandarte Buchenwald, in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; trat er 1942 ein. Überzeugter &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialist&amp;lt;/lex&amp;gt; war er deshalb vermutlich nicht, da er nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Krieg&amp;lt;/lex&amp;gt; seine Stellung als Platzwart nach kurzer, durch Personaleinsparungen bei der Stadt bedingten, Unterbrechung auf Anordnung der russischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0091&amp;quot;&amp;gt;Besatzungsmacht&amp;lt;/lex&amp;gt; wiederbekam und 1945 auch die Fußballmannschaft der in Weimar stationierten russischen Soldaten trainierte. Als Trainer kam er mit der SG Weimar Ost, vormals und heute wieder SC Weimar 1903, in der erstmals 1948 ausgespielten &amp;quot;Ostzonenmeisterschaft&amp;quot; unter die letzten vier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Stadtarchiv Halle Sammlungsbestände; Stadtarchiv Weimar Bestand 13 16 11 30/1455030.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fritz Förderer, in: Manfred Koch (Hrsg.): Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 2008-2013, Karlsruhe 2013, S. 235 f.; Derselbe: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218  (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Derselbe: Biografie: Fritz „Frieder“ Förderer – Rekordnationalspieler, Dribbelkönig und Schusskanone https://karlsruher-fv.de/2025/06/20/biografie-fritz-frieder-foerderer-rekordnationalspieler-dribbelkoenig-und-schusskanone/&amp;lt;nowiki/&amp;gt;(Zugriff am 26. September 2026).&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0506&amp;diff=599299</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0506</title>
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		<updated>2026-09-27T18:44:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Julius Hirsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_Hirsch_8_SpoA_1300.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Das Innentrio der Altmeister-Mannschaft des KFV: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Gottfried Fuchs und Julius Hirsch (von links), 1921, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1300.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_2.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Anzeige der Deutschen Signalflaggenfabrik G.m.b.H, in: Deutsche Staedte, Stuttgart 1922, S. 154.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Julius Hirsch=&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballnationalspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Kaufmann, * 7. April 1892 Achern/Lkr. Ortenaukreis, † 1943 Auschwitz (am 8. Mai 1945 für tot erklärt), jüd., ∞ 30. Oktober 1920 Ella Karoline Wilhelmine Hauser (ev.), 1 Tochter, 1 Sohn.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Julius Hirsch wurde als jüngster Sohn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdischen&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruher Tuchwarenkaufmanns Berthold Hirsch, der Mitinhaber eines Tuchwarengeschäfts war, während eines Aufenthaltes seiner Mutter in der Heil- und Pflegeanstalt Illenau bei Achern geboren. Die zweijährige Kaufmannslehre schloss er nach der Mittleren Reife und dem Besuch einer Handelsschule bei der Karlsruher Lederhandlung Freud und Strauss am 1. September 1910 ab, für die er bis zum 22. März 1912 arbeitete. Vom 1. April 1913 bis zum 31. Juli 1914 war er bei der Nürnberger Spielwarenfabrik Bing AG angestellt, für die er wieder vom 1. Dezember 1918 bis zum 30. März 1919 arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch als Schüler trat Hirsch 1902 in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballverein (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt; ein, 1909 spielte er in der ersten Mannschaft, an deren Deutscher Meisterschaft 1910 er maßgeblichen Anteil hatte. 1911 erfolgte die Berufung in die Nationalmannschaft - er war damit der erste von nur zwei deutschen Fußballnationalspieler jüdischen Glaubens. Es folgte ihm nur noch sein kongenialer Sturmpartner beim KFV und in der Nationalmannschaft &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1913 wechselte er aus beruflichen Gründen nach Fürth zur dortigen Spielvereinigung, mit der er 1914 noch einmal Deutscher Meister wurde. Der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Erste Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verhinderte weitere nationale und internationale Erfolge. So blieb es bei nur sieben Länderspielen mit vier Toren, alle beim 5:5 gegen Holland am 24. März 1912 erzielt. Hirsch ist damit der einzige Karlsruher Fußballnationalspieler, der mit zwei verschiedenen Mannschaften Deutscher Meister wurde, und der erste deutsche Fußballnationalspieler, der vier Tore in einem Länderspiel erzielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsdienst 1914 bis 1918 spielte Hirsch - er erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse und die bayerische Dienstauszeichnung - wieder kurz bei der Spielvereinigung Fürth und kehrte schon 1919 zum KFV zurück, wo er aber an seine Vorkriegserfolge nicht mehr anknüpfen konnte. 1923 beendete er, seit 1921 Ehrenspielführer, seine aktive Laufbahn, blieb aber dem KFV verbunden, so war er zeitweise Mitglied des Spielausschusses.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hirsch erfuhr, dass der KFV zu den Vereinen gehörte, die am 9. April 1933 den neuen NS-Machthabern eilfertig versichert hatten, dass sie &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; ausschließen würden, kam er am 10. April 1933 dem Ausschluss durch seinen Austritt zuvor. Sportlich versuchte Hirsch nun als Trainer im Ausland zu arbeiten, was ihm nur für kurze Zeit im Elsass gelang. In Karlsruhe schloss er sich dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1631&amp;quot;&amp;gt;Jüdischen Turnklub 03&amp;lt;/lex&amp;gt; an, mit dem er als Aktiver noch einmal eine Meisterschaft gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hirsch arbeitete nach dem Krieg in der Firma des Vaters und dessen Bruder, der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0021&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Signalflaggenfabrik Gebr. Hirsch &amp;amp; Co&amp;lt;/lex&amp;gt;  in Karlsruhe, für die er 1924 die Prokura erhielt und die er 1926 mit seinem Bruder Max als Geschäftsführer übernahm. Schon in den 1920er-Jahren hatte die Firma mit wirschaftlichen Problemen zu kämpfen, an der sich zeitweise der inzwischen im väterlichen Betrieb tätige Gottfried Fuchs beteilgte. Dennochmusste 1930 musste die Firma, die seit 1926 Sigfa, Sportgesellschaft mit beschränkter Haftung, vormals Deutsche Signalflaggenfabrik Karlsruhe hieß, die Produktion als Folge der Weltwirtschaftkrise einstellen und sich auf den Vertrieb von Sportartikeln beschränken, im Februar 1933 dann aber doch Konkurs anmelden. Beruflich hielt Julius Hirsch sich danach als Textilvertreter, dann als Hilfsbuchhalter bei den Zellstoff- und Papierfabriken Ettlingen und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ort-0121&amp;quot;&amp;gt;Maxau&amp;lt;/lex&amp;gt; bis zu deren &amp;quot;&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0264&amp;quot;&amp;gt;Arisierung&amp;lt;/lex&amp;gt;&amp;quot; im Jahr 1938 über Wasser. Wohl nicht zuletzt wegen der ungeheuren seelischen Belastung erkrankte Hirsch Ende 1938 und wurde in einer psychiatrischen Klinik in Bar-Le-Duc in Lothringen behandelt. Am 1. Januar 1939 musste er wie alle männlichen deutschen Juden den Zusatzvornamen Israel führen. Um seine christliche Frau Ella und zwei Kinder zu schützen, ließ er sich 1942 scheiden. Von der Deportation der Karlsruhe Juden im Oktober 1940 nach &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1325&amp;quot;&amp;gt;Gurs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Südfrankreich blieb Hirsch dank seiner &amp;quot;Mischehe&amp;quot; noch verschont, doch am 1. März 1943 wurde Hirsch, der seit 1939 als Scuttplatzarbeiter bei der Stadt Karlsruhe angestellt war, mit elf anderen Karlsruher Juden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Möglichkeit, mit einem versiegelten Postwagen in die Schweiz zu fliehen, hatte er zuvor nicht genutzt, wohl in Unterschätzung der ihm drohenden Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stiftete 2005 den Julius-Hirsch-Preis, mit dem er an einen von nur zwei jüdischen deutschen Nationalspielern erinnert. Seit dem 15. Mai 2010 erinnert beim ehemaligen KFV-Stadion am Karlsruher Weg eine Stele an die Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1480&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Wegs&amp;lt;/lex&amp;gt; in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012/2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==		&lt;br /&gt;
GLA 480 9259; StadtAK 3/B Standesbücher, 8/ZGS Personen; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 20. Juli 2022); Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/zeitungen/topic/view/7756828 (Zugriff am 20. August 2025); Andreas Hirsch: Über seinen Großvater Julius Hirsch und seine Familiengeschichte, Interview vom 11. Oktober 2024, hrsg. von Zeitzeugen e. V., ohne Ort, 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ludger Syré: Julius Hirsch, in: Badische Biographien, NF, Bd. V, hrsg. von Bernd Ottnad, Stuttgart 2005, S. 124-126; Gereon Tönnihsen: Julius Hirsch. Ein deutscher Fußballnationalspieler jüdischer Herkunft aus Karlsruhe, Karlsruhe 2008 (= Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 10), darin S. 11-15, Ernst Otto Bräunche: Die Stellung von Julius Hirsch in der Karlsruher Fußballgeschichte; Werner Skrentny: Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet. Biografie eines jüdischen Fußballers, 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage Göttingen 2016; Ders.: Biografie: Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet. https://karlsruher-fv.de/2025/06/06/biografie-julius-hirsch-nationalspieler-ermordet/ (Zugriff am 26. September 2026),&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ereig-0105&amp;diff=599298</id>
		<title>De:Lexikon:ereig-0105</title>
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		<updated>2026-09-27T17:57:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Fußball */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Fußball}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ereig-0105_8_SpoA_1298.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Prinz Max von Baden auf der Zuschauertribüne im neuen KFV-Stadion beim Spiel KFV - Oxford-University-Association-Footballclub am 24. März 1907, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1298.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ereig-0105.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Publikumsbeifall für das dritte Tor des KFV gegen FC Phönix (4:2), 4. November 1928, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1361/81.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Fußball=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karlsruhe gilt wegen der frühen Erfolge Karlsruher Mannschaften vor dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; als eine Fußballhochburg in Deutschland. Der Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gründete noch als Gymnasiast mit einigen Gleichgesinnten 1889 den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Internationalen Football-Club Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt;, der auf dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0646&amp;quot;&amp;gt;Engländerplatz&amp;lt;/lex&amp;gt; spielte, dem Geburtsort des Karlsruher Fußballs. Dort fand am 28. November 1899 auch eines der von Bensemann organisierten Urländerspiele vor der Gründung des Deutschen Fußballbundes (DFB) gegen England statt, das 0:7 verloren wurde. Bensemann war auch maßgeblich an der Gründung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins&amp;lt;/lex&amp;gt; (KFV) im Jahr 1891 beteiligt. Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende eine der erfolgreichsten Mannschaften vor dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Deutscher Meister aus Karlsruhe war aber ein Jahr zuvor der 1894 gegründete &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; geworden. Karlsruhe ist damit bis heute die einzige deutsche Stadt, die in zwei aufeinander folgenden Jahren mit zwei verschiedenen Vereinen die Deutsche Fußballmeisterschaft errang. Die Stadt kann aber vor allem aufgrund der frühen Vereinsgründungen gemeinsam mit Berlin als Wiege des organisierten Fußballs in Deutschland bezeichnet werden. Die Karlsruher Vereine fanden wie die meisten anderen frühen Fußballvereinsgründungen in Deutschland ihre Spieler und Zuschauer zunächst eher im bürgerlichen Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht überraschend kamen auch zahlreiche Nationalspieler im ersten Jahrzehnt der Geschichte der Länderspiele aus Karlsruhe, elf Nationalspieler des KFV und des FC Phönix absolvierten 91 Länderspiele. Zu den großen Fußballern in dieser Zeit gehörten nicht zuletzt die beiden einzigen deutschen Nationalspieler jüdischen Glaubens &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, die gemeinsam mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt; den Innensturm des KFV bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karlsruher Mannschaften trafen in dieser Zeit auf deutsche Spitzenmannschaften, die zum Teil heute noch in den drei Bundesligen spielen. Aber auch zahlreiche europäische Spitzenmannschaften kamen in das 1905 eingeweihte hochmoderne &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-11042&amp;quot;&amp;gt;KFV-Stadion&amp;lt;/lex&amp;gt; bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt; im Nordwesten der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Erfolge von KFV und FC Phönix knüpfte erst der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0976&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phoenix (KSC)&amp;lt;/lex&amp;gt; in den 1950er-Jahren an. Im Jahr 1952 aus der Fusion des FC Phönix mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1213&amp;quot;&amp;gt;VFB Mühlburg&amp;lt;/lex&amp;gt;, der erfolgreichsten Karlsruher Mannschaft nach 1945, entstanden, holte der KSC 1955 und 1956 den Deutschen Pokal sowie 1956 die Deutsche Vizemeisterschaft nach Karlsruhe in das 1955 eingeweihte neue &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1243&amp;quot;&amp;gt;Wildparkstadion&amp;lt;/lex&amp;gt; am Standort des vormaligen Phönix-Stadions. 1963 gehörte der KSC vor allem aufgrund der Erfolge der Mannschaft in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre in der Oberliga Süd zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Dort gelangen dem Verein, der sich wegen wiederholter Auf- und Abstiege zu einer &amp;quot;Fahrstuhlmannschaft&amp;quot; entwickelte, keinen nennenswerten Erfolge. Erst in den 1990er-Jahren klopfte der KSC erneut an die Tür zur deutschen Spitzenklasse und sorgte auf europäischer Ebene für Furore, unter anderem mit dem legendären 7:0 gegen den FC Valencia im UEFA-CUP 1993/94. Nach dem Abstieg aus der Ersten Bundesliga im Jahr 1998 in die Zweite folgte zwei Jahre später der in die Dritte Liga. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg in die Zweite gelang 2007 noch einmal der Aufstieg in die Erste Bundesliga. Seitdem spielt der KSC bis auf die Jahre 2012 und 2018-2019 (Dritte Liga), in der Zweiten Bundesliga, seit 2024 in dem komplett einem modernen Stadionneubau mit rund 34.000 Plätzen am alten Standort, das den Namen BBBank Wildpark trägt.                                                        &#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012/2025&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599297</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-27T17:53:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hans Ruzek&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;gt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf, ohne über einen eigenen Fußballplatz zu verfügen. Erst am 31. Mai 2026 konnte der Verein sein erstes Heimspiel  auf einem eigenen Platz, Joachim-Kurzaj-Weg 5 in Karlsruhe-Grünwinkel feiern, der zuvor dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/historie/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hans Ruzek&amp;lt;/lex, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;gt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf, ohne über einen eigenen Fußballplatz zu verfügen. Erst am 31. Mai 2026 konnte der Verein sein erstes Heimspiel  auf einem eigenen Platz, Joachim-Kurzaj-Weg 5 in Karlsruhe-Grünwinkel feiern, der zuvor dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/historie/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599295</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-27T09:54:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hans Ruzek&amp;lt;/lex, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;gt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf, ohne über einen eigenen Fußballplatz zu verfügen. Erst am 31. Mai 2026 konnte der Verein sein erstes Heimspiel  auf einem eigenen Platz, Joachim-Kurzaj-Weg 5 in Karlsruhe-Grünwinkel feiern, der zuvor dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ https://karlsruher-fv.de/historie/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hans Ruzek&amp;lt;/lex, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;gt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<updated>2026-09-27T08:18:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt; , &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot; ernst=&amp;quot;&amp;quot; hollstein&amp;lt; lex=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hans Ruzek&amp;lt;/lex, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;gt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hans Ruzek&amp;lt;/lex, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;gt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599291</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-27T08:08:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;gt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;gt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599290</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-27T08:03:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2216&amp;quot;&amp;lt;Kurt Hüber&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;- &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt; -&amp;lt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2215&amp;quot;&amp;lt;Max Schwarze&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2214&amp;quot;&amp;lt;Fritz Tscherter&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-26T18:10:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, der 1918 letzter Reichskanzler des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0038&amp;quot;&amp;gt;Kaiserreichs&amp;lt;/lex&amp;gt; werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz Max von Baden. In dieser Zeit spielten in der Regel die Realschüler beim KFV, während die Gymnasiasten eher zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt;, dem zweiten Karlsruher Erfolgsclub, tendierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schrieb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp. Zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). Der KFV spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2200&amp;quot;&amp;gt;Adolf Dell&amp;lt;/lex&amp;gt; - Kurt Hüber, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt; – Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Schwarze – Fritz Tscherter, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, und die Bennennung des kleinen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3328&amp;quot;&amp;gt;Platzes&amp;lt;/lex&amp;gt; neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff jeweils am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0926&amp;diff=599282</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0926</title>
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		<updated>2026-09-25T09:32:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Hermann Höpker-Aschoff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0926_8_PBS_oXI_137.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Hermann Höpker-Aschoff anlässlich der Eröffnung des Bundesverfassungsgerichts 1951 mit dem symbolischen Schlüssel des Gebäudes in der Hand, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXI 137.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Hermann Höpker-Aschoff=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jurist, Politiker, Präsident des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1127&amp;quot;&amp;gt;Bundesverfassungsgerichts&amp;lt;/lex&amp;gt;, * 31. Januar 1883 Herford/Westfalen, † 15. Januar 1954 Karlsruhe, ev., ∞ Martha Osterwald.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Höpker-Aschoff entstammte einem nationalliberalen, protestantischen Elternhaus, der Vater war Apotheker und Ratsherr. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Jena, München und Bonn (Promotion 1907, Assessor-Examen 1910) trat er in den preußischen Justizdienst ein und arbeitete als Amts- und Landrichter, ab 1921 als Oberlandesgerichtsrat in Hamm. 1921-1932 vertrat er die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0309&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Demokratische Partei (DDP)&amp;lt;/lex&amp;gt; im preußischen Landtag, 1930-1932 war er Mitglied des Reichstags. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Wahl zum preußischen Ministerpräsidenten im März 1925 lehnte Höpker-Aschoff ab und übernahm stattdessen bis zu seinem Rücktritt 1931 die Leitung des preußischen Finanzministeriums. In diesem Amt setzte er sich für eine zentrale Reichsfinanzverwaltung und die Neugliederung des Reiches zur Beseitigung der Vorherrschaft Preußens ein. Als Bevollmächtigter der preußischen Staatsregierung war er zudem führend an den Verhandlungen mit dem Vatikan über das Preußenkonkordat von 1929 beteiligt. 1929-1931 war Höpker-Aschoff führend an dem Zusammenschluss der DDP mit der Volksnationalen Reichsvereinigung und dem Jungdeutschen Orden zur Deutschen Staatspartei beteiligt, der allerdings nicht die erhofften Erfolge brachte. Die Ablehnung der von ihm favorisierten engeren personellen Verzahnung der preußischen Regierung mit der Reichsregierung führte 1931 zu seinem Rückzug aus der Politik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1933-1940 lebte Höpker-Aschoff zurückgezogen in Bielefeld und widmete sich vor allem finanzwissenschaftlichen Studien. Trotz anfänglich versteckter Kritik am Nationalsozialismus trat er 1937 in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)&amp;lt;/lex&amp;gt; ein und wurde 1940-1944 Chefjurist der Abteilung VI der Haupttreuhandstelle Ost. Diese Behörde war zuständig für die Beschlagnahme und Verwaltung von Vermögen des polnischen Staates, polnischer Bürger und osteuropäischer Juden. Sie war damit Teil der nationalsozialistischen Vernichtungs- und Vertreibungspolitik in den &amp;quot;eingegliederten Ostgebieten&amp;quot;. Da er das Kirchenvermögen schonen wollte, wurde er 1944 versetzt. Wegen dieser Tätigkeit verhinderte die britische Besatzungsbehörde 1945/46 seine Ernennung zum ersten nordrhein-westfälischen Finanzminister im Kabinett von Ministerpräsident Rudolf Amelunxen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte Höpker-Aschoff nach Kriegsende seine politische Karriere fortsetzen: Er wurde 1945 Generalreferent für Finanzen in der westfälischen Provinzialverwaltung, Mitglied des Parlamentarischen Rats, von Dezember 1948-1950 Mitglied des Bundesvorstands der Freien Demokratischen Partei (FDP) und 1949 Mitglied des ersten Deutschen Bundestags, wo er bis 1951 Vorsitzender des Finanz- und Steuerausschusses war. Am 4. September 1951 wurde Höpker-Aschoff zum ersten Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts gewählt.&lt;br /&gt;
In Karlsruhe wurde 2006 eine Straße nach ihm benannt. Diese Benennung erfolgte ohne Kenntnis der Mitgliedschaft Höpker-Aschoffs in der ÞNSDAP und seiner Tätigkeit 1940-1944 als Chefjurist der Abteilung VI der Haupttreuhandstelle Ost, die für die Beschlagnahme, von eingezogenem Vermögen polnischer Staatsbürger und osteuropäischer Juden zuständig war, die erst in den letzten Jahren publik wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2014&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quelle=&lt;br /&gt;
Thomas Därnstädt: Wie braun waren Deutschlands erste Richter, in: Der Spiegel 39/2021. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Geld und Gold, 1939; Geld und Währungen, 1948.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Günther Grünthal: Höpker-Aschoff, Hermann, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 9, Berlin 1972, S. 349 f.; Thomas Aders: Die Utopie vom Staat über den Parteien. Biographische Annäherungen an Hermann Höpker-Aschoff (1883–1954), Frankfurt a. M. u. a. 1994; Frank Spieker: Hermann Höpker-Aschoff – Vater der Finanzverfassung, Berlin 2004;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599281</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-24T18:39:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, unten Gottfried Fuchs, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz Max von Baden, der 1918 letzter Reichskanzler des Kaiserreichs werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des Fußballs in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;. In dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Gymnasiasten beim FC Phönix, während die Realschüler eher zum zweiten Karlsruher Erfolgclub zu Begnn des 20. Jahrhunderts, dem die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; tendierten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schriebb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa der deutschen Fußballgeschichte gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes, Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp, zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). Der KFV spielte in folgender Aufstellung: Adolf Dell - Kurt Hüber, Ernst Hollstein – Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Schwarze – Fritz Tscherter, Fritz Förderer, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher Gemeinderat die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in Julius-Hirsch-Straße, und die Bennennung des kleinen Platzes neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ (Zugriff am 5. September 2022); Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriffe am 5. September 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort weitere Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599280</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-24T18:37:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, unten Gottfried Fuchs, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz Max von Baden, der 1918 letzter Reichskanzler des Kaiserreichs werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des Fußballs in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;. In dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Gymnasiasten beim FC Phönix, während die Realschüler eher zum zweiten Karlsruher Erfolgclub zu Begnn des 20. Jahrhunderts, dem die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; tendierten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schriebb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa der deutschen Fußballgeschichte gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes, Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp, zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). Der KFV spielte in folgender Aufstellung: Adolf Dell - Kurt Hüber, Ernst Hollstein – Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Schwarze – Fritz Tscherter, Fritz Förderer, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher Gemeinderat die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in Julius-Hirsch-Straße, und die Bennennung des kleinen Platzes neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28), dort Quellen; Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ (Zugriff am 5. September 2022); Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 5. September 2022).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, unten Gottfried Fuchs, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz Max von Baden, der 1918 letzter Reichskanzler des Kaiserreichs werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des Fußballs in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;. In dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Gymnasiasten beim FC Phönix, während die Realschüler eher zum zweiten Karlsruher Erfolgclub zu Begnn des 20. Jahrhunderts, dem die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; tendierten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schriebb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa der deutschen Fußballgeschichte gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes, Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp, zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). Der KFV spielte in folgender Aufstellung: Adolf Dell - Kurt Hüber, Ernst Hollstein – Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Schwarze – Fritz Tscherter, Fritz Förderer, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher Gemeinderat die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in Julius-Hirsch-Straße, und die Bennennung des kleinen Platzes neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28); Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ (Zugriff am 5. September 2022); Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 5. September 2022).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-24T18:34:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, unten Gottfried Fuchs, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz Max von Baden, der 1918 letzter Reichskanzler des Kaiserreichs werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des Fußballs in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;. In dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Gymnasiasten beim FC Phönix, während die Realschüler eher zum zweiten Karlsruher Erfolgclub zu Begnn des 20. Jahrhunderts, dem die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; tendierten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schriebb deutsche Fußballgeschichte. Zu den Kuriosa der deutschen Fußballgeschichte gehört dabei ohne Zweifel, dass die KFV-Verantwortlichen im Jahr der erstmals ausgespielten Deutschen Meisterschaft 1903 auf ein gefälschtes, angeblich vom Deutschen Fußballbund abgesandtes, Telegramm hereinfielen, mit dem ein Halbfinalspiel gegen den späteren Vizemeister Prag abgesagt wurde. Das Spiel wurde für Prag gewertet und nach Meinung vieler zeitgenössischer Experten verpasste mit dem KFV die damals spielstärkste deutsche Mannschaft den ersten Meistertitel. Auch im folgenden Jahr scheiterte der KFV, da er das erste Endrundenspiel gegen Britannia Berlin mit 1:6 verlor - etliche Stammspieler des KFV hatten keinen Urlaub für die lange Reise nach Berlin bekommen. Da das Spiel aber entgegen der Regel nicht in einem neutralen Ort ausgetragen worden war, gab das DFB-Präsidium dem Protest des KFV statt und setzte die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr aus. Auch 1905 verpasste die „Mannschaft der Stunde” die Deutsche Meisterschaft nur knapp, zuvor in allen Spielen ungeschlagen, unterlag man im Endspiel Union 92 Berlin mit 2:0. Erst der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft schließlich zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel). Der KFV spielte in folgender Aufstellung: Adolf Dell - Kurt Hüber, Ernst Hollstein – Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Schwarze – Fritz Tscherter, Fritz Förderer, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 stand der KFV erneut im Endspiel gegen Holstein Kiel, unterlag diesmal aber mit 0:1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher Gemeinderat die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in Julius-Hirsch-Straße, und die Bennennung des kleinen Platzes neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28); Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ (Zugriff am 5. September 2022); Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 5. September 2022).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599277</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-24T18:13:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, unten Gottfried Fuchs, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Die Übernahme des Protektorats über den KFV im Jahr 1904 durch Prinz Max von Baden, der 1918 letzter Reichskanzler des Kaiserreichs werden sollte, markiert den Durchbruch und die gesellschaftliche Anerkennung des Fußballs in Karlsruhe. Hinzu kam ein neuer, auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; gelegener Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt;, der am 1. Oktober 1905 eingeweiht wurde und auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;. In dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Gymnasiasten beim FC Phönix, während die Realschüler eher zum zweiten Karlsruher Erfolgclub zu Begnn des 20. Jahrhunderts, dem die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; tendierten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit acht Süddeutschen Meisterschaften und einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 1910 war der KFV nach der Jahrhundertwende lange die Mannschaft der Stunde und schriebb deutsche Fußballgeschichte. Der englische Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; führte die Mannschaft zur Deutschen Meisterschaft (1:0 gegen Holstein Kiel), die in folgender Aufstellung spielte: Adolf Dell - Kurt Hüber, Ernst Hollstein – Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Schwarze – Fritz Tscherter, Fritz Förderer, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1:0 Niederlage gegen Holstein Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler Max Breunig war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren Hermann Bosch, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler Julius Hirsch, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und Gottfried Fuchs, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher Gemeinderat die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in Julius-Hirsch-Straße, und die Bennennung des kleinen Platzes neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28); Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ (Zugriff am 5. September 2022); Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 5. September 2022).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-1214&amp;diff=599276</id>
		<title>De:Lexikon:ins-1214</title>
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		<updated>2026-09-24T17:41:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* FC Phönix Karlsruhe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:FC Phönix Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-1214.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Spiel zwischen dem Freiburger FC und Phönix Karlsruhe auf dem Freiburger Engländerplatz, 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 559.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-1214_8_SpoA_555a.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Postkarte &amp;quot;Gruß vom Sportplatz K.F.C. Phönix, Karlsruhe&amp;quot;, 1906, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 555.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=FC Phönix Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der FC Phönix Karlsruhe verdankte seine Entstehung im Jahr 1894 der Weigerung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0979&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Turngemeinde&amp;lt;/lex&amp;gt;, eigene Fußballabteilungen zu gründen. Die Mannschaft spielte zunächst auf der Körnerwiese (heute steht dort das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1444&amp;quot;&amp;gt;Lessing-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;), seit 1896 dann auf dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0646&amp;quot;&amp;gt;Engländerplatz&amp;lt;/lex&amp;gt;. In dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Realschüler beim FC Phönix, die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins&amp;lt;/lex&amp;gt;. Entscheidenden Anteil an der Konsolidierung und dem Aufstieg des Vereins hatte mit seinem Organisationstalent der Mittelläufer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1162&amp;quot;&amp;gt;Arthur Beier&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1906 sorgte er auch dafür, dass der Verein auf &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2016&amp;quot;&amp;gt;Neureuter&amp;lt;/lex&amp;gt; Gemarkung einen eigenen Fußballplatz, den er gemeinsam mit dem späteren &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadtrat&amp;lt;/lex&amp;gt;  &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2010&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Lang&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte, mit einem Tennisplatz und einem Klubhaus bekam. Der FC Phönix wies eine für die Anfangszeit des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Deutschland durchaus typische bürgerlich-mittelständische Zusammensetzung mit einem starken Schüleranteil auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte 1909 wurde Phönix mit Arthur Beier als Trainer Deutscher Meister gegen Viktoria Berlin. Die Meistermannschaft spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Otto Michaelis&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1184&amp;quot;&amp;gt;Ernst Karth&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Robert Neumaier&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1184&amp;quot;&amp;gt;Karl Robert Heger&amp;lt;/lex&amp;gt;, Arthur Beier; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2211&amp;quot;&amp;gt;Karl Schweinshaut&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0528&amp;quot;&amp;gt;Karl Wegele&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0518&amp;quot;&amp;gt;Otto Reiser&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hermann Leibold&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2197&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Noë&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0516&amp;quot;&amp;gt;Emil Oberle&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit Wegele, Oberle, Neumaier und Otto Reiser brachte der Verein vier Nationalspieler hervor, wobei Oberle und Neumaier der Mannschaft angehörten, die 1909 den ersten Länderspielsieg einer deutschen Fußballnationalmannschaft mit 1:0 gegen die Schweiz am am 4. April in Karlsruhe errang. Trotz der 1912 erfolgten Fusion mit dem FC Alemannia, der ebenfalls noch vor der Jahrhundertwende gegründet worden war, zum Karlsruher FC Phönix (Phönix-Alemannia) blieben weitere Erfolge aus. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verlor der Verein 59 Mitglieder, darunter den Kapitän der Meistermannschaft und Ehrenspielführer Arthur Beier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Phönixplatz spielte der FC Phönix bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges, im Oktober 1914 turnte dort schon der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0981&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Männerturnverein&amp;lt;/lex&amp;gt; (MTV). Der FC Phönix musste den Spielbetrieb vorerst einstellen und war nun zur Aufgabe des Sportplatzes gezwungen. Die Frage nach einem geeigneten Ersatz blieb bis Anfang der 1920er-Jahre ungelöst. Seit dem Sommer 1919 durfte der Verein immerhin auf dem Platz der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0909&amp;quot;&amp;gt;Technischen Hochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; im &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0730&amp;quot;&amp;gt;Fasanengarten&amp;lt;/lex&amp;gt; spielen. Erst 1922 bekam Phönix dann vom Land den Platz im Wildpark pachtweise für 50 Jahre überlassen, auf dem 1922/23 das erste &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1243&amp;quot;&amp;gt;Wildparkstadion&amp;lt;/lex&amp;gt; entstand. Dort fanden auch erste Frauenhandballspiele statt. Trotz des neuen Stadions waren die Jahre 1924-1932 fußballerisch aber Jahre des Misserfolgs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 1909 bestehende und nach der Fusion mit dem FC Alemannia von Arthur Beier geleitete &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletik&amp;lt;/lex&amp;gt;abteilung war besonders in den 1920er-Jahren durch ihre starken Sportler und Sportlerinnen bekannt, unter anderen wurden &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1032&amp;quot;&amp;gt;Alex Nathan&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1224&amp;quot;&amp;gt;Otto Faist&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1226&amp;quot;&amp;gt;Kurt von Rappard&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1225&amp;quot;&amp;gt;Robert Suhr&amp;lt;/lex&amp;gt; 1926 Deutscher Meister über 4x100 Meter, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0504&amp;quot;&amp;gt;Gertrud Gladitsch&amp;lt;/lex&amp;gt; war 1927 Weltrekordlerin über 100 Meter und im Weitsprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; 1933 gehörte der FC Phönix zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Bis auf den im Ersten Weltkrieg gefallenen Artur Beier und Wilhelm Noë schlossen sich nun oder in den folgenden Jahren alle Spieler der Meistermannschaft  der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; an, darunter der amtierende Vereinspräsident Karl Wegele. Karl Robert Heger war sogar schon 1932 eingetreten. Ob auch der 1934 verstorbene Torwart Otto Michaelis Mitglied war, kann allerdings nicht belegt werden. Eine detaillierte Untersuchung der Rolle des FC Phönix im NS-Staat steht allerdings noch aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1934 glückte dem ehemaligen Deutschen Meister der Wiederaufstieg in die Gauliga, dann gelang dem Vereinspräsidenten Karl Wegele bis zum Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; die weitgehende finanzielle Sanierung des Vereins. Im Krieg wurde der Spielbetrieb so gut es ging aufrechterhalten und danach in dem von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0037&amp;quot;&amp;gt;Luftangriffen&amp;lt;/lex&amp;gt; weitgehend verschonten Stadion sofort wieder aufgenommen. Phönix spielte zunächst in der obersten Klasse, der Süddeutschen Oberliga, stieg aber schon 1947 in die Landesliga ab und musste 1950 aufgrund geänderter Verbandsstrukturen in der Amateurliga spielen. Dem Verein blieb letztlich nur die Fusion mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1213&amp;quot;&amp;gt;Verein für Bewegungsspiele (VFB) Mühlburg&amp;lt;/lex&amp;gt; zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0976&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix (KSC)&amp;lt;/lex&amp;gt;, wollte er wieder erfolgreich an alte Zeiten anknüpfen. In diese Fusion brachte er die Leichtathletikabteilung unter anderem mit dem Sprinter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1966&amp;quot;&amp;gt;Heinz Fütterer&amp;lt;/lex&amp;gt; und eine erfolgreiche Frauenhandballmannschaft ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218, S. 190-198 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Manfred Koch: Leichtathletik in Karlsruhe. Von den Nationalen Olympischen Spielen bis zum Internationalen Hallenmeeting, in: Ebenda, S. 251-272, S. 258-261; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=PHOE (Zugriff am 28. August 2015).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-1214&amp;diff=599275</id>
		<title>De:Lexikon:ins-1214</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-1214&amp;diff=599275"/>
		<updated>2026-09-24T15:53:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* FC Phönix Karlsruhe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:FC Phönix Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-1214.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Spiel zwischen dem Freiburger FC und Phönix Karlsruhe auf dem Freiburger Engländerplatz, 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 559.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-1214_8_SpoA_555a.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Postkarte &amp;quot;Gruß vom Sportplatz K.F.C. Phönix, Karlsruhe&amp;quot;, 1906, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 555.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=FC Phönix Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der FC Phönix Karlsruhe verdankte seine Entstehung im Jahr 1894 der Weigerung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0979&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Turngemeinde&amp;lt;/lex&amp;gt;, eigene Fußballabteilungen zu gründen. Die Mannschaft spielte zunächst auf der Körnerwiese (heute steht dort das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1444&amp;quot;&amp;gt;Lessing-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;), seit 1896 dann auf dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0646&amp;quot;&amp;gt;Engländerplatz&amp;lt;/lex&amp;gt;.  Iin dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Realschüler beim FC Phönix, die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins&amp;lt;/lex&amp;gt;. Entscheidenden Anteil an der Konsolidierung und dem Aufstieg des Vereins hatte mit seinem Organisationstalent der Mittelläufer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1162&amp;quot;&amp;gt;Arthur Beier&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1906 sorgte er auch dafür, dass der Verein auf &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2016&amp;quot;&amp;gt;Neureuter&amp;lt;/lex&amp;gt; Gemarkung einen eigenen Fußballplatz, den er gemeinsam mit dem späteren &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadtrat&amp;lt;/lex&amp;gt;  &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2010&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Lang&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte, mit einem Tennisplatz und einem Klubhaus bekam. Der FC Phönix wies eine für die Anfangszeit des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Deutschland durchaus typische bürgerlich-mittelständische Zusammensetzung mit einem starken Schüleranteil auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte 1909 wurde Phönix mit Arthur Beier als Trainer Deutscher Meister gegen Viktoria Berlin. Die Meistermannschaft spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Otto Michaelis&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1184&amp;quot;&amp;gt;Ernst Karth&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Robert Neumaier&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1184&amp;quot;&amp;gt;Karl Robert Heger&amp;lt;/lex&amp;gt;, Arthur Beier; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2211&amp;quot;&amp;gt;Karl Schweinshaut&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0528&amp;quot;&amp;gt;Karl Wegele&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0518&amp;quot;&amp;gt;Otto Reiser&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hermann Leibold&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2197&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Noë&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0516&amp;quot;&amp;gt;Emil Oberle&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit Wegele, Oberle, Neumaier und Otto Reiser brachte der Verein vier Nationalspieler hervor, wobei Oberle und Neumaier der Mannschaft angehörten, die 1909 den ersten Länderspielsieg einer deutschen Fußballnationalmannschaft mit 1:0 gegen die Schweiz am am 4. April in Karlsruhe errang. Trotz der 1912 erfolgten Fusion mit dem FC Alemannia, der ebenfalls noch vor der Jahrhundertwende gegründet worden war, zum Karlsruher FC Phönix (Phönix-Alemannia) blieben weitere Erfolge aus. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verlor der Verein 59 Mitglieder, darunter den Kapitän der Meistermannschaft und Ehrenspielführer Arthur Beier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Phönixplatz spielte der FC Phönix bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges, im Oktober 1914 turnte dort schon der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0981&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Männerturnverein&amp;lt;/lex&amp;gt; (MTV). Der FC Phönix musste den Spielbetrieb vorerst einstellen und war nun zur Aufgabe des Sportplatzes gezwungen. Die Frage nach einem geeigneten Ersatz blieb bis Anfang der 1920er-Jahre ungelöst. Seit dem Sommer 1919 durfte der Verein immerhin auf dem Platz der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0909&amp;quot;&amp;gt;Technischen Hochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; im &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0730&amp;quot;&amp;gt;Fasanengarten&amp;lt;/lex&amp;gt; spielen. Erst 1922 bekam Phönix dann vom Land den Platz im Wildpark pachtweise für 50 Jahre überlassen, auf dem 1922/23 das erste &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1243&amp;quot;&amp;gt;Wildparkstadion&amp;lt;/lex&amp;gt; entstand. Dort fanden auch erste Frauenhandballspiele statt. Trotz des neuen Stadions waren die Jahre 1924-1932 fußballerisch aber Jahre des Misserfolgs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 1909 bestehende und nach der Fusion mit dem FC Alemannia von Arthur Beier geleitete &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletik&amp;lt;/lex&amp;gt;abteilung war besonders in den 1920er-Jahren durch ihre starken Sportler und Sportlerinnen bekannt, unter anderen wurden &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1032&amp;quot;&amp;gt;Alex Nathan&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1224&amp;quot;&amp;gt;Otto Faist&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1226&amp;quot;&amp;gt;Kurt von Rappard&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1225&amp;quot;&amp;gt;Robert Suhr&amp;lt;/lex&amp;gt; 1926 Deutscher Meister über 4x100 Meter, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0504&amp;quot;&amp;gt;Gertrud Gladitsch&amp;lt;/lex&amp;gt; war 1927 Weltrekordlerin über 100 Meter und im Weitsprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; 1933 gehörte der FC Phönix zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Bis auf den im Ersten Weltkrieg gefallenen Artur Beier und Wilhelm Noë schlossen sich nun oder in den folgenden Jahren alle Spieler der Meistermannschaft  der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; an, darunter der amtierende Vereinspräsident Karl Wegele. Eine detaillierte Untersuchung der Rolle des FC Phönix im NS-Staat steht allerdings noch aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1934 glückte dem ehemaligen Deutschen Meister der Wiederaufstieg in die Gauliga, dann gelang dem Vereinspräsidenten Karl Wegele bis zum Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; die weitgehende finanzielle Sanierung des Vereins. Im Krieg wurde der Spielbetrieb so gut es ging aufrechterhalten und danach in dem von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0037&amp;quot;&amp;gt;Luftangriffen&amp;lt;/lex&amp;gt; weitgehend verschonten Stadion sofort wieder aufgenommen. Phönix spielte zunächst in der obersten Klasse, der Süddeutschen Oberliga, stieg aber schon 1947 in die Landesliga ab und musste 1950 aufgrund geänderter Verbandsstrukturen in der Amateurliga spielen. Dem Verein blieb letztlich nur die Fusion mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1213&amp;quot;&amp;gt;Verein für Bewegungsspiele (VFB) Mühlburg&amp;lt;/lex&amp;gt; zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0976&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix (KSC)&amp;lt;/lex&amp;gt;, wollte er wieder erfolgreich an alte Zeiten anknüpfen. In diese Fusion brachte er die Leichtathletikabteilung unter anderem mit dem Sprinter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1966&amp;quot;&amp;gt;Heinz Fütterer&amp;lt;/lex&amp;gt; und eine erfolgreiche Frauenhandballmannschaft ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218, S. 190-198 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Manfred Koch: Leichtathletik in Karlsruhe. Von den Nationalen Olympischen Spielen bis zum Internationalen Hallenmeeting, in: Ebenda, S. 251-272, S. 258-261; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=PHOE (Zugriff am 28. August 2015).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599274</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-24T15:43:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, unten Gottfried Fuchs, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde am 1. Oktober 1905 der Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt; eingeweiht, auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, unter dessen Protektion der im Wesentlichen bürgerlich strukturierte Verein seit 1904 stand.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrhundertwende schrieb der Verein deutsche Fußballgeschichte: 1901-1905 und 1910-1912 Süddeutscher Meister; 1. Mai 1910 in Köln mit sechs Nationalspielern unter dem englischen Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; Deutscher Meister (1:0 gegen Holstein Kiel); 1912 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1:0 Niederlage gegen Holstein Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt; war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der zur Vizemeisterelf von 1912 gehörende Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Mitglied der Meistermannschaft von 1910, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und  &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher Gemeinderat die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in Julius-Hirsch-Straße, und die Bennennung des kleinen Platzes neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28); Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ (Zugriff am 5. September 2022); Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 5. September 2022).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599273</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-24T15:43:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, unten Gottfried Fuchs, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde am 1. Oktober 1905 der Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt; eingeweiht, auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, unter dessen Protektion der im Wesentlichen bürgerlich strukturierte Verein seit 1904 stand.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrhundertwende schrieb der Verein deutsche Fußballgeschichte: 1901-1905 und 1910-1912 Süddeutscher Meister; 1. Mai 1910 in Köln mit sechs Nationalspielern unter dem englischen Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; Deutscher Meister (1:0 gegen Holstein Kiel); 1912 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1:0 Niederlage gegen Holstein Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt; war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt; gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Mitglied der Meistermannschaft von 1910, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und  &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher Gemeinderat die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in Julius-Hirsch-Straße, und die Bennennung des kleinen Platzes neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28); Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ (Zugriff am 5. September 2022); Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 5. September 2022).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0972&amp;diff=599272</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0972</title>
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		<updated>2026-09-24T15:41:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972_8_SpoA_5312.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;KFV-Mannschaft 1909 (v. l. n. r.): Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0507&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hollstein&amp;lt;/lex&amp;gt;, unten Gottfried Fuchs, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Julius Hirsch, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5312.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0972.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Richtfest des neuen KFV-Clubhauses, 20. Dezember 1968, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1285.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Karlsruher Fußballverein 1891 e.V. (KFV)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV wurde 1891 unter anderen von dem Fußballpionier &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0498&amp;quot;&amp;gt;Walther Bensemann&amp;lt;/lex&amp;gt; gegründet. Auf einem ca. 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2046&amp;quot;&amp;gt;Nordweststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde am 1. Oktober 1905 der Fußballplatz bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegraphenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt; eingeweiht, auf dem nahezu alle europäischen Spitzenmannschaften spielten. Das knapp 10.000 Zuschauer fassende Stadion verfügte erstmals über aufgeschüttete Zuschauerränge, moderne Umkleidekabinen mit Duschen und erhielt 1907 eine eigene Zuschauertribüne sowie 1909 ein modernes Vereinsheim. Hier fand am 4. April 1909 das erste erfolgreiche Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft (1:0 gegen die Schweiz) statt. Zu den regelmäßigen Besuchern im neuen Stadion gehörte Prinz &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt;, unter dessen Protektion der im Wesentlichen bürgerlich strukturierte Verein seit 1904 stand.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrhundertwende schrieb der Verein deutsche Fußballgeschichte: 1901-1905 und 1910-1912 Süddeutscher Meister; 1. Mai 1910 in Köln mit sechs Nationalspielern unter dem englischen Trainer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1287&amp;quot;&amp;gt;William Townley&amp;lt;/lex&amp;gt; Deutscher Meister (1:0 gegen Holstein Kiel); 1912 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1:0 Niederlage gegen Holstein Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadion war seit 1906 auch Schauplatz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletikveranstaltungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, die der Verein bis 1913 Internationale Olympische Spiele nannte. Der KFV-Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt; war einer der erfolgreichen Leichtathleten im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen. In den 1920er-Jahren verfügte der Verein über starke Sprintstaffeln und dominierte zeitweise das Leichtathletikgeschehen in Karlsruhe. Die ehemalige KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann über 800 m in Amsterdam die erste olympische Goldmedaille für Deutschland.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Glanzzeit konnte der KFV nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht mehr anknüpfen. Von der Meistermannschaft waren &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0505&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gros&amp;lt;/lex&amp;gt;, Karl Hüber und Hans Ruzek sowie der Nationalspieler gefallen. Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten 1933 gehörte er zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Betroffen waren davon der ehemalige Nationalspieler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0506&amp;quot;&amp;gt;Julius Hirsch&amp;lt;/lex&amp;gt;, Mitglied der Meistermannschaft von 1910, einer der besten Stürmer seiner Zeit, und  &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;, lange deutscher Rekordtorschütze mit 10 Toren in einem Spiel. Die bis heute einzigen jüdischen deutschen Nationalspieler waren nur zwölf Jahre zuvor im Jahr 1921 zu Ehrenspielführern des Vereins ernannt worden. Hirsch kam dem Ausschluss zuvor und trat aus dem KFV aus. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der KFV musste im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; um seine Existenz bangen, als sein Sportplatz durch Fliegerangriffe zerstört wurde. Nach 1945 spielte er zunächst in der neu gegründeten Oberliga, stieg aber nach einem Jahr ab. 1951 erreichte die Mannschaft das Endspiel um die deutsche Amateurfußballmeisterschaft (2:3 gegen 1860 Bremen). In dieser Mannschaft spielte auch letztmals ein Nationalspieler, der Stürmer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1288&amp;quot;&amp;gt;Kurt Ehrmann&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach dem Konkurs des Vereins und dem Abriss des 1969 gebauten Vereinsheims im Juni 2006 wurde der traditionsreiche Platz verkauft und es entstand auf einem Teil des alten Stadions das Seniorenheim Haus Karlsruher Weg. Ein Teil des Sportplatzes wird seitdem vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0971&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußball-Club West (KFC West)&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzt. Der KFV wurde trotz des Konkurses offiziell nie aufgelöst und nahm 2007 den Spielbetrieb in der Kreisklasse C wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Mai 2010 erinnert eine Stele vor dem Haus Karlsruher Weg an die große Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen beiden jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher Gemeinderat die Umbenennung eines Teils des Karlsruher Wegs in Julius-Hirsch-Straße, und die Bennennung des kleinen Platzes neben der Julius-Hirsch-Straße nach Gottfried Fuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 28); Josef Frey (Bearb.): 90 Jahre Karlsruher Fußballverein. Eine illustrierte Chronik, Karlsruhe 1981; 100 Jahre Karlsruher Fußballverein. Fortsetzungs- und Ergänzungsband zur Chronik 90 Jahre Karlsruher Fußballverein - ein Kapitel Karlsruher + Deutscher Fußballgeschichte, bearbeitet von Josef Frey mit Beiträgen von Ludolf Hyll, Karlsruhe 1991; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=KFV (Zugriff am 28. August 2015); https://karlsruher-fv.de/der-kfv/geschichte/ (Zugriff am 5. September 2022); Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 5. September 2022).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-1214&amp;diff=599271</id>
		<title>De:Lexikon:ins-1214</title>
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		<updated>2026-09-23T09:43:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* FC Phönix Karlsruhe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:FC Phönix Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-1214.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Spiel zwischen dem Freiburger FC und Phönix Karlsruhe auf dem Freiburger Engländerplatz, 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 559.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-1214_8_SpoA_555a.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Postkarte &amp;quot;Gruß vom Sportplatz K.F.C. Phönix, Karlsruhe&amp;quot;, 1906, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 555.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=FC Phönix Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der FC Phönix Karlsruhe verdankte seine Entstehung im Jahr 1894 der Weigerung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0979&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Turngemeinde&amp;lt;/lex&amp;gt;, eigene Fußballabteilungen zu gründen. Die Mannschaft spielte zunächst auf der Körnerwiese (heute steht dort das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1444&amp;quot;&amp;gt;Lessing-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;), seit 1896 dann auf dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0646&amp;quot;&amp;gt;Engländerplatz&amp;lt;/lex&amp;gt;.  Iin dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Realschüler beim FC Phönix, die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins&amp;lt;/lex&amp;gt;. Entscheidenden Anteil an der Konsolidierung und dem Aufstieg des Vereins hatte mit seinem Organisationstalent der Mittelläufer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1162&amp;quot;&amp;gt;Arthur Beier&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1906 sorgte er auch dafür, dass der Verein auf &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2016&amp;quot;&amp;gt;Neureuter&amp;lt;/lex&amp;gt; Gemarkung einen eigenen Fußballplatz, den er gemeinsam mit dem späteren &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadtrat&amp;lt;/lex&amp;gt;  &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2010&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Lang&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte, mit einem Tennisplatz und einem Klubhaus bekam. Der FC Phönix wies eine für die Anfangszeit des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Deutschland durchaus typische bürgerlich-mittelständische Zusammensetzung mit einem starken Schüleranteil auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte 1909 wurde Phönix mit Arthur Beier als Trainer Deutscher Meister gegen Viktoria Berlin. Die Meistermannschaft spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Otto Michaelis&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1184&amp;quot;&amp;gt;Ernst Karth&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Robert Neumaier&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1184&amp;quot;&amp;gt;Karl Robert Heger&amp;lt;/lex&amp;gt;, Arthur Beier; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2211&amp;quot;&amp;gt;Karl Schweinshaut&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0528&amp;quot;&amp;gt;Karl Wegele&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0518&amp;quot;&amp;gt;Otto Reiser&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hermann Leibold&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2197&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Noë&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0516&amp;quot;&amp;gt;Emil Oberle&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit Wegele, Oberle, Neumaier und Otto Reiser brachte der Verein vier Nationalspieler hervor, wobei Oberle und Neumaier der Mannschaft angehörten, die 1909 den ersten Länderspielsieg einer deutschen Fußballnationalmannschaft mit 1:0 gegen die Schweiz am am 4. April in Karlsruhe errang. Trotz der 1912 erfolgten Fusion mit dem FC Alemannia, der ebenfalls noch vor der Jahrhundertwende gegründet worden war, zum Karlsruher FC Phönix (Phönix-Alemannia) blieben weitere Erfolge aus. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verlor der Verein 59 Mitglieder, darunter den Kapitän der Meistermannschaft und Ehrenspielführer Arthur Beier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Phönixplatz spielte der FC Phönix bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges, im Oktober 1914 turnte dort schon der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0981&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Männerturnverein&amp;lt;/lex&amp;gt; (MTV). Der FC Phönix musste den Spielbetrieb vorerst einstellen und war nun zur Aufgabe des Sportplatzes gezwungen. Die Frage nach einem geeigneten Ersatz blieb bis Anfang der 1920er-Jahre ungelöst. Seit dem Sommer 1919 durfte der Verein immerhin auf dem Platz der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0909&amp;quot;&amp;gt;Technischen Hochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; im &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0730&amp;quot;&amp;gt;Fasanengarten&amp;lt;/lex&amp;gt; spielen. Erst 1922 bekam Phönix dann vom Land den Platz im Wildpark pachtweise für 50 Jahre überlassen, auf dem 1922/23 das erste &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1243&amp;quot;&amp;gt;Wildparkstadion&amp;lt;/lex&amp;gt; entstand. Dort fanden auch erste Frauenhandballspiele statt. Trotz des neuen Stadions waren die Jahre 1924-1932 fußballerisch aber Jahre des Misserfolgs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 1909 bestehende und nach der Fusion mit dem FC Alemannia von Arthur Beier geleitete &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletik&amp;lt;/lex&amp;gt;abteilung war besonders in den 1920er-Jahren durch ihre starken Sportler und Sportlerinnen bekannt, unter anderen wurden &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1032&amp;quot;&amp;gt;Alex Nathan&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1224&amp;quot;&amp;gt;Otto Faist&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1226&amp;quot;&amp;gt;Kurt von Rappard&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1225&amp;quot;&amp;gt;Robert Suhr&amp;lt;/lex&amp;gt; 1926 Deutscher Meister über 4x100 Meter, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0504&amp;quot;&amp;gt;Gertrud Gladitsch&amp;lt;/lex&amp;gt; war 1927 Weltrekordlerin über 100 Meter und im Weitsprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; 1933 gehörte der FC Phönix zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Bis auf den im Ersten Weltkrieg gefallenen Artur Beier und Wilhelm Noë schlossen sich nun oder in den folgenden Jahren alle Spieler der Meistermannschaft  der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; an, darunter der amtierende Vereisnpräsident Karl Wegele. Eine detaillierte Untersuchung der Rolle des FC Phönix im NS-Staat steht allerdings noch aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1934 glückte dem ehemaligen Deutschen Meister der Wiederaufstieg in die Gauliga, dann gelang dem Vereinspräsidenten Karl Wegele bis zum Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; die weitgehende finanzielle Sanierung des Vereins. Im Krieg wurde der Spielbetrieb so gut es ging aufrechterhalten und danach in dem von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0037&amp;quot;&amp;gt;Luftangriffen&amp;lt;/lex&amp;gt; weitgehend verschonten Stadion sofort wieder aufgenommen. Phönix spielte zunächst in der obersten Klasse, der Süddeutschen Oberliga, stieg aber schon 1947 in die Landesliga ab und musste 1950 aufgrund geänderter Verbandsstrukturen in der Amateurliga spielen. Dem Verein blieb letztlich nur die Fusion mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1213&amp;quot;&amp;gt;Verein für Bewegungsspiele (VFB) Mühlburg&amp;lt;/lex&amp;gt; zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0976&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix (KSC)&amp;lt;/lex&amp;gt;, wollte er wieder erfolgreich an alte Zeiten anknüpfen. In diese Fusion brachte er die Leichtathletikabteilung unter anderem mit dem Sprinter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1966&amp;quot;&amp;gt;Heinz Fütterer&amp;lt;/lex&amp;gt; und eine erfolgreiche Frauenhandballmannschaft ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218, S. 190-198 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Manfred Koch: Leichtathletik in Karlsruhe. Von den Nationalen Olympischen Spielen bis zum Internationalen Hallenmeeting, in: Ebenda, S. 251-272, S. 258-261; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=PHOE (Zugriff am 28. August 2015).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-1214</title>
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		<updated>2026-09-23T09:41:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* FC Phönix Karlsruhe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:FC Phönix Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-1214.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Spiel zwischen dem Freiburger FC und Phönix Karlsruhe auf dem Freiburger Engländerplatz, 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 559.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-1214_8_SpoA_555a.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Postkarte &amp;quot;Gruß vom Sportplatz K.F.C. Phönix, Karlsruhe&amp;quot;, 1906, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 555.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=FC Phönix Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der FC Phönix Karlsruhe verdankte seine Entstehung im Jahr 1894 der Weigerung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0979&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Turngemeinde&amp;lt;/lex&amp;gt;, eigene Fußballabteilungen zu gründen. Die Mannschaft spielte zunächst auf der Körnerwiese (heute steht dort das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1444&amp;quot;&amp;gt;Lessing-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;), seit 1896 dann auf dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0646&amp;quot;&amp;gt;Engländerplatz&amp;lt;/lex&amp;gt;.  Iin dieser Zeit spielten in der Regel die Karlsruher Realschüler beim FC Phönix, die Gymnasiasten beim zweiten Erfolgsclub &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins&amp;lt;/lex&amp;gt;. Entscheidenden Anteil an der Konsolidierung und dem Aufstieg des Vereins hatte mit seinem Organisationstalent der Mittelläufer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1162&amp;quot;&amp;gt;Arthur Beier&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1906 sorgte er auch dafür, dass der Verein auf &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2016&amp;quot;&amp;gt;Neureuter&amp;lt;/lex&amp;gt; Gemarkung einen eigenen Fußballplatz, den er gemeinsam mit dem späteren &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadtrat&amp;lt;/lex&amp;gt;  &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2010&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Lang&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte, mit einem Tennisplatz und einem Klubhaus bekam. Der FC Phönix wies eine für die Anfangszeit des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Deutschland durchaus typische bürgerlich-mittelständische Zusammensetzung mit einem starken Schüleranteil auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte 1909 wurde Phönix mit Arthur Beier als Trainer Deutscher Meister gegen Viktoria Berlin. Die Meistermannschaft spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Otto Michaelis&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1184&amp;quot;&amp;gt;Ernst Karth&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Robert Neumaier&amp;lt;/lex&amp;gt; - &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1184&amp;quot;&amp;gt;Karl Robert Heger&amp;lt;/lex&amp;gt;, Arthur Beier; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2211&amp;quot;&amp;gt;Karl Schweinshaut&amp;lt;/lex&amp;gt; – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0528&amp;quot;&amp;gt;Karl Wegele&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0518&amp;quot;&amp;gt;Otto Reiser&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2212&amp;quot;&amp;gt;Hermann Leibold&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2197&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Noë&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0516&amp;quot;&amp;gt;Emil Oberle&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit Wegele, Oberle, Neumaier und Otto Reiser brachte der Verein vier Nationalspieler hervor, wobei Oberle und Neumaier der Mannschaft angehörten, die 1909 den ersten Länderspielsieg einer deutschen Fußballnationalmannschaft mit 1:0 gegen die Schweiz am am 4. April in Karlsruhe errang. Trotz der 1912 erfolgten Fusion mit dem FC Alemannia, der ebenfalls noch vor der Jahrhundertwende gegründet worden war, zum Karlsruher FC Phönix (Phönix-Alemannia) blieben weitere Erfolge aus. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verlor der Verein 59 Mitglieder, darunter den Kapitän der Meistermannschaft und Ehrenspielführer Arthur Beier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Phönixplatz spielte der FC Phönix bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges, im Oktober 1914 turnte dort schon der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0981&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Männerturnverein&amp;lt;/lex&amp;gt; (MTV). Der FC Phönix musste den Spielbetrieb vorerst einstellen und war nun zur Aufgabe des Sportplatzes gezwungen. Die Frage nach einem geeigneten Ersatz blieb bis Anfang der 1920er-Jahre ungelöst. Seit dem Sommer 1919 durfte der Verein immerhin auf dem Platz der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0909&amp;quot;&amp;gt;Technischen Hochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; im &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0730&amp;quot;&amp;gt;Fasanengarten&amp;lt;/lex&amp;gt; spielen. Erst 1922 bekam Phönix dann vom Land den Platz im Wildpark pachtweise für 50 Jahre überlassen, auf dem 1922/23 das erste &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1243&amp;quot;&amp;gt;Wildparkstadion&amp;lt;/lex&amp;gt; entstand. Dort fanden auch erste Frauenhandballspiele statt. Trotz des neuen Stadions waren die Jahre 1924-1932 fußballerisch aber Jahre des Misserfolgs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 1909 bestehende und nach der Fusion mit dem FC Alemannia von Arthur Beier geleitete &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletik&amp;lt;/lex&amp;gt;abteilung war besonders in den 1920er-Jahren durch ihre starken Sportler und Sportlerinnen bekannt, unter anderen wurden &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1032&amp;quot;&amp;gt;Alex Nathan&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1224&amp;quot;&amp;gt;Otto Faist&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1226&amp;quot;&amp;gt;Kurt von Rappard&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1225&amp;quot;&amp;gt;Robert Suhr&amp;lt;/lex&amp;gt; 1926 Deutscher Meister über 4x100 Meter, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0504&amp;quot;&amp;gt;Gertrud Gladitsch&amp;lt;/lex&amp;gt; war 1927 Weltrekordlerin über 100 Meter und im Weitsprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; 1933 gehörte der FC Phönix zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Bis auf den im Ersten Weltkrieg gefallenen Artur Beier und Wilhelm Noë schlossen sich alle Spieler der Meistermannschaft schlossen sich nun oder in den folgenden Jahren der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; an, darunter der amtierende Vereisnpräsident Karl Wegele. Eine detaillierte Untersuchung der Rolle des FC Phönix im NS-Staat steht allerdings noch aus. &lt;br /&gt;
Im Jahr 1934 glückte dem ehemaligen Deutschen Meister der Wiederaufstieg in die Gauliga, dann gelang dem Vereinspräsidenten Karl Wegele bis zum Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; die weitgehende finanzielle Sanierung des Vereins. Im Krieg wurde der Spielbetrieb so gut es ging aufrechterhalten und danach in dem von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0037&amp;quot;&amp;gt;Luftangriffen&amp;lt;/lex&amp;gt; weitgehend verschonten Stadion sofort wieder aufgenommen. Phönix spielte zunächst in der obersten Klasse, der Süddeutschen Oberliga, stieg aber schon 1947 in die Landesliga ab und musste 1950 aufgrund geänderter Verbandsstrukturen in der Amateurliga spielen. Dem Verein blieb letztlich nur die Fusion mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1213&amp;quot;&amp;gt;Verein für Bewegungsspiele (VFB) Mühlburg&amp;lt;/lex&amp;gt; zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0976&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix (KSC)&amp;lt;/lex&amp;gt;, wollte er wieder erfolgreich an alte Zeiten anknüpfen. In diese Fusion brachte er die Leichtathletikabteilung unter anderem mit dem Sprinter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1966&amp;quot;&amp;gt;Heinz Fütterer&amp;lt;/lex&amp;gt; und eine erfolgreiche Frauenhandballmannschaft ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218, S. 190-198 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Manfred Koch: Leichtathletik in Karlsruhe. Von den Nationalen Olympischen Spielen bis zum Internationalen Hallenmeeting, in: Ebenda, S. 251-272, S. 258-261; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=PHOE (Zugriff am 28. August 2015).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-1214</title>
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		<updated>2026-09-23T09:26:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* FC Phönix Karlsruhe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:FC Phönix Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-1214.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Spiel zwischen dem Freiburger FC und Phönix Karlsruhe auf dem Freiburger Engländerplatz, 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 559.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-1214_8_SpoA_555a.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Postkarte &amp;quot;Gruß vom Sportplatz K.F.C. Phönix, Karlsruhe&amp;quot;, 1906, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 555.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=FC Phönix Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der FC Phönix Karlsruhe verdankte seine Entstehung im Jahr 1894 der Weigerung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0979&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Turngemeinde&amp;lt;/lex&amp;gt;, eigene Fußballabteilungen zu gründen. Die Mannschaft spielte zunächst auf der Körnerwiese (heute steht dort das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1444&amp;quot;&amp;gt;Lessing-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;), seit 1896 dann auf dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0646&amp;quot;&amp;gt;Engländerplatz&amp;lt;/lex&amp;gt;.  Iin dieser Zeit spielten in der Regel die Karuher Realscüler beim FC Phönix, die Gymnasiasten beim KFV Entscheidenden Anteil an der Konsolidierung und dem Aufstieg des Vereins hatte mit seinem Organisationstalent der Mittelläufer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1162&amp;quot;&amp;gt;Arthur Beier&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1906 sorgte er auch dafür, dass der Verein auf &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2016&amp;quot;&amp;gt;Neureuter&amp;lt;/lex&amp;gt; Gemarkung einen eigenen Fußballplatz, den er gemeinsam mit dem späteren &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadtrat&amp;lt;/lex&amp;gt;  &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2010&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Lang&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte, mit einem Tennisplatz und einem Klubhaus bekam. Der FC Phönix wies eine für die Anfangszeit des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Deutschland durchaus typische bürgerlich-mittelständische Zusammensetzung mit einem starken Schüleranteil auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte 1909 wurde Phönix mit Arthur Beier als Trainer Deutscher Meister gegen Viktoria Berlin. Die Meistermannschaft spielte in folgender Aufstellung: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Otto Michaelis&amp;lt;/lex&amp;gt; – Ernst Karth, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0514&amp;quot;&amp;gt;Robert Neumaier&amp;lt;/lex&amp;gt; - Karl Robert Heger, Arthur Beier; Karl Schweinshaut – &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0528&amp;quot;&amp;gt;Karl Wegele&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0518&amp;quot;&amp;gt;Otto Reiser&amp;lt;/lex&amp;gt;, Hermann Leibold, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2197&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Noë&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0516&amp;quot;&amp;gt;Emil Oberle&amp;lt;/lex&amp;gt;. Mit Wegele, Oberle, Neumaier und Otto Reiser brachte der Verein vier Nationalspieler hervor, wobei Oberle und Neumaier der Mannschaft angehörten, die 1909 den ersten Länderspielsieg einer deutschen Fußballnationalmannschaft mit 1:0 gegen die Schweiz am am 4. April in Karlsruhe errang. Trotz der 1912 erfolgten Fusion mit dem FC Alemannia, der ebenfalls noch vor der Jahrhundertwende gegründet worden war, zum Karlsruher FC Phönix (Phönix-Alemannia) blieben weitere Erfolge aus. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verlor der Verein 59 Mitglieder, darunter den Kapitän der Meistermannschaft und Ehrenspielführer Arthur Beier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Phönixplatz spielte der FC Phönix bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges, im Oktober 1914 turnte dort schon der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0981&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Männerturnverein&amp;lt;/lex&amp;gt; (MTV). Der FC Phönix musste den Spielbetrieb vorerst einstellen und war nun zur Aufgabe des Sportplatzes gezwungen. Die Frage nach einem geeigneten Ersatz blieb bis Anfang der 1920er-Jahre ungelöst. Seit dem Sommer 1919 durfte der Verein immerhin auf dem Platz der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0909&amp;quot;&amp;gt;Technischen Hochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; im &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0730&amp;quot;&amp;gt;Fasanengarten&amp;lt;/lex&amp;gt; spielen. Erst 1922 bekam Phönix dann vom Land den Platz im Wildpark pachtweise für 50 Jahre überlassen, auf dem 1922/23 das erste &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1243&amp;quot;&amp;gt;Wildparkstadion&amp;lt;/lex&amp;gt; entstand. Dort fanden auch erste Frauenhandballspiele statt. Trotz des neuen Stadions waren die Jahre 1924-1932 fußballerisch aber Jahre des Misserfolgs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 1909 bestehende und nach der Fusion mit dem FC Alemannia von Arthur Beier geleitete &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletik&amp;lt;/lex&amp;gt;abteilung war besonders in den 1920er-Jahren durch ihre starken Sportler und Sportlerinnen bekannt, unter anderen wurden &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1032&amp;quot;&amp;gt;Alex Nathan&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1224&amp;quot;&amp;gt;Otto Faist&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1226&amp;quot;&amp;gt;Kurt von Rappard&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1225&amp;quot;&amp;gt;Robert Suhr&amp;lt;/lex&amp;gt; 1926 Deutscher Meister über 4x100 Meter, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0504&amp;quot;&amp;gt;Gertrud Gladitsch&amp;lt;/lex&amp;gt; war 1927 Weltrekordlerin über 100 Meter und im Weitsprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; 1933 gehörte der FC Phönix zu den Vereinen, die gleich bereit waren, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; auszuschließen. Auffällig viele Spieler der Meistermannschaft schlossen sich nun oder in den folgenden Jahren der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt; an. Im Jahr 1934 glückte aber der Wiederaufstieg in die Gauliga, dann gelang dem Vereinspräsidenten Karl Wegele bis zum Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; die weitgehende finanzielle Sanierung des Vereins. Im Krieg wurde der Spielbetrieb so gut es ging aufrechterhalten und danach in dem von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0037&amp;quot;&amp;gt;Luftangriffen&amp;lt;/lex&amp;gt; weitgehend verschonten Stadion sofort wieder aufgenommen. Phönix spielte zunächst in der obersten Klasse, der Süddeutschen Oberliga, stieg aber schon 1947 in die Landesliga ab und musste 1950 aufgrund geänderter Verbandsstrukturen in der Amateurliga spielen. Dem Verein blieb letztlich nur die Fusion mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1213&amp;quot;&amp;gt;Verein für Bewegungsspiele (VFB) Mühlburg&amp;lt;/lex&amp;gt; zum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0976&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix (KSC)&amp;lt;/lex&amp;gt;, wollte er wieder erfolgreich an alte Zeiten anknüpfen. In diese Fusion brachte er die Leichtathletikabteilung unter anderem mit dem Sprinter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1966&amp;quot;&amp;gt;Heinz Fütterer&amp;lt;/lex&amp;gt; und eine erfolgreiche Frauenhandballmannschaft ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, hrsg. vom Stadtarchiv Karlsruhe durch Ernst Otto Bräunche und Volker Steck, Karlsruhe 2006, S. 168-218, S. 190-198 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28); Manfred Koch: Leichtathletik in Karlsruhe. Von den Nationalen Olympischen Spielen bis zum Internationalen Hallenmeeting, in: Ebenda, S. 251-272, S. 258-261; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=PHOE (Zugriff am 28. August 2015).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0499&amp;diff=599268</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0499</title>
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		<updated>2026-09-23T09:23:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Max Breunig */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Max Breunig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Breunig_Max_8_SpoA_5316_Ausschnitt.jpg|200px|thumb|left|Max Breunig, Ausschnitt aus einem Mannschaftsfoto des KFV von 1911, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5316.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Max Breunig=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bankkaufmann, Fußballnationalspieler und -trainer,  * 12. November 1888 Stein, † 4. Juli 1961 Pforzheim, ∞ 1925 Emma Bosch. &lt;br /&gt;
                                                                             &lt;br /&gt;
Max Breunig war 1910 der Kapitän und Torschütze der Meistermannschaft des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt;. In der Nationalmannschaft schoss er allerdings in neun Spielen nur ein Tor. Der wegen seines strammen Torschusses gefürchtete Mittelläufer wuchs in Karlsruhe nahe dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0646&amp;quot;&amp;gt;Engländerplatz&amp;lt;/lex&amp;gt; auf, sein Vater war Hausmeister der benachbarten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0900&amp;quot;&amp;gt;Baugewerkeschule&amp;lt;/lex&amp;gt;. Zunächst schloss er sich als Realschüle einer Jugendmannschaft des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; an.  Die Realschüler spielten in dieser Zeit in der Regel beim FC Phönix, die Gymnasiasten  beim KFV, zu dem Breunig 1905  KFV wechselte, zu dessen erster Mannschaft nun  zählte. Der 1909 zum KFV gewechselte William Townley stellte den Verteidiger Breunig auf die zentrale Mittelfeldposition , auf der er fortan  mit großem Erfolg spielte und das Endspiel 1910 gegen Holstein Kiel in der Verlängerung mit einem verwandelten Elfmeter entschied, nachdem er noch in der regulären Spielzeit einen Elfmter verschossen hatte. Im Jahr 1913 wechselte Breunig zum 1. FC Pforzheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Breunig gehörte darüber hinaus auch zur KFV-&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0028&amp;quot;&amp;gt;Leichtathletik&amp;lt;/lex&amp;gt;abteilung mit Erfolgen in den Wurfdisziplinen, im Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen sowie im Kugelstoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; erlitt er eine Verwundung, die letztlich das Ende seiner Fußballerkarriere bedeutete, nachdem er 1918/19 noch einmal kurz für den KFV gespielt hatte. Dem Fußball blieb er aber verbunden, da er nun eine erfolgreiche Trainerkarriere begann. 1919 bis 1921 trainierte er den FC Pforzheim, 1921 wurde er Ehrenspielführer und Trainer des KFV. Er führte den Verein zur Kreismeisterschaft, ehe er 1922 zum FC Basel wechselte. 1924 ging er zu 1860 München, wo er bis 1928 und wieder von 1930 bis 1934 als Trainer tätig war. 1928 bis 1930 war er Trainer des Rasensportverbandes Groß-Köln. 1934/1935 trainierte er kurz den FC Pforzheim, 1935 bis 1937 folgte eine Trainerstation beim VFR Mannheim, 1937/1938 wurde Breunig Trainer von Wacker München. Danach zog er nach Würzburg, von wo aus er 1941 nach Karlsruhe zurückkam, um  wieder den KFV bis 1943 und nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; von 1946 bis 1948 zu trainieren. 1943 bis 1945 arbeitete er bei den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1465&amp;quot;&amp;gt;Stadtwerken Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt;. Unmittelbar nach dem Krieg trainierte er bis Juni 1946 für ein Jahr den FC Phönix.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Breunig musste sich nach dem Krieg einem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0099&amp;quot;&amp;gt;Entnazifizierungsverfahren&amp;lt;/lex&amp;gt; unterziehen, da er im Mai 1933 Mitglied der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)&amp;lt;/lex&amp;gt; geworden war. Außerdem wurde er 1933 noch Mitglied des NS-Lehrerbundes, 1934 der Deutschen Arbeitsfront (DAF), 1935 der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1803&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)&amp;lt;/lex&amp;gt; und 1940 des NS-Flieger-Korps (NSFK). Nachdem zunächst die Einstufung als Belasteter beantragt war, stufte ihn die Spruchkammer letztlich als Mitläufer ein. Breunig gab an, dass er 1933 gezwungen gewesen sei, Parteimitglied zu werden, da er sonst seine Anstellung als Trainer von 1860 München verloren hätte, und dass er nie im Sinne der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;NS-Ideologie&amp;lt;/lex&amp;gt; aufgetreten sei. Tatsächlich war Breunigs Vertrag bei 1860 München  im April 1933 um ein weiteres Jahr verlängert worden, es liefen also Vertragsverhandlungen, in denen er unter Druck hätte gesetzt werden können. Entscheidend für das Urteil war wohl, dass er prominente Entlastungszeugen hatte, die bestätigten, dass er kein überzeugter   und aktiver Nationalsozialist gewesen sei, darunter der langjährige Parteisekretär des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0339&amp;quot;&amp;gt;Zentrums&amp;lt;/lex&amp;gt; und aktuelle Herausgeber der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1145&amp;quot;&amp;gt;Badischen Neuesten Nachrichten (BNN)&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0031&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Baur&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheiratet war der Bankkaufmann und Fußballlehrer Max Breunig mit Emma Bosch, der Schwester seines 1916 gefallenen Mitspielers &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0839&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bosch&amp;lt;/lex&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2011/2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==  &lt;br /&gt;
GLA 465h 8788; Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/topic/view/7756828 (Zugriff am 26. August 2025), u. a.  Badische Neueste Nachrichten (BNN) vom 12.November 1958.         &lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Ernst Otto Bräunche und Volker Steck (Hrsg.): Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, Karlsruhe 2006, S. 168-218, S. 185 f. (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-3034&amp;diff=599267</id>
		<title>De:Lexikon:top-3034</title>
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		<updated>2026-09-13T17:52:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Zeppelinstraße */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Zeppelinstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:top-3034_2.jpg|200px|thumb|left|Die Gaststätte &amp;quot;Lokalbahn&amp;quot; in der Zeppelinstraße 17, 1977, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A33/144/2/35.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Zeppelinstraße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1909 nach dem Luftschiffkonstrukteur Ferdinand Graf von Zeppelin im Zuge der Eingemeindung von &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1022&amp;quot;&amp;gt;Grünwinkel&amp;lt;/lex&amp;gt; benannte Zeppelinstraße, davor Kreisstraße,  beginnt als Fortsetzung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1624&amp;quot;&amp;gt;Kriegsstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; nach der Kreuzung der Kriegsstraße mit der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2700&amp;quot;&amp;gt;Südtangente&amp;lt;/lex&amp;gt;. Sie überquert in einem Bogen den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1759&amp;quot;&amp;gt;Bahnhof Karlsruhe West&amp;lt;/lex&amp;gt; auf der Grünwinkler Brücke uennand verläuft weiter nach Westen über die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0570&amp;quot;&amp;gt;Durmersheimer Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; und nach Querung des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0079&amp;quot;&amp;gt;Albgrüns&amp;lt;/lex&amp;gt; mit einer Brücke zur &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0580&amp;quot;&amp;gt;Eckenerstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, wo sie in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0507&amp;quot;&amp;gt;Daxlander Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; übergeht. Parallel zur Brücke am Westbahnhof verläuft die Zeppelinstraße auch ebenerdig mit zwei Richtungsfahrbahnen von der Kreuzung mit der Südtangente bis zur Bahnstrecke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nebenstraßen nach der Grünwinkler Brücke sind die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0843&amp;quot;&amp;gt;Fritz-Haber-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1097&amp;quot;&amp;gt;Hardeckstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2974&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm-Tell-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1584&amp;quot;&amp;gt;Koelreuterstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, Durmersheimer Straße, sowie  nach dem Albgrün die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1597&amp;quot;&amp;gt;Konradin-Kreutzer-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0789&amp;quot;&amp;gt;Franz-Abt-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0395&amp;quot;&amp;gt;Boettgestraße&amp;lt;/lex&amp;gt;. Diese drei sind Teil der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0041&amp;quot;&amp;gt;Albsiedlung&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn liegen an der Zeppelinstraße Büro- und Gewerbebauten. Nach der Hardeckstraße folgt an der Nordseite bis zur Durmersheimer Straße freistehende Wohnhäuser und an der Südseite liegt das frühere Areal der Firma &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0173&amp;quot;&amp;gt;Sinner AG&amp;lt;/lex&amp;gt;. Nach der Durmersheimer Straße folgt beidseitig eine Wohnbebaung. Beim Feuerwehrhaus in der Zeppelinstraße 56 führen nach Norden und Süden Verbindungen zur Albuferbebauung.  Haus Nr. 3,  ein ehemaliges Wohnhaus für Angestellte der früheren Textilfabrik &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0026&amp;quot;&amp;gt;Vogel und Schnurmann&amp;lt;/lex&amp;gt;, steht unter Denkmalschutz. Das Haus, das ursprünglich mit einem Wasserturm versehen war, beherbergt heute Wohnungen. Es wurde 1907 nach Plänen des Architekten &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0668&amp;quot;&amp;gt;Ludwig Levy&amp;lt;/lex&amp;gt; für den Fabrikanten Levy Vogel erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Gebäude unter Denkmalschutz steht in der Zeppelinstraße 17. Es ist das frühere Gasthaus Lokalbahn, heute das Lokal Braustüberl &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0132&amp;quot;&amp;gt;Hatz-Moninger&amp;lt;/lex&amp;gt;. Das Erdgeschoss besteht aus Bruchsteinmauerwerk und ist mit steinernen Fensterkreuzen versehen. Das Obergeschoss ist verputzt und hat gotisierende Fensterumrahmungen. Das Dach setzt sich zusammen aus verschiedenen Krüppelwalmdächern am Giebel und an den Dachfenstern. Es wurde ab 1894 in zwei Etappen erbaut. Den ursprünglichen Namen erhielt das Gasthaus, da unmittelbar daneben der Grünwinkler Bahnhof der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0276&amp;quot;&amp;gt;Lokalbahn Karlsruhe-Durmersheim&amp;lt;/lex&amp;gt; lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeppelinstraße 54c  befindet sich ein ehemaliger Bierkeller der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0135&amp;quot;&amp;gt;Seldeneck‘schen Brauerei&amp;lt;/lex&amp;gt; in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1955&amp;quot;&amp;gt;Mühlburg&amp;lt;/lex&amp;gt;. Es ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Schopfwalm vom Anfang des 19. Jahrhunderts und wurde 1921 durch &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0194&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Beichel&amp;lt;/lex&amp;gt; vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1017&amp;quot;&amp;gt;Städtischen Hochbauamt&amp;lt;/lex&amp;gt; zum Wohnhaus mit Wohnungen im Erd- und Obergeschoss umgebaut. 1985 wurde es modernisiert und mit Dachgauben versehen und steht ebenfalls unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 209 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?suchstring=Zeppelinstra%C3%9Fe&amp;amp;Suche+starten=Suche+starten (Zugriff am 7. August 2018).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0809&amp;diff=599266</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0809</title>
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		<updated>2026-09-13T17:20:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Stadtbibliothek */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Stadtbibliothek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0809_1.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Die Stadtbücherei am Rondellplatz, 1941, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVe 210.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0809_2.jpg|200px|thumb|left|Plakat Wiedereröffnung der Städtischen Volksbücherei und Lesehalle Karlsruhe, 1946, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS X 2771.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0809_3.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Neuer Omnibus für die Autobücherei, 18. März 1964, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A11/49/3/2.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Stadtbibliothek Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegründet wurde die Stadtbibliothek am 30. Juni 1921 mit dem Auftrag, sich an das &amp;quot;Volk in weitestem Sinne&amp;quot; zu wenden und eine &amp;quot;Sammlung guten Schrifttums unterhaltenden und belehrenden Inhalts … zu größtmöglicher Benutzbarkeit frei und leicht zugänglich&amp;quot; zu machen. Damit knüpfte die Stadtbibliothek an die Intentionen des 1871 gegründeten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1347&amp;quot;&amp;gt;Männerhilfsvereins&amp;lt;/lex&amp;gt; vom Roten Kreuz zur Volksbildung an, aus dessen Bibliothek 9.000 Bücher übernommen wurden. Außerdem kamen weitere verschiedene Vereinsbibliotheken, die Stadtratsbibliothek und die Bibliothek des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0806&amp;quot;&amp;gt;Stadtarchivs&amp;lt;/lex&amp;gt; in den Bestand der Volksbücherei, wie die Stadtbibliothek zunächst hieß. Ebenfalls in der neuen Stadtbücherei gingen die von dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0420&amp;quot;&amp;gt;Verein Volksbildung&amp;lt;/lex&amp;gt; unterhaltenen städtischen Lesehallen auf, deren erste 1901 zunächst in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3021&amp;quot;&amp;gt;Zähringerstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 100 eingerichtet worden war. Die zweite folgte 1907 in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1853&amp;quot;&amp;gt;Marienstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;/Ecke &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0274&amp;quot;&amp;gt;Bahnhofstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; in einem ausgesprochenen Arbeiterviertel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der neuen städtischen Einrichtung in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1459&amp;quot;&amp;gt;Karl-Friedrich-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; 21 wurde am 26. Juni 1922 mit der Ausleihe begonnen, zunächst aber noch ohne Lesesaal und nur mit der Unterhaltungsliteratur, da die Räumlichkeiten in dem repräsentativen Haus am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3109&amp;quot;&amp;gt;Rondellplatz&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht alle rechtzeitig fertig geworden waren. Die Zahl der Ausleihen stieg von 36.000 im Jahr 1922 auf 116.091 im Jahr 1930. Damit war die damals größte badische städtische Volksbücherei in dem zwar repräsentativen, aber räumlich beengten Gebäude am Rondellplatz an Grenzen gekommen. So beschloss der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadtrat&amp;lt;/lex&amp;gt; den Umzug in neue Räume im Westteil des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1703&amp;quot;&amp;gt;alten Bahnhofs&amp;lt;/lex&amp;gt; an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1624&amp;quot;&amp;gt;Kriegsstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, die am 18. April 1932 eröffnet wurden. Mit dem Umzug war auch eine Umstellung von der bisherigen Freihandaufstellung der Bücher auf ein Bestellsystem verbunden. Erstmals wurden sogenannte Stoffkreiskataloge zusammengestellt, um den Besucherinnen und Besuchern die Auswahl zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die Nationalsozialisten war die Volksbücherei im Blickfeld der neuen Machthaber, da die Nationalsozialisten zugleich deren Bedeutung für die eigenen Ziele und die Propaganda zum Aufbau einer auf die NS-Ideologie ausgerichteten Volksgemeinschaft erkannt hatten. Die Stadtbibliothek wurde auf der Grundlage der schwarzen Liste &amp;quot;gesäubert&amp;quot; und in einem ersten Schritt 564 Bücher entfernt, die vermutlich am 17. Juni bei der öffentlichen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0213&amp;quot;&amp;gt;Bücherverbrennung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0998&amp;quot;&amp;gt;Schlossplatz&amp;lt;/lex&amp;gt; verbrannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstärkt wurde die Volksbücherei 1938, als mit der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0214&amp;quot;&amp;gt;Eingemeindung&amp;lt;/lex&amp;gt; der Stadt &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; zum 1. April 1938 die dortige Volksbücherei mit der Karlsruher - nun Hauptstelle - zusammengelegt wurde. Noch in demselben Jahr wurden &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; vom Besuch der Stadtbüchereien ausgeschlossen. Nach Kriegsbeginn im September 1939 wurden diese geschlossen, man lieferte aber Bücher an die aus Karlsruhe Evakuierten nach Mosbach, Waldkatzenbach und Neckarelz. Der Betrieb konnte mit der Rückkehr der Evakuierten rasch wiedereröffnet und bis zum 4. Dezember 1944 aufrecht gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Stadt Karlsruhe am 4. April 1945 von französischen Truppen befreit worden war, begann relativ rasch die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0099&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Entnazifizierung&amp;quot;&amp;lt;/lex&amp;gt; der Buchbestände. Es dauerte aber bis zum 4. Februar 1946, bis die Stadtbücherei für die Öffentlichkeit wieder geöffnet war. Dauerhaft im alten Bahnhof konnte die Bücherei nach mehreren Schließungen und Umzügen erst im April 1947 bleiben. Angesichts der dem Andrang auf Dauer nicht gewachsenen Räumlichkeiten beschloss der Gemeinderat am 24. Oktober 1956, die Bücherei im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0266&amp;quot;&amp;gt;Sparkassengebäude&amp;lt;/lex&amp;gt; am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3108&amp;quot;&amp;gt;Marktplatz&amp;lt;/lex&amp;gt; unterzubringen. Nach baubedingten Verzögerungen begann am 2. März 1960 die Ausleihe im neuen Haus. Von dort aus wurde auch der Bücherbus bedient, der seit dem 5. Mai 1956 in die Stadtteile fuhr. Nach wie vor gab es nur die zur Volksbücherei gehörige Zweigstelle Durlach. Die kurzzeitig als Zweigstelle im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0284&amp;quot;&amp;gt;Adressbuch&amp;lt;/lex&amp;gt; aufgeführte &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1937&amp;quot;&amp;gt;Deutsch-amerikanische Bibliothek&amp;lt;/lex&amp;gt; im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1796&amp;quot;&amp;gt;Rathaus West&amp;lt;/lex&amp;gt; ging 1960 in den Bestand Fremdsprachenbüceherei der Stadtbibliothek über. Erst 1964 wurde im Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1955&amp;quot;&amp;gt;Mühlburg&amp;lt;/lex&amp;gt; eine weitere Zweigstelle eröffnet, in den 1970-er Jahren kamen mit den Eingemeindungen von &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1002&amp;quot;&amp;gt;Grötzingen&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2016&amp;quot;&amp;gt;Neureut&amp;lt;/lex&amp;gt; zwei weitere hinzu. 1988 erhielt die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2859&amp;quot;&amp;gt;Waldstadt&amp;lt;/lex&amp;gt; die zweite von der Stadt unabhängig von Eingemeindungen begründete Zweigstelle. &lt;br /&gt;
Als die amerikanischen Truppen 1994 Karlsruhe verließen, entstand in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2045&amp;quot;&amp;gt;Nordstadt&amp;lt;/lex&amp;gt; die  &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1237&amp;quot;&amp;gt;Amerikanische Bibliothek&amp;lt;/lex&amp;gt;, die nicht zueletzt durch den Einsatz eines Freundeskreises schließlich zu einetr weiteren Zweigstelle wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1981 war die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1236&amp;quot;&amp;gt;Jugendbibliothek&amp;lt;/lex&amp;gt; im neuen städtischen Kulturzentrum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1241&amp;quot;&amp;gt;Prinz-Max-Palais&amp;lt;/lex&amp;gt; eröffnet worden, womit die nicht nur aus bibliothekarischer Sicht eigentlich erforderliche Anbindung an die Hauptbibliothek bis heute unterbrochen wurde. Dieser Mangel wurde auch 1993 mit dem Neubau der Stadtbibliothek im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1356&amp;quot;&amp;gt;Neuen Ständehaus&amp;lt;/lex&amp;gt; nicht behoben. Das auf dem Restgrundstück des ehemaligen Badischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1355&amp;quot;&amp;gt;Ständehauses&amp;lt;/lex&amp;gt; errichtete Gebäude verfügte nicht über den erforderlichen Platz für eine große Zentralbibliothek mit Kinderbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadtbibliothek unterhält 2015 eine Informationsplattform mit freiem Zugang zu E-Medien, Datenbanken und Online-Beratung, bietet erste Sprachförderung bereits für Kleinkinder in Krabbelgruppen, Leseförderung für Vorschul- und Schulkinder, Schulungen für Erwachsene zum Erwerb individueller Informationskompetenz, modulare Bibliothekskurse für Schulklassen, Lesungen und Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Internet- und E-Learning-Kurse, hohe Aufenthaltsqualität und offene Lernorte. Die Zentrale im Neuen Ständehaus bietet heute noch ein traditionelles Lesecafé, in dem Interessierte kostenlos eine große Auswahl gedruckter Zeitungen lesen können. 2014 konnten mehr als 840.000 Besuche gezählt werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche/Andrea Krieg 2015/2024&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
https://stadtbibliothek.karlsruhe.de/ (Zugriff am 30. September 2022).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche/Andrea Krieg: Stadtbibliothek Karlsruhe - von der Volksbildung zur Generation E-Book, in: Karlsruhe - aufgefächert: Aspekte und Perspektiven der Kultur und der Stadt, hrsg. von Heinrich Hauß, Freiburg 2015, S. 230-238 (= Badische Heimat, Jg. 95, H. 1 / 2).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Stadtlexikon:Institutionen&amp;diff=599265</id>
		<title>De:Stadtlexikon:Institutionen</title>
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		<updated>2026-09-13T17:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Institutionen S */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Institutionen}}&lt;br /&gt;
=Institutionen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:8_PBS_XIVe_119.jpg|200px|thumb|right|&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0195&amp;quot;&amp;gt;Bielefeld’s Hofbuchhandlung&amp;lt;/lex&amp;gt;, vor 1886, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS XIVe 119.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:8_PBS_XIVe_124.jpg|200px|thumb|right|&amp;lt;small&amp;gt;Restaurationsbetrieb &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0296&amp;quot;&amp;gt;Zum Moninger&amp;lt;/lex&amp;gt;, nach 1901, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS XIVe 124.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Hier finden Sie Artikel zu folgenden Bereichen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
- Wirtschaftsunternehmen vom Industriebetrieb bis zur Gastwirtschaft&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
- Vereine, Verbände, Parteien, Stiftungen und ihre Einrichtungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
- Religionsgemeinschaften und ihre Einrichtungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
- Öffentliche Einrichtungen von Stadt, Land und Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da diese Institutionen im Laufe der Zeit teilweise ihre Namen geändert haben, sind die Artikel unter dem aktuellen Namen zu finden. Ehemalige bekanntere Namen sind als Verweise aufgenommen. Nur in Einzelfällen finden sich bei Namenswechseln bedeutender Institutionen zwei Artikel. Dort wird jeweils auf den Nachfolge- bzw. Vorgängerartikel hingewiesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um das rasche Auffinden der Artikel zu erleichtern, finden sich im Register Firmen unter dem zentralen Bestandteil ihres Namens, zum Beispiel das Gasthaus Zum Weißen Berg unter &amp;quot;Weißer Berg&amp;quot; oder die Parfümerie- und Toilettenseifenfabrik Wolff &amp;amp; Sohn unter &amp;quot;Wolff &amp;amp; Sohn, Parfümerie- und Toilettenseifenfabrik&amp;quot;. Die vollständigen Namen finden sich in der Überschrift der Artikel.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen 0-9===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0654|1. Große Karnevalsgesellschaft Durlach (GroKaGe) 1908]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen A===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1623|Adolf-Ehrmann-Bad]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0913|Akademie der älteren Generation]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1302|Albkapelle Grünwinkel]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0270|Albtal-Verkehrs-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1561|Albtalbahnhof]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1896|Alldeutscher Verband]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0954|Allgemeiner Sportverein (ASV) Durlach 1902]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0955|Allgemeiner Sportverein (ASV) Karlsruhe-Hagsfeld 1907]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1083|Almosenpfleger]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1703|Alter Bahnhof]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1358|Alter Friedhof]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0860|Amerika-Haus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1434|Amtsgefängnis I]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1541|Amtsgefängnis Rathaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1732|Anne-Frank-Haus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1685|Anne-Frank-Schule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0915|Architektonische Zeichenschule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1845|Architekturbüro Arthur Brunisch &amp;amp; Fritz Heidt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1931|Archivkommission]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0145|Arnold Biber AG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1649|Artilleriekaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1255|Auferstehungskirche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0002|Aufräumungs-Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe (AAK)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0272|Ausbesserungswerk]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1805|AZ Badische Abendzeitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen B===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0080|Bachert, Glockengießerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0485|Bachverein/Bachchor Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0043|Badenia-Verlag und Druckerei AG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0661|Badenia, Karnevalsgesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1626|Badenwacht]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0054|Badenwerk]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0846|Badisch Bühn]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0254|Badische Bank]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0255|Badische Beamtenbank]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0808|Badische Landesbibliothek]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1144|Badische Landeszeitung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1847|Badische Landpost]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0017|Badische Lederwerke]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0115|Badische Maschinenfabrik Durlach (BMD)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0144|Badische Munitionsfabrik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1145|Badische Neueste Nachrichten (BNN)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1147|Badische Presse]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0738|Badische Volkspartei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1148|Badische Volkszeitung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1151|Badische Zeitung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1153|Badischer Beobachter]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0723|Badischer Frauenverein]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0948|Badischer Fußballverband]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1676|Badischer Hof Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1155|Badischer Landesbote]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0949|Badischer Sportbund Nord]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1022|Badisches Konservatorium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0821|Badisches Landesmuseum]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1099|Badisches Landespolizeiamt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0845|Badisches Staatstheater]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1549|Badisches Trainbataillon Nr. 14]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1604|Bahnhof Mühlburg]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1704|Bankhaus Baer &amp;amp; Elend]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1677|Bankhaus Ignaz Ellern]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1756|Basketball-Gemeinschaft (BG) Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1860|Basketballclub Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1405|Bauschule Friedrich Weinbrenner]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1085|Bettelvogt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1086|Bezirksamt Karlsruhe, Großherzogliches]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0644|Bezirksverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Karlsruhe (BBK)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0195|Bielefeld’s Hofbuchhandlung und Verlag]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1724|Bijouteriefabrik Oelenheinz]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0058|Billing &amp;amp; Zoller AG für Bau- und Kunsttischlerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1219|Bismarck-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1416|Botanischer Garten]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0197|Braunsche Universitätsbuchhandlung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0305|Brenner, Café]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0198|Breuninger]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1088|Brotwieger]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1015|Bürgerausschuss]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0382|Bürgergemeinschaft Durlach und Aue]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1577|Bürgergemeinschaft Nordweststadt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1663|Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1566|Bürgerverein Beiertheim]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1568|Bürgerverein Bulach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1569|Bürgerverein Daxlanden]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1588|Bürgerverein der Weststadt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1570|Bürgerverein Grünwinkel]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1572|Bürgerverein Knielingen]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1575|Bürgerverein Neureut-Kirchfeld]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1578|Bürgerverein Oberreut]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1583|Bürgerverein Südstadt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1586|Bürgerverein Waldstadt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0678|Bürgerwehr 1848/49]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0404|Bund Königin Luise]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1939|Bund Wiking]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1417|Bundesanwaltschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen C===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0023|C. F. Dürr Textilunternehmen]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0052|C. F. Müller, Hofbuchdruckerei und Verlag]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1674|Café Bauer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0097|Carl Metz Feuerwehrgeräte]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1887|CARL ROTH GmbH und Co. KG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1634|Carl-Benz-Schule (ehemalige Gewerbeschule II)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1531|Carl-Engler-Schule (ehemalige Gewerbeschule IV)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1220|Carl-Hofer-Schule (ehemalige Gewerbeschule III)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1945|Carlsruher Cultur Circel e. V. (CCC)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0306|CDU Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0862|Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe (CCFA)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0027|Chemische Fabrik Rüppurr]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1278|Christkönigskirche in Rüppurr]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1251|Christuskirche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0171|Coca-Cola Karlsruhe (vormals Getränke Troullier)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0291|Colosseum]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0045|Creuzbauer, Kunst-Verlag]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1529|Curjel &amp;amp; Moser, Architekturbüro]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen D===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0167|Dampfmolkerei Karlsruhe, Wilhelm Pfeiffer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1929|Daxlander Schlampen]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1937|Deutsch-Amerikanische Bibliothek]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1949|Deutsche Arbeitsfront (DAF)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0309|Deutsche Demokratische Partei (DDP)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0957|Deutsche Jugendkraft (DJK) Durlach 1924]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0752|Deutsche Vaterlandspartei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0311|Deutsche Volkspartei (DVP)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1869|Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG (DWM)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0992|Deutscher Alpenverein Sektion Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0312|Deutschnationale Volkspartei (DNVP)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1914|Deutschnationaler Handlungsgehilfenverband (DHV)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1911|Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1384|Diakonissenkrankenhaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0201|dm-Drogeriemarkt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0202|Doering Spielwaren]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0040|Dr. Willmar Schwabe GmbH &amp;amp; Co. KG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1647|Dragonerkaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1337|Drogerie Carl Roth]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0904|Duale Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe (DHBW Karlsruhe)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1161|Durlacher Blatt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1508|Durlacher Motorsportclub 1954]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1162|Durlacher Wochenblatt/Durlacher Tagblatt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0003|Dyckerhoff &amp;amp; Widmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen E===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0205|ECE-Center Ettlinger Tor]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0146|Eglau, Brauerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1497|Ehrenbürgerwürde der Stadt Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1496|Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0436|Eiserne Front]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1637|Elektrizitätswerk, Städtisches]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1734|Elisabeth-Selbert-Schule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0694|Elisabethenverein]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0056|EnBW]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1540|Engelbert-Bohn-Schule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0046|Engelhardt &amp;amp; Bauer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1888|Erbprinz, Gasthaus/Hotel zum]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1855|Erich-Kästner-Schule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0951|Erster Durlacher Schwimmverein 1906]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1617|Europabad Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1385|Europäische Schule Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1456|Europahalle]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1332|Evangelische Kirche Grünwettersbach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1331|Evangelische Kirche Hohenwettersbach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1268|Evangelische Kirche Neureut-Nord]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1248|Evangelische Stadtkirche Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1267|Evangelische Stadtkirche St. Stephanus in Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0315|Evangelischer Volksdienst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen F===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1688|Fachschule für Glas-, Fenster- und Fassadenbau]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1227|Fächerbad]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1210|Fahrgastschiff Karlsruhe, Städtisches]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1091|Fass-, Gewichts- und Maßeicher]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0651|Fastnachtsclub Sonnewerbele Durlach 1967]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0065|Fayencemanufaktur]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0961|FC Frankonia]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1211|FC Mühlburg 1905]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1214|FC Phönix Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0317|FDP Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1092|Feldschützer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0130|Fels, Brauereien]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1680|Festausschuss Karlsruher Fastnacht]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1233|Festhalle, Städtische]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1825|Feuerbeschauer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1411|Feuerwehr - Berufsfeuerwehr]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1909|Feuerwehr, Freiwillige]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1420|Fichte-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1766|Flugplatz Forchheim]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1765|Flugplatz Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0964|Flugsportverein 1910 Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1867|Förderverein Karlsruher Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1067|Forschungszentrum Karlsruhe (vormals Kernforschungszentrum Karlsruhe)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0316|Fortschrittliche Volkspartei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1653|Freiherr-von-Forstner-Kaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0517|Freimaurerloge &amp;quot;Leopold zur Treue&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1912|Freiwillige Feuerwehr Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1918|Freiwillige Feuerwehr Mühlburg]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1362|Friedhof Beiertheim]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1363|Friedhof Bulach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1366|Friedhof Durlach-Aue]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1369|Friedhof Grünwinkel]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1373|Friedhof Mühlburg]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1377|Friedhof Nordweststadt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1378|Friedhof Oberreut]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1422|Friedrich-List-Schule (ehemalige Handelsschule I)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1423|Friedrich-Realschule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1711|Friedrichsbad]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1164|Führer, Der]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0922|Führungsakademie Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen G===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0407|Ganske, Photo-Kino-Spezialhaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1031|Gartenbauamt Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1457|Gartenhalle]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1486|Gartenstadt Karlsruhe eG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1889|Gasthaus zum Bären (Hotel Englischer Hof)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1890|Gasthaus zum Rappen]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1166|Gegendruck. Stadtzeitung für Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0764|Gemeinsam für Karlsruhe (GfK)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1657|General-Fahnert-Kaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1658|General-Kammhuber-Kaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0278|Germania, Hotel]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1852|Gertrud-Bäumer-Schule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0765|Gesamtdeutscher Block/BHE]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0506|Gesellschaft Eintracht]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0705|Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Karlsruhe e. V. (GCJZ)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0396|Gesellschaft zum Haarenen Ring]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1480|Gestapo]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1812|Getreidelagerhaus, Städtisches]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0209|Gewerbehof]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1514|Gewerbeschule Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0924|Gewerbeschule Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1547|Gewerbeverein Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1425|Goethe-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1672|Goldenen Kreuz, Zum (Gasthaus)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1892|Goldenen Ochsen, Zum (Gasthaus)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1451|Grabkapelle, Großherzogliche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1648|Grenadierkaserne (heute Behördenzentrum des Landes Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0152|Griesbach, Tabakfabrik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0083|Gritzner, Nähmaschinenfabrik, später Pfaff]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1533|Grötzinger Malerkolonie]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0653|Große Karnevalsgesellschaft Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0084|Grundig-Werk]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1596|Gruppe Rih]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1865|Günther &amp;amp; Co Strumpf- und Perlon-Charmeuse-Wäschefabrik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0082|Gustav Genschow &amp;amp; Co, Waffen- und Munitionsfabrik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1407|Gymnasium Durlach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen H===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0059|H. Fuchs Söhne (HFS)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0843|Händel-Akademie Karlsruhe, Internationale]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1493|Händel-Gesellschaft Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1717|Hafen Maxau]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0215|Hammer &amp;amp; Helbling]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1142|Handelsschule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1074|Handwerkerhof Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1481|Hans-Thoma-Museum (Hans-Thoma-Kapelle)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1815|Hansa (Gasthaus Zur Hansa)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1033|Hauptamt der Stadt Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1335|Hauptbahnhof Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1353|Hauptfriedhof]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1943|Haus Solms]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1273|Heilig-Geist-Kirche Daxlanden]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0397|Heimatbund Badenerland]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0890|Heimstiftung Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1628|Heinrich-Hertz-Schule (ehemalige Gewerbeschule V)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1427|Heinrich-Hübsch-Schule (ehemalige Gewerbeschule I)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1428|Heinrich-Meidinger-Schule - Bundesfachschule für Sanitär- und Heizungstechnik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1735|Helene-Lange-Schule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1429|Helmholtz-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0088|Herlan &amp;amp; Co Maschinenfabrik GmbH &amp;amp; Co KG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1537|Hermann-Hesse-Preis]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0141|Herrmann &amp;amp; Ettlinger, Lederfabrik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0219|Hiller (Modehaus Carl Hiller)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1948|Hitlerjugend (HJ)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0902|Hochschule für Musik Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0900|Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0942|Höhere Töchterschule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0131|Hoepfner, Brauerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0031|Homoia GmbH]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1431|Hospital (Spital)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0655|Hottscheck-Narrenzunft Grötzingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen I-J===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1857|Indianerfreunde Karlsruhe 1952]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1072|Industrie- und Handelskammer (IHK)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0090|Industriewerke Karlsruhe-Augsburg AG (IWKA)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1670|Infanteriekaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0849|Insel, Die]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0105|J. B. Rombach GmbH]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0005|J. Gollnow &amp;amp; Sohn]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1709|Jakobskirche in Wolfartsweier]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0850|Jakobustheater]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1521|Jüdisches Spital]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1257|Jugend- und Begegnungszentrum (Jubez)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1684|Jugendherberge]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0399|Jungdeutscher Orden]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0091|Junker &amp;amp; Ruh]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1433|Justizvollzugsanstalt (ehemals Amtsgefängnis II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen K===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1138|Kadettenanstalt (heute Oberfinanzdirektion Karlsruhe)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0851|Käuze, Die]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0279|Kaiserhof, Restaurant und Hotel]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0852|Kammertheater Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1436|Kapelle der Evangelischen Diakonissenanstalt Rüppurr]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0893|Karl Friedrich-, Leopold- und Sophien-Stiftung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0905|Karlshochschule International University]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0947|Karlsruher Athletengesellschaft 1897]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0970|Karlsruher Eislauf- und Tennisverein 1911 e. V. (KETV)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0972|Karlsruher Fußballverein 1891 (KFV)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0911|Karlsruher Institut für Technologie (KIT)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1174|Karlsruher Kunstwarte]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0402|Karlsruher Lesegesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0771|Karlsruher Liste (KAL)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1176|Karlsruher Nachrichten]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1806|Karlsruher Neue Zeitung - Süddeutsche Allgemeine Zeitung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0974|Karlsruher Ruderverein Wiking von 1879]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1178|Karlsruher Rundschau]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1946|Karlsruher Schützenverein für Kleinkaliberschießen Wildpark]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0976|Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix (KSC)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1171|Karlsruher Tagblatt (1843-1937)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1846|Karlsruher Tageblatt (1967-1968)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0979|Karlsruher Turnverein 1846]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1181|Karlsruher Zeitung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0660|Karnevalsgesellschaft Alt-Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0652|Karnevalsgesellschaft Humoristika]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0664|Karnevalsgesellschaft Ost]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1864|Karnevalsgesellschaft West Die Krautköpfler]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0223|Karstadt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1646|Kaserne Schloss Gottesaue]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0668|KG Blau Weiß Durlach 1951]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1402|Kinder- und Jugendhilfezentrum (Sybelheim, ehemals Städtisches Kinder- und Säuglingsheim)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0816|Kinemathek Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0801|KIT-Archiv]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0810|KIT-Bibliothek]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1247|Kleine Kirche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0290|Kleiner Ketterer, Gasthaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1261|Knielinger Kirche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1810|Kommunaler Versorgungsverband Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0321|Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0159|Kondima-Werk]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1453|Kongresszentrum]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1396|Konkordienkirche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1234|Konzerthaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0952|Kraftsportverein Durlach 1896]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0275|Kraichgaubahn]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0032|Krappfabriken]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0803|Kreisarchiv des Landkreises Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0292|Krokodil]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1387|Krone, Gaststätte]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0293|Kühler Krug, Gasthaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0560|Künstlerbund Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1560|Künstlerhaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0294|Künstlerkneipe zur Krone]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1039|Kulturamt Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0042|Kunstdruckerei Arthur Albrecht &amp;amp; Cie.]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0049|Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe (KKK)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0568|Kunstgenossenschaft Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1823|Kunstgewerbemuseum, Großherzoglich Badisches]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0931|Kunstgewerbeschule, Großherzoglich Badische]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0817|Kurbel, Die]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen L===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1438|L-Bank]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0033|L&#039;Oréal]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1656|Labor-Service-Kaserne und US-Armee-Kaserne Neureut]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0709|Laetitia, Katholischer Studentenverein]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1097|Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1555|Landesgewerbehalle, Großherzogliche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0804|Landeskirchliches Archiv Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0811|Landesmedienzentrum Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1520|Landtag der Republik Baden]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1252|Laurentiuskirche Hagsfeld]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0258|LBS Südwest]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0180|Lebensbedürfnisverein Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1557|Lehrerseminar Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0227|Leipheimer und Mende]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1444|Lessing-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0451|Liederkranz 1844 Durlach, Chorgemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0446|Liederkranz, Gesangverein (Fächerchor Karlsruhe)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0580|Literarische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1447|Ludwig-Erhard-Schule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1494|Ludwig-Marum-Preis]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1262|Lukasgemeinde/Lukaskirche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1249|Lutherkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen M===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1654|Mackensen-Kaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0050|Macklot’sche Verlagsdruckerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0932|Mädchengymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0067|Majolika Manufaktur]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0934|Malerinnenschule Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0051|Malsch &amp;amp; Vogel, Buchdruckerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0153|Malzfabrik K. H. Wimpfheimer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1713|Marienkapelle Bulach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1450|Markgrafen-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1651|Markgrafenkaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0062|Markstahler &amp;amp; Barth]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1103|Marktmeister]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1811|Maschenbauer, Druckerei und Verlag]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1104|Maschinenbauamt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0096|Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe AG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0094|Maschinenfabrik Emil Keßler &amp;amp; Theodor Martiensen]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0079|Maschinenfabrik H. Geiger]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1723|Max-Planck-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0844|Max-Reger-Institut]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1612|Maxaubahn]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1452|Messe Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0192|Michelin Reifenwerke]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1322|Mieter- und Bauverein]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0140|Milchzentrale]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1518|Militärschwimmschule, Großherzogliche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0035|MiRO]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0244|Modehaus Carl Schöpf]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0229|Möbel Mann]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0132|Moninger, Brauerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0296|Moninger, Gaststätte]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1106|Münze Karlsruhe, Staatliche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1718|Munz&#039;sches Konservatorium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0406|Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0233|Musik Padewet GmbH]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0452|Musikverein 1885 Durlach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen N===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1455|Nancyhalle]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0673|Narrenverein von Pfannenstielhausen]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1932|Nassauer Hof]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0323|Nationalliberale Partei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0324|Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1803|Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0443|Naturfreunde]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0854|Naturtheater Lerchenberg]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1395|Nikolauskapelle]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1295|Nikolauskirche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0403|Notgemeinschaft, Karlsruher]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1437|Novotel Karlsruhe City, Hotel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen O===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1014|Oberbürgermeister]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0298|Oberländer Weinstube]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0299|Ochsen, Zum (Durlach)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1862|Organisationskomitee Durlacher Fastnacht]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0143|Orgelfabrik (Kulturstätte)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0857|Orgelfabrik Voit]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1491|Otto-Hahn-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen P===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0903|Pädagogische Hochschule Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0200|Papier Fischer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1393|Paracelsus-Klinik Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1357|Parkschlössle]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1515|Pestalozzischule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1264|Petruskirche Nordweststadt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1661|Pfandleihe, Städtische]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0234|Pfannkuch &amp;amp; Co.]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0572|Pfeifer &amp;amp; Großmann]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0834|Pfinzgaumuseum]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0038|Pfizer GmbH]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0212|Photo Glock]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0982|Polizeisportverein Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1662|Post Südstadt Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0235|Postgalerie]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1344|Postsportverein Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1052|Presse- und Informationsamt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0039|Printz Reinigung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0133|Printz, Brauerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1241|Prinz-Max-Palais]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0936|Prinzessin-Wilhelm-Stift]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen Q-R===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0210|Radio-Freytag]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0983|Radsportgemeinschaft Karlsruhe 1898]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0166|Ragolds]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1791|Rathaus Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1794|Rathaus Rüppurr]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1113|Regierungspräsidium Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1114|Regionalverband Mittlerer Oberrhein]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0786|Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0984|Reiterverein 1908 Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0883|Reitinstitut Egon von Neindorff-Stiftung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0985|Reitsportclub Daxlanden 1952]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1186|Residenz-Anzeiger]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0063|Reutlinger, Möbelfabrik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0238|Rhein-Apotheke]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1511|Rheinhafen Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1655|Rheinkaserne (Pionierkaserne, Mudra-Kaserne)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1619|Rheinstrandbad Rappenwört]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1397|Riedschule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0104|Ritter AG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0072|Robert Bosch GmbH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen S===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1941|SA - Sturmabteilung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0300|Salmen (Gaststätte Zum Salmen)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0856|Sandkorn-Theater]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0989|Schachklub Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0106|Schaerer-Werke]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1884|Schatzungsrat]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0667|Scheffelmuseum]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1564|Schelling-Architekturstiftung]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0176|Schlacht- und Viehhof, Städtischer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1940|Schlageterbund]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0240|Schlaile, Musikhaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0283|Schlosshotel]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0243|Schoemperlen&amp;amp;Gast Automobil AG]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0134|Schrempp, Brauerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1543|Schützengesellschaft, Karlsruher]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0991|Schützenvereinigung Knielingen]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1388|Schwan (Gaststätte Zum Schwanen in Knielingen)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1454|Schwarzwaldhalle]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1716|Schwarzwaldverein Ortsgruppe Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0142|Seiden-Compagnie Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0135|Seldeneck&#039;sche Brauerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0110|Seneca, Eisengießerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0113|Siemens Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0216|Simon Hegele]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0173|Sinner]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1349|Ski-Zunft Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1187|So weit der Turmberg grüßt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1618|Sonnenbad]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1687|Sophie-Scholl-Realschule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0729|Sophien-Frauenverein]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0941|Sophienschule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1188|Sozialistische Republik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0266|Sparkasse Karlsruhe Ettlingen]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0330|SPD Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1640|Spielvereinigung (SpVgg) Olympia Hertha]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0994|Spielvereinigung 1910 Durlach-Aue]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1054|Sportamt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1225|Sportschule Schöneck]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0848|Spur, Die (Theater)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1942|SS - Schutzstaffel der NSDAP]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1276|St. Bernhard]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1277|St. Bonifatius]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1279|St. Cyriakus und St. Laurentius]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1738|St. Elisabethenhaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1283|St. Hedwig]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1284|St. Heinrich und Kunigunde]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1286|St. Josef]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1287|St. Judas Thaddäus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1289|St. Konrad (Hohenwettersbach)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1288|St. Konrad (Nordweststadt)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1293|St. Michael]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1296|St. Peter und Paul (Durlach)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1297|St. Peter und Paul (Mühlburg)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1250|St. Stephan]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1298|St. Thomas]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1300|St. Valentin]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1671|St.-Dominikus-Mädchengymnasium]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0906|Staatliche Akademie der bildenden Künste]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0901|Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0836|Staatliche Kunsthalle Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1117|Staatsweingut Karlsruhe-Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0806|Stadtarchiv Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0809|Stadtbibliothek Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1910|Stadtfeuerwehrverband]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1509|Stadtgefängnis Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1232|Stadthalle]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1140|Stadtjugendausschuss]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1060|Stadtplanungsamt Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1256|Städtische Bäder]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0839|Städtische Galerie Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0411|Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1930|Start, Der]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0247|Steffelin, Spedition]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1736|Stephanienbad (heute Evangelisches Gemeindezentrum Paul-Gerhardt)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0184|Stora Enso Maxau]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1863|Straßenbahner Karnevalsgesellschaft Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0174|Süddeutsche Schokoladen-Union]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0807|Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1413|Synagoge der orthodoxen jüdischen Gemeinde]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1412|Synagoge in der Kronenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen T===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0249|Technologiepark Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1123|TechnologieRegion Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1650|Telegraphenkaserne]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0879|Tempel, Kulturzentrum]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1001|Tennis-Club Durlach 1920]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1246|Thomaskirche Daxlanden]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1062|Tiefbauamt Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0302|Tivoli, Zum (Gaststätte)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0880|Tollhaus (Kulturzentrum)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0120|Tonfunk-Werke]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1226|Traugott-Bender-Sportpark]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1330|Trinitatiskirche]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1467|Tullabad]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1513|Turmbergbad Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1007|Turnerschaft Durlach 1846]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1009|Turngemeinde Aue 1895]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen U-V===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1824|Umgelder]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0333|Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0909|Universität Fridericiana (Technische Hochschule)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0819|Universum-City-Kino]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1947|Vaterländische Arbeitsgemeinschaft (VA)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1389|Velten, Kunsthandlung und Verlag]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1901|Verband der Deutschtumsvereine]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0415|Verein bildender Künstler]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1212|Verein für Bewegungsspiele (VfB) Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1213|Verein für Bewegungsspiele (VfB) Mühlburg]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1345|Verein für Bewegungsspiele Südstadt 1896]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0632|Verein Karlsruher Presse (Journalisten- und Schriftstellerverein)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1012|Vereinigte Turnerschaft Karlsruhe-Hagsfeld 1895]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0840|Verkehrsmuseum Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0423|Verkehrsverein Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1813|Verwaltungs- und Direktionsgebäude im Rheinhafen, Städtisches]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1470|Vierordtbad]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0026|Vogel &amp;amp; Schnurmann]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0136|Vogelbräu, Der]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0268|Volksbank Durlach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0269|Volksbank Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1194|Volksfreund]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0945|Volkshochschule]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1125|Volkswohnung GmbH]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1501|Vorläufige Volksregierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen W===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0108|Wagenfabrik Schmieder &amp;amp; Mayer]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1339|Waisenhaus in der Stösserstraße]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1269|Waldenserkirche Neureut]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1270|Waldenserkirche Palmbach]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0010|Walder, Hermann Baufirma]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1891|Waldhorn, Zum (Gasthaus)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1542|Walter-Eucken-Schule (ehemalige Handelslehranstalt III)]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0260|Warenhaus Geschwister Knopf]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1399|Wartehalle der Lokalbahn am Friedhof - InfoCenter am Hauptfriedhof]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0841|Wasser- und Brunnenmuseum Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1938|Wehrwolf. Bund deutscher Männer und Frontkrieger]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1686|Weiße Rose, Jugend- und Gemeinschaftszentrum]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0304|Weißer Berg, Gaststätte]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1814|Werfthallen I, II und III, Städtische]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1936|Western Club Dakota Karlsruhe 1948]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0149|Wickert und Weyßer, Cichorien- und Kartoffelmehlfabrik]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1850|Wirtschaftskontrollamt]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0137|Wolf, Brauerei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0041|Wolff &amp;amp; Sohn, Parfümerie- und Toilettenseifenfabrik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Institutionen X-Z===&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0339|Zentrumspartei]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1737|Zeughaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0168|Zigarrenfabrik W. Rieger &amp;amp; Cie.]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1066|Zoologischer Stadtgarten]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-1747|Zu den drei Linden, Gasthaus]]&lt;br /&gt;
* [[De:Lexikon:ins-0016|Züblin AG]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0806&amp;diff=599264</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0806</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0806&amp;diff=599264"/>
		<updated>2026-09-13T17:13:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Stadtarchiv Karlsruhe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Stadtarchiv Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0806.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Umbau des Wasserwerks, Gartenstraße 53, für das Stadtarchiv, 1895/96, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVa 15.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins_0806_Stadtarchiv.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Das Stadtarchiv in der für Archivzwecke umgebauten ehemaligen Pfandleihe in der Markgrafenstraße 29, Foto: Dirk Altenkirch 2013.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Stadtarchiv Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Stadtarchivs als städtische Einrichtung im heutigen Sinne beginnt am 10. Juli 1885 mit dem Erlass eines Ortsstatuts über die Verwaltung des Städtischen Archivs und die Bildung einer siebenköpfigen Archivkommission. Diese setzte sich unter dem Vorsitz des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1663&amp;quot;&amp;gt;Bürgermeisters&amp;lt;/lex&amp;gt; und späteren langjährigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1014&amp;quot;&amp;gt;Oberbürgermeisters&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0023&amp;quot;&amp;gt;Karl Schnetzler&amp;lt;/lex&amp;gt; aus den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadträten&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0651&amp;quot;&amp;gt;Adolf Bielefeld&amp;lt;/lex&amp;gt;, Hofbuchhändler, Kaufmann &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0519&amp;quot;&amp;gt;Adolf Römhildt&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0302&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Vierordt&amp;lt;/lex&amp;gt;, Schriftsteller und Heimatdichter, sowie den weiteren Mitgliedern &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2085&amp;quot;&amp;gt;Otto Ammon&amp;lt;/lex&amp;gt;, Rentner, Friedrich Baumberger, Intendantursekretär a. D., und Josef Häußner, Professor und Direktor des Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1219&amp;quot;&amp;gt;Gymnasiums&amp;lt;/lex&amp;gt;, zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Gedächtnis der Stadt&amp;quot; sammelt, ordnet und erschließt das Stadtarchiv stadtgeschichtlich wichtige Unterlagen und macht sie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich, erforscht die Stadtgeschichte und publiziert die Ergebnisse. Die Aufgaben des Stadtarchivs sind gesetzlich geregelt durch das Landesarchivgesetz Baden-Württemberg in der Fassung vom 27. Juli 1987, zuletzt geändert durch das Verwaltungsstruktur-Reformgesetz vom 1. Juli 2004 und die Archivsatzung der Stadt Karlsruhe in der Fassung vom 23. April 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst von Fachleuten des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0802&amp;quot;&amp;gt;Generallandesarchivs&amp;lt;/lex&amp;gt; ehrenamtlich geführt, erhielt es 1896 mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0673&amp;quot;&amp;gt;Amelie Kern&amp;lt;/lex&amp;gt; eine Archivsekretärin und 1912 mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1272&amp;quot;&amp;gt;Dr. Erwin Vischer&amp;lt;/lex&amp;gt; einen hauptamtlichen Archivleiter. Das Stadtarchiv war im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1791&amp;quot;&amp;gt;Rathaus&amp;lt;/lex&amp;gt; untergebracht, bezog 1896 das für Archivzwecke umgebaute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2880&amp;quot;&amp;gt;Wasserwerkgebäude&amp;lt;/lex&amp;gt; am heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0206&amp;quot;&amp;gt;Archivplatz&amp;lt;/lex&amp;gt;. Anfang der 1920er-Jahre musste das Stadtarchiv dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1216&amp;quot;&amp;gt;Arbeitsamt&amp;lt;/lex&amp;gt; weichen und zog in den folgenden Jahren mehrfach um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten  Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt;, den die ausgelagerten Bestände relativ unbeschadet überstanden hatten, war das Stadtarchiv im &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1135&amp;quot;&amp;gt;Haus Solms&amp;lt;/lex&amp;gt; in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0361&amp;quot;&amp;gt;Bismarckstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 24 untergebracht und zog 1959 in das alte &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0266&amp;quot;&amp;gt;Sparkassengebäude&amp;lt;/lex&amp;gt; am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3108&amp;quot;&amp;gt;Marktplatz&amp;lt;/lex&amp;gt;. Als in den 1980er-Jahren die Aufgaben und die Bestände des Stadtarchivs zunahmen, erhielt es in der für Archivzwecke umgebauten ehemaligen Städtischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1661&amp;quot;&amp;gt;Pfandleihe&amp;lt;/lex&amp;gt; in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1856&amp;quot;&amp;gt;Markgrafenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 29 seit 1990 eine modernen Erfordernissen gerechte Unterkunft. Seit 1998 ist dort die Zentrale von Stadtarchiv &amp;amp; Historischen Museen (Stadtarchiv, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0838&amp;quot;&amp;gt;Stadtmuseum&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0834&amp;quot;&amp;gt;Pfinzgaumuseum&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0824&amp;quot;&amp;gt;Erinnerungsstätte Ständehaus&amp;lt;/lex&amp;gt;). 2013 erhielt das Gebäude zwei zusätzliche Stockwerke und verfügte danach wieder über neue Magazinreserven. Im neuen Haus wurden die Restauerierung gefährdeter Bestände und seit 2004 die Digitalisierung kontinuierlich verstärkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der alten Schalterhalle der Sparkasse war auch eine stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu sehen. Die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1503&amp;quot;&amp;gt;Stadtgeschichtlichen Sammlungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, heute Stadtmuseum im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1241&amp;quot;&amp;gt;Prinz-Max-Palais&amp;lt;/lex&amp;gt;, waren seit 1896 eine Abteilung des Stadtarchivs. Auch die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0839&amp;quot;&amp;gt;Städtische Galerie&amp;lt;/lex&amp;gt;, seit Ende 2025 Kunstmuseum Karlsruhe, hat ihren Ursprung im Stadtarchiv, das 1896 von den Erben des Karlsruher Juristen &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0653&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Siegel&amp;lt;/lex&amp;gt; eine Sammlung von Kunstwerken als Geschenk bekam. Das zunächst von der Stadt getragene &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0830&amp;quot;&amp;gt;Scheffel-Museum&amp;lt;/lex&amp;gt; und das  &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0805&amp;quot;&amp;gt;Scheffel-Archiv&amp;lt;/lex&amp;gt; gehörten bis zur Übergabe an den Freistaat Baden 1924 ebenfalls zum Stadtarchiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung des Stadtarchivs war auch mit der Absicht verbunden, die Stadtgeschichte zu erforschen und zu veröffentlichen. So erschienen 1887 eine erste einbändige Stadtgeschichte von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0645&amp;quot;&amp;gt;Karl Gustav Fecht&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1895-1904 ein dreiteiliges Werk &amp;quot;Karlsruhe. Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung&amp;quot; von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0621&amp;quot;&amp;gt;Friedrich von Weech&amp;lt;/lex&amp;gt; und 1915 zum 200-jährigen Stadtjubiläum eine Festschrift zur Geschichte der Stadt von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0692&amp;quot;&amp;gt;Robert Goldschmit&amp;lt;/lex&amp;gt;. Die erste eigene Publikationsreihe &amp;quot;Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs&amp;quot; wurde 1965 begonnen; ihr folgten in den 1990er-Jahren zwei weitere Reihen - &amp;quot;Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte&amp;quot; und &amp;quot;Häuser- und Baugeschichte - sowie seit 2012 die Reihe &amp;quot;Karlsruher Köpfe&amp;quot;.  Diese ermöglichten die kontinuierliche Veröffentlichung von Forschungsergebnissen als Teil einer breit angelegten Historischen Bildungsarbeit des Stadtarchivs, das zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Karlsruher Stadtgeschichte ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2015 bietet das Stadtarchiv das digitale Stadtlexikon an, das seitdem kontinuierlich erweitert wird. Zuständig ist das Stadtarchiv auch für die städtische Erinnerungsarbeit mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0027&amp;quot;&amp;gt;Gedenkbuch der Karlsruher Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; und etlichen weiteren Angeboten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Hoch hinaus. Zwei neue Stockwerke für das Stadtarchiv https://www.karlsruhe.de/mobilitaet-stadtbild/hochbau-und-architektur/neubauten-und-bauen-im-bestand/aufstockung-des-stadtarchivs (Zugriff am 3. November 2023); Karlsruher Erinnerungskultur https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur; Homepage des Stadtarchivs https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv (Zugriffe jeweils am 5. September 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Publikationen==&lt;br /&gt;
1 &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/gedenkbuch-fuer-die-karlsruher-juden&amp;lt;/nowiki&amp;gt;. Reihe, Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/publikationen-des-stadtarchivs/reihe-1; &amp;lt;br/&amp;gt;Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/publikationen-des-stadtarchivs/unsere-reihen/reihe-2; &amp;lt;br/&amp;gt;Häuser und Baugeschichte, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/publikationen-des-stadtarchivs/unsere-reihen/reihe-3; &amp;lt;br/&amp;gt;Karlsruher Köpfe, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/publikationen-des-stadtarchivs/unsere-reihen/reihe-4; &amp;lt;br/&amp;gt;Publikationen außerhalb der Reihen, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/publikationen-ausserhalb-der-reihen (Zugriff jeweils am 21. Juli 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedenkbuch für die Karlsruher Juden https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/gedenkbuch-fuer-die-karlsruher-juden&amp;lt;nowiki/&amp;gt;(Zugriff am 5. september 2024);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche/Angelika Herkert/Angelika Sauer: Geschichte und Bestände des Stadtarchivs Karlsruhe, Karlsruhe 1990 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 11); Ernst Otto Bräunche (Hrsg.): Stadtarchiv Karlsruhe. Gedächtnis der Stadt, Karlsruhe 2010; Ernst Otto Bräunche/Peter Eisemann/Gerhard Kabierske/Bernhard Schmitt: Von der Pfandleihe zum Stadtarchiv, Karlsruhe 2013 (= Häuser- und Baugeschichte, Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 12); Geschichte des Stadtarchivs, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv/ueber-das-stadtarchiv/geschichte-des-stadtarchivs; Homepage: https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/stadtarchiv (Zugriff jeweils am 21. Juli 2022).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0839&amp;diff=599263</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0839</title>
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		<updated>2026-09-13T16:40:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Städtische Galerie Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-0839.jpg|200px|thumb|left|Plakat der Städtischen Galerie nach ihrem Umzug in die ehemalige IWKA-Fabrik, 1997, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS X 5792.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Städtische Galerie Karlsruhe, seit 2025 Kunstmuseum Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Schenkung der Kunstsammlung des Karlsruher Juristen &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0653&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Siegel&amp;lt;/lex&amp;gt; (1733-1877) an das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0806&amp;quot;&amp;gt;Stadtarchiv&amp;lt;/lex&amp;gt; durch dessen Erben 1896 beginnt die Sammlungsgeschichte der Städtischen Galerie Karlsruhe. Rund 1.800 Kupferstiche, Radierungen, Zeichnungen und Aquarelle bedeutender deutscher, französischer, italienischer und niederländischer Künstler des 15. bis 19. Jahrhunderts, darunter Arbeiten von Martin Schongauer, Albrecht Dürer, Jaques Callot, Giovanni Battista Piranesi und Rembrandt van Rijn, umfasste das Konvolut, das von Oktober 1897 an in mehreren, aufeinanderfolgenden Schauen der Öffentlichkeit im Ausstellungssaal des Archivgebäudes in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0879&amp;quot;&amp;gt;Gartenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; vorgestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 überließ der Glasmaler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0400&amp;quot;&amp;gt;Hans Drinneberg&amp;lt;/lex&amp;gt; der Stadt Karlsruhe gegen Zahlung einer Leibrente und Steuerbefreiung seines Anwesens in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2507&amp;quot;&amp;gt;Schützenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 7 seine umfangreiche Gemäldesammlung mit Bildern vorwiegend Karlsruher Akademieprofessoren und Künstlern wie &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0385&amp;quot;&amp;gt;Hermann Baisch&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0405&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Fehr&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0426&amp;quot;&amp;gt;Carl Hoff&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0431&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Kallmorgen&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0434&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Keller&amp;lt;/lex&amp;gt;, Paul von Ravenstein, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0464&amp;quot;&amp;gt;Ludwig Schmid-Reutte&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0491&amp;quot;&amp;gt;Victor Weishaupt&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0494&amp;quot;&amp;gt;Ernst Würtenberger&amp;lt;/lex&amp;gt;. Diese Erwerbung wurde für das weitere Sammlungskonzept bestimmend: Von nun an stand die Karlsruher Kunst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die jüngste Gegenwart im Mittelpunkt der städtischen Ankaufspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drinneberg hatte zur Bedingung gemacht, dass die Gemäldekollektion zusammenblieb und der Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde. Auf Betreiben von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1014&amp;quot;&amp;gt;Oberbürgermeister&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0006&amp;quot;&amp;gt;Julius Finter&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde im Frühjahr 1929 ein großer Teil der Sammlung in das ehemalige, seit kurzem von der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0902&amp;quot;&amp;gt;Badischen Musikhochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; genutzte &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2120&amp;quot;&amp;gt;Palais Bürklin&amp;lt;/lex&amp;gt; in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1624&amp;quot;&amp;gt;Kriegsstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 166/168 überführt und dort präsentiert. In diesem Zusammenhang fiel in der Presse erstmals die Bezeichnung „Städtische Galerie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kriegsjahr 1942 erwarb die Stadt zwar rund 300 Zeichnungen und Ölskizzen des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlacher&amp;lt;/lex&amp;gt; Malers &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0941&amp;quot;&amp;gt;Karl Weysser&amp;lt;/lex&amp;gt;, verlor aber bei einem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0037&amp;quot;&amp;gt;Bombenangriff&amp;lt;/lex&amp;gt; am 3. September, bei dem das Palais Bürklin bis auf die Außenmauern zerstört wurde, einen Großteil der Drinnebergschen Sammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wichtige Erwerbungen folgten 1954 mit dem Ankauf von rund 300 japanischen Farbholzschnitten aus dem Nachlass des Karlsruher Philosophiedozenten Arthur Drews (1865-1935) sowie 1974 mit dem Ankauf von 65 Zeichnungen &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1460&amp;quot;&amp;gt;Willi Müller-Hufschmids&amp;lt;/lex&amp;gt;, die den vorhandenen Werkbestand des Malers ergänzten. Daneben wurden immer wieder Einzelwerke wichtiger zeitgenössischer Künstlerpositionen erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der Größe und Bedeutung der städtischen Kunstsammlungen, die Anfang der 1970er-Jahre noch immer über keine eigenen Räumlichkeiten verfügten, sondern entweder als Leihgaben in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0836&amp;quot;&amp;gt;Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; aufbewahrt oder in städtischen Amtsgebäuden über die Stadt verteilt aufgehängt waren, konnte die Notwendigkeit eigener Museumsräume nicht mehr länger ignoriert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten bezog die Städtische Galerie Anfang der 1980er-Jahre eigene Räume im neuen städtischen Kulturzentrum &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1241&amp;quot;&amp;gt;Prinz-Max-Palais&amp;lt;/lex&amp;gt; (Eröffnung 8. Mai 1981). Neben der ständigen Sammlung und einem Grafischen Kabinett wurden erstmals auch Sonderausstellungen (zum Beispiel Erich Heckel, 1983; Skulptur aus dem Louvre, 1989; Georg Baselitz, 1993) durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 erhielt die Städtische Galerie mit dem Lichthof 10 des Hallenbaus A der ehemaligen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0090&amp;quot;&amp;gt;Industriewerke Karlsruhe-Augsburg (IWKA)&amp;lt;/lex&amp;gt; an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1773&amp;quot;&amp;gt;Lorenzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; ihren endgültigen Standort, in direkter Nachbarschaft mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0842&amp;quot;&amp;gt;Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM)&amp;lt;/lex&amp;gt;, der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0901&amp;quot;&amp;gt;Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG)&amp;lt;/lex&amp;gt; und dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0842&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;gt;Museum für Neue Kunst (MNK)&amp;lt;/lex&amp;gt;. Kurz zuvor hatte sie die Sammlung von Eberhard und Ute Garnatz, Köln, als Dauerleihgabe erhalten, deren Exponate von Markus Lüpertz, Per Kirkeby, Günther Förg, Candida Höfer und anderen den Sammlungsbestand vervollständigen. Ende 2025 wurde die Städtische Galerie in Kunstmuseum Karlsruhe umbenannt, was zu kontroversen Diskussionen in Öffentlichkeit und Politik führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Katja Förster 2020&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Bekanntmachung – Die Ausstellung im städtischen Archiv betreffend, in: Karlsruher Tagblatt vom 24. Oktober 1897; Die Badische Hochschule für Musik. Neues Leben im Bürklin’schen Palais. Ein bedeutsames Ereignis im Karlsruher Musikleben, in: Karlsruher Tagblatt vom 21. April 1929, Kunstmuseum Karlsruhe, in: Wikipedia [https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstmuseum_Karlsruhe ://de.wikipedia.org/wiki/Kunstmuseum_Karlsruhe](Zugriff am 14. September 2026).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Städtische Galerie Karlsruhe (Hrsg.): 15 Jahre Städtische Galerie im Prinz-Max-Palais 1981-1996, Karlsruhe 1996.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0506&amp;diff=599207</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0506</title>
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		<updated>2026-09-01T12:22:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Julius Hirsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_Hirsch_8_SpoA_1300.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Das Innentrio der Altmeister-Mannschaft des KFV: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Gottfried Fuchs und Julius Hirsch (von links), 1921, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1300.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_2.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Anzeige der Deutschen Signalflaggenfabrik G.m.b.H, in: Deutsche Staedte, Stuttgart 1922, S. 154.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Julius Hirsch=&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballnationalspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Kaufmann, * 7. April 1892 Achern/Lkr. Ortenaukreis, † 1943 Auschwitz (am 8. Mai 1945 für tot erklärt), jüd., ∞ 30. Oktober 1920 Ella Karoline Wilhelmine Hauser (ev.), 1 Tochter, 1 Sohn.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Julius Hirsch wurde als jüngster Sohn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdischen&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruher Tuchwarenkaufmanns Berthold Hirsch, der Mitinhaber eines Tuchwarengeschäfts war, während eines Aufenthaltes seiner Mutter in der Heil- und Pflegeanstalt Illenau bei Achern geboren. Die zweijährige Kaufmannslehre schloss er nach der Mittleren Reife und dem Besuch einer Handelsschule bei der Karlsruher Lederhandlung Freud und Strauss am 1. September 1910 ab, für die er bis zum 22. März 1912 arbeitete. Vom 1. April 1913 bis zum 31. Juli 1914 war er bei der Nürnberger Spielwarenfabrik Bing AG angestellt, für die er wieder vom 1. Dezember 1918 bis zum 30. März 1919 arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch als Schüler trat Hirsch 1902 in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballverein (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt; ein, 1909 spielte er in der ersten Mannschaft, an deren Deutscher Meisterschaft 1910 er maßgeblichen Anteil hatte. 1911 erfolgte die Berufung in die Nationalmannschaft - er war damit der erste von nur zwei deutschen Fußballnationalspieler jüdischen Glaubens. Es folgte ihm nur noch sein kongenialer Sturmpartner beim KFV und in der Nationalmannschaft &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1913 wechselte er aus beruflichen Gründen nach Fürth zur dortigen Spielvereinigung, mit der er 1914 noch einmal Deutscher Meister wurde. Der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Erste Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verhinderte weitere nationale und internationale Erfolge. So blieb es bei nur sieben Länderspielen mit vier Toren, alle beim 5:5 gegen Holland am 24. März 1912 erzielt. Hirsch ist damit der einzige Karlsruher Fußballnationalspieler, der mit zwei verschiedenen Mannschaften Deutscher Meister wurde, und der erste deutsche Fußballnationalspieler, der vier Tore in einem Länderspiel erzielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsdienst 1914 bis 1918 spielte Hirsch - er erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse und die bayerische Dienstauszeichnung - wieder kurz bei der Spielvereinigung Fürth und kehrte schon 1919 zum KFV zurück, wo er aber an seine Vorkriegserfolge nicht mehr anknüpfen konnte. 1923 beendete er, seit 1921 Ehrenspielführer, seine aktive Laufbahn, blieb aber dem KFV verbunden, so war er zeitweise Mitglied des Spielausschusses.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hirsch erfuhr, dass der KFV zu den Vereinen gehörte, die am 9. April 1933 den neuen NS-Machthabern eilfertig versichert hatten, dass sie &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; ausschließen würden, kam er am 10. April 1933 dem Ausschluss durch seinen Austritt zuvor. Sportlich versuchte Hirsch nun als Trainer im Ausland zu arbeiten, was ihm nur für kurze Zeit im Elsass gelang. In Karlsruhe schloss er sich dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1631&amp;quot;&amp;gt;Jüdischen Turnklub 03&amp;lt;/lex&amp;gt; an, mit dem er als Aktiver noch einmal eine Meisterschaft gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hirsch arbeitete nach dem Krieg in der Firma des Vaters und dessen Bruder, der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0021&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Signalflaggenfabrik Gebr. Hirsch &amp;amp; Co&amp;lt;/lex&amp;gt;  in Karlsruhe, für die er 1924 die Prokura erhielt und die er 1926 mit seinem Bruder Max als Geschäftsführer übernahm. Schon in den 1920er-Jahren hatte die Firma mit wirschaftlichen Problemen zu kämpfen, an der sich zeitweise der inzwischen im väterlichen Betrieb tätige Gottfried Fuchs beteilgte. Dennochmusste 1930 musste die Firma, die seit 1926 Sigfa, Sportgesellschaft mit beschränkter Haftung, vormals Deutsche Signalflaggenfabrik Karlsruhe hieß, die Produktion als Folge der Weltwirtschaftkrise einstellen und sich auf den Vertrieb von Sportartikeln beschränken, im Februar 1933 dann aber doch Konkurs anmelden. Beruflich hielt Julius Hirsch sich danach als Textilvertreter, dann als Hilfsbuchhalter bei den Zellstoff- und Papierfabriken Ettlingen und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ort-0121&amp;quot;&amp;gt;Maxau&amp;lt;/lex&amp;gt; bis zu deren &amp;quot;&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0264&amp;quot;&amp;gt;Arisierung&amp;lt;/lex&amp;gt;&amp;quot; im Jahr 1938 über Wasser. Wohl nicht zuletzt wegen der ungeheuren seelischen Belastung erkrankte Hirsch Ende 1938 und wurde in einer psychiatrischen Klinik in Bar-Le-Duc in Lothringen behandelt. Am 1. Januar 1939 musste er wie alle männlichen deutschen Juden den Zusatzvornamen Israel führen. Um seine christliche Frau Ella und zwei Kinder zu schützen, ließ er sich 1942 scheiden. Von der Deportation der Karlsruhe Juden im Oktober 1940 nach &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1325&amp;quot;&amp;gt;Gurs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Südfrankreich blieb Hirsch dank seiner &amp;quot;Mischehe&amp;quot; noch verschont, doch am 1. März 1943 wurde Hirsch, der seit 1939 als Scuttplatzarbeiter bei der Stadt Karlsruhe angestellt war, mit elf anderen Karlsruher Juden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Möglichkeit, mit einem versiegelten Postwagen in die Schweiz zu fliehen, hatte er zuvor nicht genutzt, wohl in Unterschätzung der ihm drohenden Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stiftete 2005 den Julius-Hirsch-Preis, mit dem er an einen von nur zwei jüdischen deutschen Nationalspielern erinnert. Seit dem 15. Mai 2010 erinnert beim ehemaligen KFV-Stadion am Karlsruher Weg eine Stele an die Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1480&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Wegs&amp;lt;/lex&amp;gt; in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012/2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==		&lt;br /&gt;
GLA 480 9259; StadtAK 3/B Standesbücher, 8/ZGS Personen; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 20. Juli 2022); Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/zeitungen/topic/view/7756828 (Zugriff am 20. August 2025); Andreas Hirsch: Über seinen Großvater Julius Hirsch und seine Familiengeschichte, Interview vom 11. Oktober 2024, hrsg. von Zeitzeugen e. V., ohne Ort, 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ludger Syré: Julius Hirsch, in: Badische Biographien, NF, Bd. V, hrsg. von Bernd Ottnad, Stuttgart 2005, S. 124-126; Gereon Tönnihsen: Julius Hirsch. Ein deutscher Fußballnationalspieler jüdischer Herkunft aus Karlsruhe, Karlsruhe 2008 (= Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 10), darin S. 11-15, Ernst Otto Bräunche: Die Stellung von Julius Hirsch in der Karlsruher Fußballgeschichte; Werner Skrentny: Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet. Biografie eines jüdischen Fußballers, 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage Göttingen 2016.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0506&amp;diff=599206</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0506</title>
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		<updated>2026-09-01T12:21:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Julius Hirsch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Julius Hirsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_Hirsch_8_SpoA_1300.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Das Innentrio der Altmeister-Mannschaft des KFV: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Gottfried Fuchs und Julius Hirsch (von links), 1921, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1300.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_2.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Anzeige der Deutschen Signalflaggenfabrik G.m.b.H, in: Deutsche Staedte, Stuttgart 1922, S. 154.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Julius Hirsch=&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballnationalspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Kaufmann, * 7. April 1892 Achern/Lkr. Ortenaukreis, † 1943 Auschwitz (am 8. Mai 1945 für tot erklärt), jüd., ∞ 30. Oktober 1920 Ella Karoline Wilhelmine Hauser (ev.), 1 Tochter, 1 Sohn.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Julius Hirsch wurde als jüngster Sohn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdischen&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruher Tuchwarenkaufmanns Berthold Hirsch, der Mitinhaber eines Tuchwarengeschäfts war, während eines Aufenthaltes seiner Mutter in der Heil- und Pflegeanstalt Illenau bei Achern geboren. Die zweijährige Kaufmannslehre schloss er nach der Mittleren Reife und dem Besuch einer Handelsschule bei der Karlsruher Lederhandlung Freud und Strauss am 1. September 1910 ab, für die er bis zum 22. März 1912 arbeitete. Vom 1. April 1913 bis zum 31. Juli 1914 war er bei der Nürnberger Spielwarenfabrik Bing AG angestellt, für die er wieder vom 1. Dezember 1918 bis zum 30. März 1919 arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch als Schüler trat Hirsch 1902 in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballverein (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt; ein, 1909 spielte er in der ersten Mannschaft, an deren Deutscher Meisterschaft 1910 er maßgeblichen Anteil hatte. 1911 erfolgte die Berufung in die Nationalmannschaft - er war damit der erste von nur zwei deutschen Fußballnationalspieler jüdischen Glaubens. Es folgte ihm nur noch sein kongenialer Sturmpartner beim KFV und in der Nationalmannschaft &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1913 wechselte er aus beruflichen Gründen nach Fürth zur dortigen Spielvereinigung, mit der er 1914 noch einmal Deutscher Meister wurde. Der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Erste Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verhinderte weitere nationale und internationale Erfolge. So blieb es bei nur sieben Länderspielen mit vier Toren, alle beim 5:5 gegen Holland am 24. März 1912 erzielt. Hirsch ist damit der einzige Karlsruher Fußballnationalspieler, der mit zwei verschiedenen Mannschaften Deutscher Meister wurde, und der erste deutsche Fußballnationalspieler, der vier Tore in einem Länderspiel erzielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsdienst 1914 bis 1918 spielte Hirsch - er erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse und die bayerische Dienstauszeichnung - wieder kurz bei der Spielvereinigung Fürth und kehrte schon 1919 zum KFV zurück, wo er aber an seine Vorkriegserfolge nicht mehr anknüpfen konnte. 1923 beendete er, seit 1921 Ehrenspielführer, seine aktive Laufbahn, blieb aber dem KFV verbunden, so war er zeitweise Mitglied des Spielausschusses.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hirsch erfuhr, dass der KFV zu den Vereinen gehörte, die am 9. April 1933 den neuen NS-Machthabern eilfertig versichert hatten, dass sie &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; ausschließen würden, kam er am 10. April 1933 dem Ausschluss durch seinen Austritt zuvor. Sportlich versuchte Hirsch nun als Trainer im Ausland zu arbeiten, was ihm nur für kurze Zeit im Elsass gelang. In Karlsruhe schloss er sich dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1631&amp;quot;&amp;gt;Jüdischen Turnklub 03&amp;lt;/lex&amp;gt; an, mit dem er als Aktiver noch einmal eine Meisterschaft gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hirsch arbeitete nach dem Krieg in der Firma des Vaters und dessen Bruder, der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0021&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Signalflaggenfabrik Gebr. Hirsch &amp;amp; Co&amp;lt;/lex&amp;gt;  in Karlsruhe, für die er 1924 die Prokura erhielt und die er 1926 mit seinem Bruder Max als Geschäftsführer übernahm. Schon in den 1920er-Jahren hatte die Firma mit wirschaftlichen Problemen zu kämpfen, an der sich zeitweise der inzwischen im väterlichen Betrieb tätige Gottfried Fuchs beteilgte. Dennochmusste 1930 musste die Firma, die seit 1926 Sigfa, Sportgesellschaft mit beschränkter Haftung, vormals Deutsche Signalflaggenfabrik Karlsruhe hieß, die Produktion als Folge der Weltwirtschaftkrise einstellen und sich auf den Vertrieb von Sportartikeln beschränken, im Februar 1933 dann aber doch Konkurs anmelden. Beruflich hielt Julius Hirsch sich danach als Textilvertreter, dann als Hilfsbuchhalter bei den Zellstoff- und Papierfabriken Ettlingen und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ort-0121&amp;quot;&amp;gt;Maxau&amp;lt;/lex&amp;gt; bis zu deren &amp;quot;&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0264&amp;quot;&amp;gt;Arisierung&amp;lt;/lex&amp;gt;&amp;quot; im Jahr 1938 über Wasser. Wohl nicht zuletzt wegen der ungeheuren seelischen Belastung erkrankte Hirsch Ende 1938 und wurde in einer psychiatrischen Klinik in Bar-Le-Duc in Lothringen behandelt. Am 1. Januar 1939 musste er wie alle männlichen deutschen Juden den Zusatzvornamen Israel führen. Um seine christliche Frau Ella und zwei Kinder zu schützen, ließ er sich 1942 scheiden. Von der Deportation der Karlsruhe Juden im Oktober 1940 nach &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1325&amp;quot;&amp;gt;Gurs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Südfrankreich blieb Hirsch dank seiner &amp;quot;Mischehe&amp;quot; noch verschont, doch am 1. März 1943 wurde Hirsch, der seit 1939 als Scuttplatzarbeiter bei der Stadt Karlsruhe angestellt war, mit elf anderen Karlsruher Juden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Möglichkeit, mit einem versiegelten Postwagen in die Schweiz zu fliehen, hatte er zuvor nicht genutzt, wohl in Unterschätzung der ihm drohenden Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stiftete 2005 den Julius-Hirsch-Preis, mit dem er an einen von nur zwei jüdischen deutschen Nationalspielern erinnert. Seit dem 15. Mai 2010 erinnert beim ehemaligen KFV-Stadion am Karlsruher Weg eine Stele an die Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1480&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Wegs&amp;lt;/lex&amp;gt; in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012/2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==		&lt;br /&gt;
GLA 480 9259; StadtAK 8/ZGS Personen; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 20. Juli 2022); Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/zeitungen/topic/view/7756828 (Zugriff am 20. August 2025); Andreas Hirsch: Über seinen Großvater Julius Hirsch und seine Familiengeschichte, Interview vom 11. Oktober 2024, hrsg. von Zeitzeugen e. V., ohne Ort, 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ludger Syré: Julius Hirsch, in: Badische Biographien, NF, Bd. V, hrsg. von Bernd Ottnad, Stuttgart 2005, S. 124-126; Gereon Tönnihsen: Julius Hirsch. Ein deutscher Fußballnationalspieler jüdischer Herkunft aus Karlsruhe, Karlsruhe 2008 (= Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 10), darin S. 11-15, Ernst Otto Bräunche: Die Stellung von Julius Hirsch in der Karlsruher Fußballgeschichte; Werner Skrentny: Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet. Biografie eines jüdischen Fußballers, 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage Göttingen 2016.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-2205&amp;diff=599205</id>
		<title>De:Lexikon:bio-2205</title>
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		<updated>2026-09-01T12:06:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Ludwig Gottfried Werle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Ludwig Gottfried Werle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Ludwig Gottfried Werle=&lt;br /&gt;
[[Datei:Werle Ludwig 8 Alben12 80a.jpg|alternativtext=Ludwig Gottfried Werle, Foto 1933, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 12/80a.|links|mini|Ludwig Gottfried Werle, Foto 1933, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 12/80a.]]&lt;br /&gt;
Kaufmann, Schreiner, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt;-Funktionär, * 24. Mai 1897 Kaiserslautern, † 13. Oktober 1979 Merzig, kath., gottgläubig, ∞ 8. November 1928 Elly Wittmann, 3 Kinder. &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Schreinermeisters besuchte 1903 die Volksschule Wieblingen bei Heidelberg, 1903/04 die Bürgerschule Mannheim und dann 1904 bis 1907 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1459&amp;quot;&amp;gt;Nebeniusschule&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe. Nach dem Reformgymnasium, heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1425&amp;quot;&amp;gt;Goethe-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt; (1907 bis 1910) arbeitete er als Lehrling in der väterlichen Schreinerei. In dieser Zeit besuchte er auch die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1142&amp;quot;&amp;gt;Handelsschule&amp;lt;/lex&amp;gt; und belegte einen Zeichen- und Modellierfachkurs an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0931&amp;quot;&amp;gt;Kunstgewerbeschule&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 bis 1914 gehörte er dem Katholischen Jugendverein, 1914 bis 1916 dem katholischen Kaufmännischen Verein Fidelitas an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; war er bis 1916 Mitglied der Karlsruher Jugendwehr. 1916 bis 1918 leistete er Kriegsdienst, zuletzt als Gefreiter beim Infanterieregiment 114 und 185 und wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Kriegsversehrtenkreuz ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 trat er mit der Mitgliedsnummer 622 dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0082&amp;quot;&amp;gt;antisemitischen&amp;lt;/lex&amp;gt; rechtsradikalen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1911&amp;quot;&amp;gt;Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund&amp;lt;/lex&amp;gt; bei und gehörte diesem bis zu dessen Verbot 1922 an. Seit Herbst 1920 war Werle auch Mitglied der neu gegründeten Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Deutschland (NSDAP) mit der Mitgliedsnummer 37931. 1924/25 trat er in der Verbotszeit der NSDAP deren Tarnorganisation, der Deutschen Partei, bei. Nach der Wiedergründung der NSDAP 1925 trat er dieser wieder bei und erhielt die Mitgliedsnummer 24373. Werle war damit nicht nur ein &amp;quot;alter Kämpfer&amp;quot;, sondern wohl auch das erste nachweisbare NSDAP-Mitglied aus Karlsruhe. Der spätere Kreisleiter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1011&amp;quot;&amp;gt;Willi Worch&amp;lt;/lex&amp;gt; bezeichnete ihn als &amp;quot;ein Stück Geschichte der NSDAP des Gaus Baden&amp;quot;. Dafür wurde er später mit dem Goldenen Parteiabzeichen, dem Gauehrenzeichen in Silber und Gold und der Dienstauszeichnung in Bronze und Silber geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 25. März 1925 bis 15. Januar 1929 fungierte er als Stellvertretender Gaukassier, vom 2. Februar 1929 bis zum 16. Oktober 1929 hatte er das Amt des Gauschatzmeisters der Standarte 32 der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;Schutzstaffel (SS)&amp;lt;/lex&amp;gt;, deren Mitbegründer er war. In der Partei war er vom 1. April 1930 bis 1. August 1934 Sektionsführer, die Ortsgruppenleitung Karlsruhe Südwest hatte er von Januar 1933 bis Juli 1934 und dann wieder ab November 1938 inne. Dem Reservesturm 10/109 der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1941&amp;quot;&amp;gt;Sturmabteilung (SA)&amp;lt;/lex&amp;gt; der NSDAP gehörte er vom 24. März 1931 bis 12. Augst 1932 an. 1933 trat er der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1949&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Arbeitsfront (DAF)&amp;lt;/lex&amp;gt; bei, 1934 wurde er zudem Mitglied der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1803&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)&amp;lt;/lex&amp;gt;, zum 1. Juli 1934 wurde er Förderndes Mitglied der SS, am 1. Februar 1935 schließlich Kreisamtsleiter des Amts für Kommunalpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Amt eines &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1120&amp;quot;&amp;gt;Stadtverordneten&amp;lt;/lex&amp;gt; übernahm er am 16. November 1930. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1015&amp;quot;&amp;gt;Bürgerausschuss&amp;lt;/lex&amp;gt; war er ordentliches Mitglied des Ausschusses für Bau- und Denkmalpflege, außerdem war er Stellvertretendes Mitglied des Beschwerdeausschusses für das Fürsorgewesen. An der als &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0290&amp;quot;&amp;gt;Rathausschlacht&amp;lt;/lex&amp;gt; bezeichneten Schlägerei im Bürgerausschuss war Werle beteiligt. Am 11. Juli 1933 wurde er auch &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadtrat&amp;lt;/lex&amp;gt;, nachdem die Stadträte der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0330&amp;quot;&amp;gt;Sozialdemokratischen Deutschen Arbeiterpartei (SPD)&amp;lt;/lex&amp;gt; widerrechtlich ausgeschlossen worden waren. Vom 14. November 1933 bis zum 20. Juni 1938 war er Karlsruher Ratsherr, ehe er am 30. Juni 1938 sein Amt im Bezirksrat antrat. Zuvor war er am 1. Mai 1938 städtischer Beamter mit dem Rang eines Verwaltungsoberinspektors geworden, als er Vorsitzender des Ortsgerichtsrats wurde, dessen Mitglied er seit 1935 war. Nun verkaufte er auch die väterliche Schreinerei, die er Ende 1932 nach dem Tod des Vaters übernommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wehrmacht war er 1939 in der Landeschützenkompagnie Heilbronn aktiv, ehe er im Januar 1940 seinen Dienst bei der Stadt wieder aufnahm. 1943 war er nochmal einige Monate bei der Wehrmacht in Donaueschingen und Kehl tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; hielt die Polizeibehörde in dem Bericht für das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0099&amp;quot;&amp;gt;Spruchkammerverfahren&amp;lt;/lex&amp;gt; fest, dass Werle &amp;quot;immer noch ein fanatischer Anhänger einer kläglich zusammengebrochenen Weltanschauung&amp;quot; sei. Werle war unter anderem im Lager Ludwigsburg und in einem amerikanischen Lager in Garmisch interniert. Verurteilt wurde Werle im Juli 1949 zunächst als Hauptschuldiger zu drei Jahren Lagerhaft, die er durch die Internierung abgebüßt hatte, sein Vermögen wurde eingezogen. Im Oktober 1949 wurde er zurückgestuft als nun nur noch Belasteter, das Vermögen nur noch zu 20 Prozent eingezogen. Eine erneute Berufung Werles wurde 1952 endgültig abgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werle lebte bis in die 1970er-Jahre in Karlsruhe, ehe er nach Merzig verzog. Im Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0284&amp;quot;&amp;gt;Adressbuch&amp;lt;/lex&amp;gt; ist er als Verwaltungsangestellter aufgeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2026&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
StadtA Kaiserslautern, Standesbücher; StadtAK 1/POA 5875 a und b; GLA 465d Nr. 664, 465 f Nr. 1632.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0506&amp;diff=599204</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0506</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0506&amp;diff=599204"/>
		<updated>2026-09-01T12:05:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Julius Hirsch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Julius Hirsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_Hirsch_8_SpoA_1300.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Das Innentrio der Altmeister-Mannschaft des KFV: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Gottfried Fuchs und Julius Hirsch (von links), 1921, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1300.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_2.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Anzeige der Deutschen Signalflaggenfabrik G.m.b.H, in: Deutsche Staedte, Stuttgart 1922, S. 154.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Julius Hirsch=&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballnationalspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Kaufmann, * 7. April 1892 Achern/Lkr. Ortenaukreis, † 1943 Auschwitz (am 8. Mai 1945 für tot erklärt), jüd., ∞ 1920 Ella Hauser (ev.), 1 Tochter, 1 Sohn.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Julius Hirsch wurde als jüngster Sohn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdischen&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruher Tuchwarenkaufmanns Berthold Hirsch, der Mitinhaber eines Tuchwarengeschäfts war, während eines Aufenthaltes seiner Mutter in der Heil- und Pflegeanstalt Illenau bei Achern geboren. Die zweijährige Kaufmannslehre schloss er nach der Mittleren Reife und dem Besuch einer Handelsschule bei der Karlsruher Lederhandlung Freud und Strauss am 1. September 1910 ab, für die er bis zum 22. März 1912 arbeitete. Vom 1. April 1913 bis zum 31. Juli 1914 war er bei der Nürnberger Spielwarenfabrik Bing AG angestellt, für die er wieder vom 1. Dezember 1918 bis zum 30. März 1919 arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch als Schüler trat Hirsch 1902 in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballverein (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt; ein, 1909 spielte er in der ersten Mannschaft, an deren Deutscher Meisterschaft 1910 er maßgeblichen Anteil hatte. 1911 erfolgte die Berufung in die Nationalmannschaft - er war damit der erste von nur zwei deutschen Fußballnationalspieler jüdischen Glaubens. Es folgte ihm nur noch sein kongenialer Sturmpartner beim KFV und in der Nationalmannschaft &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1913 wechselte er aus beruflichen Gründen nach Fürth zur dortigen Spielvereinigung, mit der er 1914 noch einmal Deutscher Meister wurde. Der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Erste Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verhinderte weitere nationale und internationale Erfolge. So blieb es bei nur sieben Länderspielen mit vier Toren, alle beim 5:5 gegen Holland am 24. März 1912 erzielt. Hirsch ist damit der einzige Karlsruher Fußballnationalspieler, der mit zwei verschiedenen Mannschaften Deutscher Meister wurde, und der erste deutsche Fußballnationalspieler, der vier Tore in einem Länderspiel erzielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsdienst 1914 bis 1918 spielte Hirsch - er erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse und die bayerische Dienstauszeichnung - wieder kurz bei der Spielvereinigung Fürth und kehrte schon 1919 zum KFV zurück, wo er aber an seine Vorkriegserfolge nicht mehr anknüpfen konnte. 1923 beendete er, seit 1921 Ehrenspielführer, seine aktive Laufbahn, blieb aber dem KFV verbunden, so war er zeitweise Mitglied des Spielausschusses.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hirsch erfuhr, dass der KFV zu den Vereinen gehörte, die am 9. April 1933 den neuen NS-Machthabern eilfertig versichert hatten, dass sie &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; ausschließen würden, kam er am 10. April 1933 dem Ausschluss durch seinen Austritt zuvor. Sportlich versuchte Hirsch nun als Trainer im Ausland zu arbeiten, was ihm nur für kurze Zeit im Elsass gelang. In Karlsruhe schloss er sich dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1631&amp;quot;&amp;gt;Jüdischen Turnklub 03&amp;lt;/lex&amp;gt; an, mit dem er als Aktiver noch einmal eine Meisterschaft gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hirsch arbeitete nach dem Krieg in der Firma des Vaters und dessen Bruder, der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0021&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Signalflaggenfabrik Gebr. Hirsch &amp;amp; Co&amp;lt;/lex&amp;gt;  in Karlsruhe, für die er 1924 die Prokura erhielt und die er 1926 mit seinem Bruder Max als Geschäftsführer übernahm. Schon in den 1920er-Jahren hatte die Firma mit wirschaftlichen Problemen zu kämpfen, an der sich zeitweise der inzwischen im väterlichen Betrieb tätige Gottfried Fuchs beteilgte. Dennochmusste 1930 musste die Firma, die seit 1926 Sigfa, Sportgesellschaft mit beschränkter Haftung, vormals Deutsche Signalflaggenfabrik Karlsruhe hieß, die Produktion als Folge der Weltwirtschaftkrise einstellen und sich auf den Vertrieb von Sportartikeln beschränken, im Februar 1933 dann aber doch Konkurs anmelden. Beruflich hielt Julius Hirsch sich danach als Textilvertreter, dann als Hilfsbuchhalter bei den Zellstoff- und Papierfabriken Ettlingen und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ort-0121&amp;quot;&amp;gt;Maxau&amp;lt;/lex&amp;gt; bis zu deren &amp;quot;&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0264&amp;quot;&amp;gt;Arisierung&amp;lt;/lex&amp;gt;&amp;quot; im Jahr 1938 über Wasser. Wohl nicht zuletzt wegen der ungeheuren seelischen Belastung erkrankte Hirsch Ende 1938 und wurde in einer psychiatrischen Klinik in Bar-Le-Duc in Lothringen behandelt. Um seine christliche Frau Ella und zwei Kinder zu schützen, ließ er sich 1942 scheiden. Von der Deportation der Karlsruhe Juden im Oktober 1940 nach &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1325&amp;quot;&amp;gt;Gurs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Südfrankreich blieb Hirsch dank seiner &amp;quot;Mischehe&amp;quot; noch verschont, doch am 1. März 1943 wurde Hirsch, der seit 1939 als Scuttplatzarbeiter bei der Stadt Karlsruhe angestellt war, mit elf anderen Karlsruher Juden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Möglichkeit, mit einem versiegelten Postwagen in die Schweiz zu fliehen, hatte er zuvor nicht genutzt, wohl in Unterschätzung der ihm drohenden Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stiftete 2005 den Julius-Hirsch-Preis, mit dem er an einen von nur zwei jüdischen deutschen Nationalspielern erinnert. Seit dem 15. Mai 2010 erinnert beim ehemaligen KFV-Stadion am Karlsruher Weg eine Stele an die Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1480&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Wegs&amp;lt;/lex&amp;gt; in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012/2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==		&lt;br /&gt;
GLA 480 9259; StadtAK 8/ZGS Personen; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 20. Juli 2022); Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/zeitungen/topic/view/7756828 (Zugriff am 20. August 2025); Andreas Hirsch: Über seinen Großvater Julius Hirsch und seine Familiengeschichte, Interview vom 11. Oktober 2024, hrsg. von Zeitzeugen e. V., ohne Ort, 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ludger Syré: Julius Hirsch, in: Badische Biographien, NF, Bd. V, hrsg. von Bernd Ottnad, Stuttgart 2005, S. 124-126; Gereon Tönnihsen: Julius Hirsch. Ein deutscher Fußballnationalspieler jüdischer Herkunft aus Karlsruhe, Karlsruhe 2008 (= Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 10), darin S. 11-15, Ernst Otto Bräunche: Die Stellung von Julius Hirsch in der Karlsruher Fußballgeschichte; Werner Skrentny: Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet. Biografie eines jüdischen Fußballers, 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage Göttingen 2016.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0506&amp;diff=599203</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0506</title>
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		<updated>2026-09-01T12:01:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Julius Hirsch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Julius Hirsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_Hirsch_8_SpoA_1300.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Das Innentrio der Altmeister-Mannschaft des KFV: &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0501&amp;quot;&amp;gt;Fritz Förderer&amp;lt;/lex&amp;gt;, Gottfried Fuchs und Julius Hirsch (von links), 1921, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1300.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0506_2.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Anzeige der Deutschen Signalflaggenfabrik G.m.b.H, in: Deutsche Staedte. Stuttgart 1922, S. 154.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Julius Hirsch=&lt;br /&gt;
&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballnationalspieler&amp;lt;/lex&amp;gt;, Kaufmann, * 7. April 1892 Achern/Lkr. Ortenaukreis, † 1943 Auschwitz (am 8. Mai 1945 für tot erklärt), jüd., ∞ 1920 Ella Hauser (ev.), 1 Tochter, 1 Sohn.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Julius Hirsch wurde als jüngster Sohn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdischen&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruher Tuchwarenkaufmanns Berthold Hirsch, der Mitinhaber eines Tuchwarengeschäfts war, während eines Aufenthaltes seiner Mutter in der Heil- und Pflegeanstalt Illenau bei Achern geboren. Die zweijährige Kaufmannslehre schloss er nach der Mittleren Reife und dem Besuch einer Handelsschule bei der Karlsruher Lederhandlung Freud und Strauss am 1. September 1910 ab, für die er bis zum 22. März 1912 arbeitete. Vom 1. April 1913 bis zum 31. Juli 1914 war er bei der Nürnberger Spielwarenfabrik Bing AG angestellt, für die er wieder vom 1. Dezember 1918 bis zum 30. März 1919 arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch als Schüler trat Hirsch 1902 in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballverein (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt; ein, 1909 spielte er in der ersten Mannschaft, an deren Deutscher Meisterschaft 1910 er maßgeblichen Anteil hatte. 1911 erfolgte die Berufung in die Nationalmannschaft - er war damit der erste von nur zwei deutschen Fußballnationalspieler jüdischen Glaubens. Es folgte ihm nur noch sein kongenialer Sturmpartner beim KFV und in der Nationalmannschaft &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0503&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Fuchs&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1913 wechselte er aus beruflichen Gründen nach Fürth zur dortigen Spielvereinigung, mit der er 1914 noch einmal Deutscher Meister wurde. Der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Erste Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; verhinderte weitere nationale und internationale Erfolge. So blieb es bei nur sieben Länderspielen mit vier Toren, alle beim 5:5 gegen Holland am 24. März 1912 erzielt. Hirsch ist damit der einzige Karlsruher Fußballnationalspieler, der mit zwei verschiedenen Mannschaften Deutscher Meister wurde, und der erste deutsche Fußballnationalspieler, der vier Tore in einem Länderspiel erzielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsdienst 1914 bis 1918 spielte Hirsch - er erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse und die bayerische Dienstauszeichnung - wieder kurz bei der Spielvereinigung Fürth und kehrte schon 1919 zum KFV zurück, wo er aber an seine Vorkriegserfolge nicht mehr anknüpfen konnte. 1923 beendete er, seit 1921 Ehrenspielführer, seine aktive Laufbahn, blieb aber dem KFV verbunden, so war er zeitweise Mitglied des Spielausschusses.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hirsch erfuhr, dass der KFV zu den Vereinen gehörte, die am 9. April 1933 den neuen NS-Machthabern eilfertig versichert hatten, dass sie &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;Juden&amp;lt;/lex&amp;gt; ausschließen würden, kam er am 10. April 1933 dem Ausschluss durch seinen Austritt zuvor. Sportlich versuchte Hirsch nun als Trainer im Ausland zu arbeiten, was ihm nur für kurze Zeit im Elsass gelang. In Karlsruhe schloss er sich dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1631&amp;quot;&amp;gt;Jüdischen Turnklub 03&amp;lt;/lex&amp;gt; an, mit dem er als Aktiver noch einmal eine Meisterschaft gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hirsch arbeitete nach dem Krieg in der Firma des Vaters und dessen Bruder, der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0021&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Signalflaggenfabrik Gebr. Hirsch &amp;amp; Co&amp;lt;/lex&amp;gt;  in Karlsruhe, für die er 1924 die Prokura erhielt und die er 1926 mit seinem Bruder Max als Geschäftsführer übernahm. Schon in den 1920er-Jahren hatte die Firma mit wirschaftlichen Problemen zu kämpfen, an der sich zeitweise der inzwischen im väterlichen Betrieb tätige Gottfried Fuchs beteilgte. Dennochmusste 1930 musste die Firma, die seit 1926 Sigfa, Sportgesellschaft mit beschränkter Haftung, vormals Deutsche Signalflaggenfabrik Karlsruhe hieß, die Produktion als Folge der Weltwirtschaftkrise einstellen und sich auf den Vertrieb von Sportartikeln beschränken, im Februar 1933 dann aber doch Konkurs anmelden. Beruflich hielt Julius Hirsch sich danach als Textilvertreter, dann als Hilfsbuchhalter bei den Zellstoff- und Papierfabriken Ettlingen und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ort-0121&amp;quot;&amp;gt;Maxau&amp;lt;/lex&amp;gt; bis zu deren &amp;quot;&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0264&amp;quot;&amp;gt;Arisierung&amp;lt;/lex&amp;gt;&amp;quot; im Jahr 1938 über Wasser. Wohl nicht zuletzt wegen der ungeheuren seelischen Belastung erkrankte Hirsch Ende 1938 und wurde in einer psychiatrischen Klinik in Bar-Le-Duc in Lothringen behandelt. Um seine christliche Frau Ella und zwei Kinder zu schützen, ließ er sich 1942 scheiden. Von der Deportation der Karlsruhe Juden im Oktober 1940 nach &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1325&amp;quot;&amp;gt;Gurs&amp;lt;/lex&amp;gt; in Südfrankreich blieb Hirsch dank seiner &amp;quot;Mischehe&amp;quot; noch verschont, doch am 1. März 1943 wurde Hirsch, der seit 1939 als Scuttplatzarbeiter bei der Stadt Karlsruhe angestellt war, mit elf anderen Karlsruher Juden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Möglichkeit, mit einem versiegelten Postwagen in die Schweiz zu fliehen, hatte er zuvor nicht genutzt, wohl in Unterschätzung der ihm drohenden Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stiftete 2005 den Julius-Hirsch-Preis, mit dem er an einen von nur zwei jüdischen deutschen Nationalspielern erinnert. Seit dem 15. Mai 2010 erinnert beim ehemaligen KFV-Stadion am Karlsruher Weg eine Stele an die Fußball­tra­­di­tion in Karlsruhe mit dem Gewinn der Deutschen Meister­­schaft des KFV sowie seinen jüdischen Fußball­na­tio­nal­­spie­­lern Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Am 14. Mai 2013 beschloss der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; die Umbenennung eines Teils des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1480&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Wegs&amp;lt;/lex&amp;gt; in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1421&amp;quot;&amp;gt;Julius-Hirsch-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2012/2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==		&lt;br /&gt;
GLA 480 9259; StadtAK 8/ZGS Personen; Stele zu den jüdischen Fußballern des KFV, https://stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungskultur/erinnerungskultur-im-oeffentlichen-raum/stele-des-kfv (Zugriff am 20. Juli 2022); Karlsruher Zeitungen https://digital.blb-karlsruhe.de/zeitungen/topic/view/7756828 (Zugriff am 20. August 2025); Andreas Hirsch: Über seinen Großvater Julius Hirsch und seine Familiengeschichte, Interview vom 11. Oktober 2024, hrsg. von Zeitzeugen e. V., ohne Ort, 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ludger Syré: Julius Hirsch, in: Badische Biographien, NF, Bd. V, hrsg. von Bernd Ottnad, Stuttgart 2005, S. 124-126; Gereon Tönnihsen: Julius Hirsch. Ein deutscher Fußballnationalspieler jüdischer Herkunft aus Karlsruhe, Karlsruhe 2008 (= Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 10), darin S. 11-15, Ernst Otto Bräunche: Die Stellung von Julius Hirsch in der Karlsruher Fußballgeschichte; Werner Skrentny: Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet. Biografie eines jüdischen Fußballers, 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage Göttingen 2016.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-1959&amp;diff=599202</id>
		<title>De:Lexikon:bio-1959</title>
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		<updated>2026-09-01T11:46:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Bernhard Schmitt (ONUK) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Bernhard Schmitt (ONUK)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Bernhard Schmitt (ONUK)=&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmitt Bernhard ONUK Selbstportrait.jpg|alternativtext=Bernhard Schmitt (ONUK), Selbstporträt.|links|mini|Bernhard Schmitt (ONUK), Selbstporträt 19. Oktober 2009.]]&lt;br /&gt;
Historiker, Fotograf und Künstler, * 29. Januar 1955 Karlsruhe, † 13. Januar 2018 Karlsruhe, ∞ 2. Ehe, Bettina Wohlwend 2011.  &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn des Karlsruher Stadtsyndikus Kuno Schmitt wuchs in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3075&amp;quot;&amp;gt;Dammerstocksiedlung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf und studierte nach dem Besuch des Eichendorff-Gymnasiums in Ettlingen Geschichte, Soziologie und Politologie an der TH Darmstadt. Danach war er 16 Jahre als Bereichsleiter Literatur, Film und Heimatpflege im städtischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1039&amp;quot;&amp;gt;Kulturreferat&amp;lt;/lex&amp;gt; tätig, die letzten sechs Jahre nur noch mit einer halben Stelle, da er sich zunehmend als freier Fotograf und Künstler betätigte, der sich bald über Karlsruhe hinaus einen Ruf erarbeitete. In Fotoworkshops ermöglichte er den Teilnehmenden den Einstieg in die Systemfotografie, die Porträt-, Nacht-, und Architekturfotografie. In der Stadt Karlsruhe war Bernhard Schmitt in der Kultur stets präsent und hat markante Spuren hinterlassen. Für seine Bescheidenheit, seine Freundlichkeit, seinen zuweilen rabenschwarzen Humor und seine Selbstironie war er bekannt und geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiberuflich fotografierte er für das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0821&amp;quot;&amp;gt;Badische Landesmuseum&amp;lt;/lex&amp;gt;, das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0806&amp;quot;&amp;gt;Stadtarchiv Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt;, die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0839&amp;quot;&amp;gt;Städtische Galerie&amp;lt;/lex&amp;gt; (heute Kunstmuseum Karlsruhe), das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0845&amp;quot;&amp;gt;Badische Staatstheater&amp;lt;/lex&amp;gt;, das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0842&amp;quot;&amp;gt;Zentrum für Kunst und Medien (ZKM)&amp;lt;/lex&amp;gt;, das Fraunhofer-Institut ICT, die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1145&amp;quot;&amp;gt;Badischen Neuesten Nachrichten (BNN)&amp;lt;/lex&amp;gt; und KA-News. Fotografien erschienen unter anderem im Spiegel, den Zeitschriften Amica und Wiener. Der umfangreiche Nachlass von Bernhard Schmitt (ONUK) wird heute im Stadtarchiv Karlsruhe aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler ONUK – der Künstlername ist ein Anagramm des Vornamens des von ihm sehr verehrten Vaters Kuno - zeigte Ausstellungen in nationalen und internationalen Museen. Er veröffentlichte zahlreiche Bildbände und war beteiligt an vielen Kulturprojekten. Unter der Vielzahl ragen heraus die Projekte „Karlsruhe erwacht“ und das Gemeinschaftsprojekt „110.000 Tage Karlsruhe“ (zum Ideenwettbewerb 300. Stadtjubiläum Karlsruhe 2015) sowie das Kunstprojekt „Ab- und Zufall / Wertstoff“ mit Markus Jäger ([http://www.recycling-world.eu www.recycling-world.eu], Zugriff am 20. August 2026). Sein Interesse galt nicht nur dem lokalen und regionalen Geschehen, seine Bildbände zu Großstädten wie Bangkok, London, Paris und Shanghai setzen deren Dynamik im Alltagsgeschehen durch die mit der ONUK eigenen Unschärfe eindrucksvoll in Szene. Auf Kunstmessen war er in Berlin, Köln und Nancy vertreten. 2014 wurde er zum Dozenten bei der „Europäischen Medien- und Event-Akademie gGmbH“ berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2026&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA ONUK, 8/ZGS Einzelpersonen.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einzelausstellungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Museum für Literatur am Oberrhein Karlsruhe, Stadtmuseen Karlsruhe und Crailsheim, Goethe-Institute, Nancy (Frankreich) und Bangkok (Thailand), Chulalongkorn-Universität, Bangkok, Rathaus Bretten, Rathaus Halle (Saale), Rathaus Timisoara (Rumänien), Rathaus Bruchsal, Kunstverein Neckar-Odenwald, Buchen, Humboldt-Vereinigung, Guatemala-Stadt, Participation Citoyenne: Le Cas Stuttgart 21, ZKM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsausstellungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Kulturhaus Osterfeld, Pforzheim, Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen, 2004, Badischer Kunstverein, Karlsruhe, Goethe-Institut, Nancy, Stuttgarter Fotosommer, Kulturzentrum, Städtische Galerie, Rastatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufsätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Spannungsfeld von Assimilation, Antisemitismus und Zionismus, in: Juden in Karlsruhe, hrsg. von Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt, Karlsruhe 1988, S. 121-154 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 8); Der erste Luftangriff auf Karlsruhe am 15. Juni 1915, in: Blick in die Geschichte, hrsg. vom Forum  für Stadtgeschichte und Kultur, Bd. 1 Karlsruhe 1994, S. 67-69, file://///storage/home/KultA/ernst.braeunche/Downloads/Blick_in_die_Geschichte_Bd1_opt.pdf (Zugriff am 17. August 2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eigene Veröffentlichungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Hälfte des Lebens. Frauen um 40, Karlsruhe 1996; Lebensstufen. Frauen um zwanzig und siebzig, Karlsruhe 1999; Laos, Karlsruhe 2001; Ankunft einer Generation. Integrationsgeschichten von Spätaussiedlern. Hrsg. Lena Khuen-Belasi/Internationaler Bund, Texte: L. Khuen-Belasi u. a., Karlsruhe 2003; Karlsruhe. Architektur im Blick. Hrsg. mit Annette Ludwig und Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Karlsruhe 2005; Stadtlandschaften, Text: Peter Weibel, Karlsruhe 2005; Daheim in fremden Ländern. Frauen stellen sich vor. Texte: G. Strecker u. a., Karlsruhe 2001; Neue Rhythmen am Rhein. Frauen aus Lateinamerika. Texte: Gun Strecker, Elisabeth Schraut, Karlsruhe 2007; Temporär. Fotografien von ONUK Bernhard Schmitt, hrsg. von Thomas Lindemann, Karlsruhe 2015 (= Lindemanns Bibliothek Bd. 227).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beteiligungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Karlsruhe. Portrait der badischen Fächerstadt, Text: Ulrich Hartmann, Karlsruhe 1999; Karlsruhe. Bilder der Fächerstadt, Text: Michael Hübl, Karlsruhe 2006; mit Peter Bastian und Anke Mührenberg: Das Tullabad, Karlsruhe 2008; mit Fabian Müller: Beleuchtung im Freiraum, München 2010; mit Yps Knauber: Durlach. Ansichten und Einblicke, Leinfelden-Echterdingen 2012; Blütenträume für zu Hause, Ostfildern 2013; Talent Leidenschaft Anerkennung. Karlsruher Potenziale in Wissenschaft und Kultur, hrsg. von: C. Böckelmann, T. Hoyer, G. Weigand, Karlsruhe 2013; Von der Pfandleihe zum Stadtarchiv, Karlsruhe 2013 (= Häuser- und Baugeschichte, Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 12); Karlsruher Sommermärchen. Die Fächerstadt feiert 300. Geburtstag, hrsg. von Klaus Michael Baur, Karlsruhe 2015.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-2205&amp;diff=599193</id>
		<title>De:Lexikon:bio-2205</title>
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		<updated>2026-09-01T10:05:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Ludwig Gottfried Werle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Ludwig Gottfried Werle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Ludwig Gottfried Werle=&lt;br /&gt;
[[Datei:Werle Ludwig 8 Alben12 80a.jpg|alternativtext=Ludwig Gottfried Werle, Foto 1933, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 12/80a.|links|mini|Ludwig Gottfried Werle, Foto 1933, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 12/80a.]]&lt;br /&gt;
Kaufmann, Schreiner, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;NSDAP&amp;lt;/lex&amp;gt;-Funktionär, * 24. Mai 1897 Kaiserslautern, † 13. Oktober 1979 Merzig, kath., gottgläubig, ∞ 8. November 1928 Elly Wittmann, 3 Kinder. &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Schreinermeisters besuchte 1903 die Volksschule Wieblingen bei Heidelberg, 1903/04 die Bürgerschule Mannheim und dann 1904 bis 1907 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1459&amp;quot;&amp;gt;Nebeniusschule&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe. Nach dem Reformgymnasium, heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1425&amp;quot;&amp;gt;Goethe-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt; (1907 bis 1910) arbeitete er als Lehrling in der väterlichen Schreinerei. In dieser Zeit besuchte er auch die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1142&amp;quot;&amp;gt;Handelsschule&amp;lt;/lex&amp;gt; und belegte einen Zeichen- und Modellierfachkurs an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0931&amp;quot;&amp;gt;Kunstgewerbeschule&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1912 bis 1914 gehörte er dem Katholischen Jugendverein, 1914 bis 1916 dem katholischen Kaufmännischen Verein Fidelitas an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; war er bis 1916 Mitglied der Karlsruher Jugendwehr. 1916 bis 1918 leistete er Kriegsdienst, zuletzt als Gefreiter beim Infanterieregiment 114 und 185 und wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Kriegsversehrtenkreuz ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 trat er mit der Mitgliedsnummer 622 dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0082&amp;quot;&amp;gt;antisemitischen&amp;lt;/lex&amp;gt; rechtsradikalen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1911&amp;quot;&amp;gt;Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund&amp;lt;/lex&amp;gt; bei und gehörte diesem bis zu dessen Verbot 1922 an. Seit Herbst 1920 war Werle auch Mitglied der neu gegründeten Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Deutschland (NSDAP) mit der Mitgliedsnummer 37931. 1924/25 trat er in der Verbotszeit der NSDAP deren Tarnorganisation, der Deutschen Partei, bei. Nach der Wiedergründung der NSDAP 1925 trat er dieser wieder bei und erhielt die Mitgliedsnummer 24373. Werle war damit nicht nur ein &amp;quot;alter Kämpfer&amp;quot;, sondern wohl auch das erste nachweisbare NSDAP-Mitglied aus Karlsruhe. Der spätere Kreisleiter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1011&amp;quot;&amp;gt;Willi Worch&amp;lt;/lex&amp;gt; bezeichnete ihn als &amp;quot;ein Stück Geschichte der NSDAP des Gaus Baden&amp;quot;. Dafür wurde er später mit dem Goldenen Parteiabzeichen, dem Gauehrenzeichen in Silber und Gold und der Dienstauszeichnung in Bronze und Silber geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 25. März 1925 bis 15. Januar 1929 fungierte er als Stellvertretender Gaukassier, vom 2. Februar 1929 bis zum 16. Oktober 1929 hatte er das Amt des Gauschatzmeisters der Standarte 32 der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;Schutzstaffel (SS)&amp;lt;/lex&amp;gt;, deren Mitbegründer er war. In der Partei war er vom 1. April 1930 bis 1. August 1934 Sektionsführer, die Ortsgruppenleitung Karlsruhe Südwest hatte er von Januar 1933 bis Juli 1934 und dann wieder ab November 1938 inne. Dem Reservesturm 10/109 der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1941&amp;quot;&amp;gt;Sturmabteilung (SA)&amp;lt;/lex&amp;gt; der NSDAP gehörte er vom 24. März 1931 bis 12. Augst 1932 an. 1933 trat er der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1949&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Arbeitsfront (DAF)&amp;lt;/lex&amp;gt; bei, 1934 wurde er zudem Mitglied der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1803&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)&amp;lt;/lex&amp;gt;, zum 1. Juli 1934 wurde er Förderndes Mitglied der SS, am 1. Februar 1935 schließlich Kreisamtsleiter des Amts für Kommunalpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Amt eines &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1120&amp;quot;&amp;gt;Stadtverordneten&amp;lt;/lex&amp;gt; übernahm er am 16. November 1930. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1015&amp;quot;&amp;gt;Bürgerausschuss&amp;lt;/lex&amp;gt; war er ordentliches Mitglied des Ausschusses für Bau- und Denkmalpflege, außerdem war er Stellvertretendes Mitglied des Beschwerdeausschusses für das Fürsorgewesen. An der als &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0290&amp;quot;&amp;gt;Rathausschlacht&amp;lt;/lex&amp;gt; bezeichneten Schlägerei im Bürgerausschuss war Werle beteiligt. Am 11. Juli 1933 wurde er auch &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Stadtrat&amp;lt;/lex&amp;gt;, nachdem die Stadträte der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0330&amp;quot;&amp;gt;Sozialdemokratischen Deutschen Arbeiterpartei (SPD)&amp;lt;/lex&amp;gt; widerrechtlich ausgeschlossen worden waren. Vom 14. November 1933 bis zum 20. Juni 1938 war er Karlsruher Ratsherr, ehe er am 30. Juni 1938 sein Amt im Bezirksrat antrat. Zuvor war er am 1. Mai 1938 städtischer Beamter mit dem Rang eines Verwaltungsoberinspektors geworden, als er Vorsitzender des Ortsgerichtsrats wurde, dessen Mitglied er seit 1935 war. Nun verkaufte er auch die väterliche Schreinerei, die er Ende 1932 nach dem Tod des Vaters übernommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wehrmacht war er 1939 in der Landeschützenkompagnie Heilbronn aktiv, ehe er im Januar 1940 seinen Dienst bei der Stadt wieder aufnahm. 1943 war er nochmal einige Monate bei der Wehrmacht in Donaueschingen und Kehl tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; hielt die Polizeibehörde in dem Bericht für das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0099&amp;quot;&amp;gt;Spruchkammerverfahren&amp;lt;/lex&amp;gt; fest, dass Werle &amp;quot;immer noch ein fanatischer Anhänger einer kläglich zusammengebrochenen Weltanschauung&amp;quot; sei. Werle war unter anderem im Lager Ludwigsburg und in einem amerikanischen Lager in Garmisch interniert. Verurteilt wurde Werle im Juli 1949 zunächst als Hauptschuldiger zu drei Jahren Lagerhaft, die er durch die Internierung abgebüßt hatte, sein Vermögen wurde eingezogen. Im Oktober 1949 wurde er zurückgestuft als nun nur noch Belasteter, das Vermögen nur noch zu 20 Prozent eingezogen. Eine erneute Berufung Werles wurde 1952 endgültig abgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werle lebte bis in die 1970er-Jahre in Karlsruhe, ehe er nach Merzig verzog. Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0284&amp;quot;&amp;gt;Adressbuch&amp;lt;/lex&amp;gt; ist er als Verwaltungsangestellter aufgeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2026&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
StadtA Kaiserslautern, Standesbücher; StadtAK 1/POA 5875 a und b; GLA 465d Nr. 664, 465 f Nr. 1632.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:bio-0621</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Friedrich Otto Aristides von Weech */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Friedrich Otto Aristides von Weech}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Friedrich Otto Aristides von Weech=&lt;br /&gt;
[[Datei:Weech Friedrich 8 PBS oIII 1574.jpg|alternativtext=Friedrich von Weech, um 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1574.|links|mini|Friedrich von Weech, um 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1574.]]&lt;br /&gt;
Archivar und Historiker, * 16. Oktober 1837 München, † 17. November 1905 Karlsruhe, kath., ∞ 1865 Theresia Augusta Antonia Seuffert, 3 Töchter. &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Als der Badische Kammerherr, Geheimrat und Archivdirektor Friedrich von Weech im Alter von 68 Jahren verstarb, würdigten zahlreiche Nachrufe seine Person und sein Wirken als Archivar und Historiker. „Ein trefflicher Forscher und Gelehrter voll Geist und sprühender Laune, voll vielseitiger Interessen, ein liebenswürdiger Gesellschafter, in dessen gastlichem Hause der Sinn für alles Schöne gepflegt und allen wissenschaftlichen und künstlerischen Bestrebungen ein feines Verständnis entgegengebracht wurde.“, schrieb zum Beispiel die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1181&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Zeitung&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des in griechischen Diensten stehenden Hauptmanns Friedrich von Weech wurde unter anderem in der „geistlichen Erziehungsanstalt“ des Benediktinerklosters Metten in Niederbayern unterrichtet und studierte nach dem Abitur, das er 1856 am Maximiliansgymnasium München ablegte, an den Universitäten München und Heidelberg Rechtswissenschaft und Geschichte. 1860 wurde er in München zum Doktor der Philosophie promoviert. Während des Studiums 1858 trat er dem Corps Guestphalia Heidelberg bei. &lt;br /&gt;
1862 habilitierte er sich an der Universität Freiburg als Privatdozent der Geschichte, nachdem er zuvor Vorlesungen unter anderem von Leopold von Ranke und Johann Gustav Droysen in Berlin besucht hatte. In der Freiburger Zeit begann eine Freundschaft mit Heinrich von Treitschke, mit dem er gemeinsam dem Comitee für Schleswig-Holstein angehörte. Später kühlte das Verhältnis wegen inhaltlicher Differenzen deutlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Jahren Tätigkeit für die Königliche Akademie der Wissenschaften in München, wo er an der Herausgabe der Chronik der deutschen Städte mitwirkte, wurde er 1864 als Nachfolger von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0972&amp;quot;&amp;gt;Joseph Bader&amp;lt;/lex&amp;gt; an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0808&amp;quot;&amp;gt;Großherzoglichen Hofbibliothek&amp;lt;/lex&amp;gt; mit dem Titel „Hilfsarbeiter“ angestellt. Ende 1867 wurde er Archivrat am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0802&amp;quot;&amp;gt;Badischen Generallandesarchiv&amp;lt;/lex&amp;gt; und 1886 dessen Direktor. In seiner Amtszeit wurde das Generallandesarchiv zu einem wissenschaftlichen Institut erhoben, und die Herausgabe der Inventare des Großherzoglich Badischen General-Landesarchivs begann. In seiner Amtszeit entstanden so 156 Repertorien und das Generallandesarchiv wurde nicht nur „zu einem wissenschaftlichen Institut erhoben, das durch seine Einrichtungen vielfach vorbildlich geworden ist“, es erhielt auch ein neues Archivgebäude an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2039&amp;quot;&amp;gt;Hildapromenade&amp;lt;/lex&amp;gt;, das damals Maßstäbe setzte. Bereits 1883 war er Sekretär der neugegründeten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1715&amp;quot;&amp;gt;Badischen Historischen Kommission&amp;lt;/lex&amp;gt; geworden, deren Gründung er nachhaltig betrieben hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stadt Karlsruhe erwarb sich von Weech durch seine Beteiligung beim Aufbau des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0806&amp;quot;&amp;gt;Stadtarchivs&amp;lt;/lex&amp;gt; große Verdienste. Drei Jahre nach dessen Gründung wurde er im Jahr 1888 in die städtische &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1931&amp;quot;&amp;gt;Archivkommission&amp;lt;/lex&amp;gt; berufen, der er bis kurz vor seinem Tode angehörte. Im Auftrag der Archivkommission verfasste von Weech eine dreibändige Stadtgeschichte, deren erster Band 1895 erschien und die 1904 abgeschlossen wurde. Darüberhinaus war von Weech als &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1120&amp;quot;&amp;gt;Stadtverordneter&amp;lt;/lex&amp;gt; Mitglied des Ortschulrats. Als Mitglied und Vorstand des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1347&amp;quot;&amp;gt;Männerhilfsvereins&amp;lt;/lex&amp;gt; und als Mitglied des Gesamtvorstandes des Badischen Landesvereins vom Roten Kreuz erwarb er sich Verdienste im  &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0066&amp;quot;&amp;gt;Deutsch-Französischen Krieg&amp;lt;/lex&amp;gt; bei der Belagerung von Straßburg.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war er ein bedeutender Landeshistoriker. Seit 1901 war er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und ab 1868 Mitherausgeber der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Die Liste der Veröffentlichungen des Archivars ist zu lang, als dass man ihr auch nur annähernd gerecht werden könnte – ein Bayer, der badische Landesgeschichte schrieb. Seine 1890 erschienene Badische Geschichte brachte ihm allerdings nicht nur Lob ein, die Kritiken reichten bis zur Bezeichnung Hofhistoriograph. Diese Nähe zum Hof, die auch in seiner Karlsruher Stadtgeschichte durchaus erkennbar ist, schmälert aber von Weechs Lebensleistung nicht. Ihm sind nicht zuletzt auch die bis in die Gegenwart fortgeführten Badischen Biographien zu verdanken, deren erster Band 1875 erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war Weech auch journalistisch tätig. Er schrieb unter anderem für die Augsburger und die Münchner Allgemeine, die Straßburger Post sowie die Karlsruher Zeitung, für die er von 1879 bis 1881 die Literarische Beilage herausgab. &lt;br /&gt;
Seine ehrenamtlichen Tätigkeiten, zum Beispiel als langjähriger Vorstand des Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1347&amp;quot;&amp;gt;Männerhilfsvereins&amp;lt;/lex&amp;gt; und des Gesamtvorstandes des badischen Landesvereins vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1535&amp;quot;&amp;gt;Roten Kreuz&amp;lt;/lex&amp;gt; oder als Mitglied des Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1015&amp;quot;&amp;gt;Bürgerausschusses&amp;lt;/lex&amp;gt;, unterstreichen, dass Friedrich von Weech ein Mann der Tat war, der sich mit aller Kraft für die Badische Geschichtsschreibung, das Badische Generallandesarchiv und für seine zweite Heimatstadt Karlsruhe eingesetzt und verdient gemacht hat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen seiner Verdienste wurde von Weech vielfach geehrt, so wurden ihm die Titel Großherzoglich Badischer Kammerherr und Geheimer Rat II. Klasse, das Kommandokreuz des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1607&amp;quot;&amp;gt;Zähringer Löwenordens&amp;lt;/lex&amp;gt; II. Klasse, das Eiserne Kreuz am weißen Band, sowie 1872 der württembergische Olga-Orden verliehen. Die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2886&amp;quot;&amp;gt;Weechstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; in der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2109&amp;quot;&amp;gt;Oststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde 1960 nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2026&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen; Nachruf in Chronik 1905, S. 165-167; StadtAK 8/StS13, 845, S. 40-42.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Baden unter den Großherzögen Karl Friedrich, Karl, Ludwig 1738–1830, Freiburg 1864; Korrespondenzen und Aktenstücke zur Geschichte der Ministerkonferenzen von Karlsbad und Wien 1819–20 und 1834. Leipzig 1865; Geschichte der badischen Verfassung, Karlsruhe 1868; Baden in den Jahren 1852 bis 1877, Karlsruhe 1877; Aus alter und neuer Zeit. Nachträge und Aufsätze; Leipzig 1878; Die Deutschen seit der Reformation. Mit besonderer Berücksichtigung der Culturgeschichte, Leipzig 1878; Die Zähringer in Baden. Karlsruhe 1881; Karl Friedrich von Baden. Aus dem Nachlass von K. F. Nebenius, Karlsruhe 1868; Beschreibung des schwedischen Kriegs von Sebastian Burster, 1630–1647, Leipzig 1875; (Hrsg.) Badische Biographien, Heidelberg 1875; Codex diplomaticus Salemitanus. Urkundenbuch der Cistercienser-Abtei Salem (1134–1498), 3 Bde., Karlsruhe 1883–1895; Siegel und Urkunden aus dem badischen Generallandesarchiv, Frankfurt 1883–1886; Badische Geschichte, Karlsruhe 1890; Karlsruhe. Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung, 3 Bde., Karlsruhe 1895–1904, http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/Drucke/content/titleinfo/264911 (Zugriff am 4. August 2026); komplette Bibliographie siehe Literatur, Karl Obser.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Albert Krieger: Friedrich von Weech, in: Albert Krieger (Hrsg.): Badische Biographien. Teil VI: (1902–1911), Winter, Heidelberg 1927, S. 1–13, https://digital.blb-karlsruhe.de/periodical/titleinfo/6541097 (Zugriff am 4. August 2026); Karl Obser: Friedrich von Weech. Nachruf, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO). Neue Folge Band XXI, 1906, S. 323–344, S. 334 ff. Bibliographische Übersicht; Peter P. Albert: Friedrich von Weech und seine Verdienste um die badische Geschichtsforschung, in: Alemannia, NF 7, S. 1–13, Internet Archive.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:bio-0621</title>
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		<updated>2026-08-20T14:32:34Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Friedrich Otto Aristides von Weech}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Friedrich Otto Aristides von Weech=&lt;br /&gt;
[[Datei:Weech Friedrich 8 PBS oIII 1574.jpg|alternativtext=Friedrich von Weech, um 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1574.|links|mini|Friedrich von Weech, um 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1574.]]&lt;br /&gt;
Archivar und Historiker, * 16. Oktober 1837 München, † 17. November 1905 Karlsruhe, kath., ∞ 1865 Theresia Augusta Antonia Seuffert, 3 Töchter. &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Als der Badische Kammerherr, Geheimrat und Archivdirektor Friedrich von Weech im Alter von 68 Jahren verstarb, würdigten zahlreiche Nachrufe seine Person und sein Wirken als Archivar und Historiker. „Ein trefflicher Forscher und Gelehrter voll Geist und sprühender Laune, voll vielseitiger Interessen, ein liebenswürdiger Gesellschafter, in dessen gastlichem Hause der Sinn für alles Schöne gepflegt und allen wissenschaftlichen und künstlerischen Bestrebungen ein feines Verständnis entgegengebracht wurde.“, schrieb zum Beispiel die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1181&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Zeitung&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des in griechischen Diensten stehenden Hauptmanns Friedrich von Weech wurde unter anderem in der „geistlichen Erziehungsanstalt“ des Benediktinerklosters Metten in Niederbayern unterrichtet und studierte nach dem Abitur, das er 1856 am Maximiliansgymnasium München ablegte, an den Universitäten München und Heidelberg Rechtswissenschaft und Geschichte. 1860 wurde er in München zum Doktor der Philosophie promoviert. Während des Studiums 1858 trat er dem Corps Guestphalia Heidelberg bei. &lt;br /&gt;
1862 habilitierte er sich an der Universität Freiburg als Privatdozent der Geschichte, nachdem er zuvor Vorlesungen unter anderem von Leopold von Ranke und Johann Gustav Droysen in Berlin besucht hatte. In der Freiburger Zeit begann eine Freundschaft mit Heinrich von Treitschke, mit dem er gemeinsam dem Comitee für Schleswig-Holstein angehörte. Später kühlte das Verhältnis wegen inhaltlicher Differenzen deutlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Jahren Tätigkeit für die Königliche Akademie der Wissenschaften in München, wo er an der Herausgabe der Chronik der deutschen Städte mitwirkte, wurde er 1864 als Nachfolger von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0972&amp;quot;&amp;gt;Joseph Bader&amp;lt;/lex&amp;gt; an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0808&amp;quot;&amp;gt;Großherzoglichen Hofbibliothek&amp;lt;/lex&amp;gt; mit dem Titel „Hilfsarbeiter“ angestellt. Ende 1867 wurde er Archivrat am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0802&amp;quot;&amp;gt;Badischen Generallandesarchiv&amp;lt;/lex&amp;gt; und 1886 dessen Direktor. In seiner Amtszeit wurde das Generallandesarchiv zu einem wissenschaftlichen Institut erhoben, und die Herausgabe der Inventare des Großherzoglich Badischen General-Landesarchivs begann. In seiner Amtszeit entstanden so 156 Repertorien und das Generallandesarchiv wurde nicht nur „zu einem wissenschaftlichen Institut erhoben, das durch seine Einrichtungen vielfach vorbildlich geworden ist“, es erhielt auch ein neues Archivgebäude an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2039&amp;quot;&amp;gt;Hildapromenade&amp;lt;/lex&amp;gt;, das damals Maßstäbe setzte. Bereits 1883 war er Sekretär der neugegründeten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1715&amp;quot;&amp;gt;Badischen Historischen Kommission&amp;lt;/lex&amp;gt; geworden, deren Gründung er nachhaltig betrieben hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stadt Karlsruhe erwarb sich von Weech durch seine Beteiligung beim Aufbau des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0806&amp;quot;&amp;gt;Stadtarchivs&amp;lt;/lex&amp;gt; große Verdienste. Drei Jahre nach dessen Gründung wurde er im Jahr 1888 in die städtische &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1931&amp;quot;&amp;gt;Archivkommission&amp;lt;/lex&amp;gt; berufen, der er bis kurz vor seinem Tode angehörte. Im Auftrag der Archivkommission verfasste von Weech eine dreibändige Stadtgeschichte, deren erster Band 1895 erschien und die 1904 abgeschlossen wurde. Darüberhinaus war von Weech als Stadtverordneter Mitglied des Ortschulrats. Als Mitglied und Vorstand des Männerhilfsvereins und als Mitglied des Gesamtvorstandes des Badischen Landesvereins vom Roten Kreuz erwarb er sich Verdienste im Deutsch-Französischen Krieg bei der Belagerung von Straßburg.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war er ein bedeutender Landeshistoriker. Seit 1901 war er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und ab 1868 Mitherausgeber der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Die Liste der Veröffentlichungen des Archivars ist zu lang, als dass man ihr auch nur annähernd gerecht werden könnte – ein Bayer, der badische Landesgeschichte schrieb. Seine 1890 erschienene Badische Geschichte brachte ihm allerdings nicht nur Lob ein, die Kritiken reichten bis zur Bezeichnung Hofhistoriograph. Diese Nähe zum Hof, die auch in seiner Karlsruher Stadtgeschichte durchaus erkennbar ist, schmälert aber von Weechs Lebensleistung nicht. Ihm sind nicht zuletzt auch die bis in die Gegenwart fortgeführten Badischen Biographien zu verdanken, deren erster Band 1875 erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war Weech auch journalistisch tätig. Er schrieb unter anderem für die Augsburger und die Münchner Allgemeine, die Straßburger Post sowie die Karlsruher Zeitung, für die er von 1879 bis 1881 die Literarische Beilage herausgab. &lt;br /&gt;
Seine ehrenamtlichen Tätigkeiten, zum Beispiel als langjähriger Vorstand des Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1347&amp;quot;&amp;gt;Männerhilfsvereins&amp;lt;/lex&amp;gt; und des Gesamtvorstandes des badischen Landesvereins vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1535&amp;quot;&amp;gt;Roten Kreuz&amp;lt;/lex&amp;gt; oder als Mitglied des Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1015&amp;quot;&amp;gt;Bürgerausschusses&amp;lt;/lex&amp;gt;, unterstreichen, dass Friedrich von Weech ein Mann der Tat war, der sich mit aller Kraft für die Badische Geschichtsschreibung, das Badische Generallandesarchiv und für seine zweite Heimatstadt Karlsruhe eingesetzt und verdient gemacht hat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen seiner Verdienste wurde von Weech vielfach geehrt, so wurden ihm die Titel Großherzoglich Badischer Kammerherr und Geheimer Rat II. Klasse, das Kommandokreuz des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1607&amp;quot;&amp;gt;Zähringer Löwenordens&amp;lt;/lex&amp;gt; II. Klasse, das Eiserne Kreuz am weißen Band, sowie 1872 der württembergische Olga-Orden verliehen. Die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2886&amp;quot;&amp;gt;Weechstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; in der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2109&amp;quot;&amp;gt;Oststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde 1960 nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2026&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen; Nachruf in Chronik 1905, S. 165-167; StadtAK 8/StS13, 845, S. 40-42.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Baden unter den Großherzögen Karl Friedrich, Karl, Ludwig 1738–1830, Freiburg 1864; Korrespondenzen und Aktenstücke zur Geschichte der Ministerkonferenzen von Karlsbad und Wien 1819–20 und 1834. Leipzig 1865; Geschichte der badischen Verfassung, Karlsruhe 1868; Baden in den Jahren 1852 bis 1877, Karlsruhe 1877; Aus alter und neuer Zeit. Nachträge und Aufsätze; Leipzig 1878; Die Deutschen seit der Reformation. Mit besonderer Berücksichtigung der Culturgeschichte, Leipzig 1878; Die Zähringer in Baden. Karlsruhe 1881; Karl Friedrich von Baden. Aus dem Nachlass von K. F. Nebenius, Karlsruhe 1868; Beschreibung des schwedischen Kriegs von Sebastian Burster, 1630–1647, Leipzig 1875; (Hrsg.) Badische Biographien, Heidelberg 1875; Codex diplomaticus Salemitanus. Urkundenbuch der Cistercienser-Abtei Salem (1134–1498), 3 Bde., Karlsruhe 1883–1895; Siegel und Urkunden aus dem badischen Generallandesarchiv, Frankfurt 1883–1886; Badische Geschichte, Karlsruhe 1890; Karlsruhe. Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung, 3 Bde., Karlsruhe 1895–1904, http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/Drucke/content/titleinfo/264911 (Zugriff am 4. August 2026); komplette Bibliographie siehe Literatur, Karl Obser.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Albert Krieger: Friedrich von Weech, in: Albert Krieger (Hrsg.): Badische Biographien. Teil VI: (1902–1911), Winter, Heidelberg 1927, S. 1–13, https://digital.blb-karlsruhe.de/periodical/titleinfo/6541097 (Zugriff am 4. August 2026); Karl Obser: Friedrich von Weech. Nachruf, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO). Neue Folge Band XXI, 1906, S. 323–344, S. 334 ff. Bibliographische Übersicht; Peter P. Albert: Friedrich von Weech und seine Verdienste um die badische Geschichtsforschung, in: Alemannia, NF 7, S. 1–13, Internet Archive.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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		<title>De:Lexikon:bio-0621</title>
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		<updated>2026-08-20T14:10:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Friedrich Otto Aristides von Weech}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Friedrich Otto Aristides von Weech=&lt;br /&gt;
[[Datei:Weech Friedrich 8 PBS oIII 1574.jpg|alternativtext=Friedrich von Weech, um 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1574.|links|mini|Friedrich von Weech, um 1905, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1574.]]&lt;br /&gt;
Archivar und Historiker, * 16. Oktober 1837 München, † 17. November 1905 Karlsruhe, kath., ∞ 1865 Theresia Augusta Antonia Seuffert, 3 Töchter. &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Als der Badische Kammerherr, Geheimrat und Archivdirektor Friedrich von Weech im Alter von 68 Jahren verstarb, würdigten zahlreiche Nachrufe seine Person und sein Wirken als Archivar und Historiker. „Ein trefflicher Forscher und Gelehrter voll Geist und sprühender Laune, voll vielseitiger Interessen, ein liebenswürdiger Gesellschafter, in dessen gastlichem Hause der Sinn für alles Schöne gepflegt und allen wissenschaftlichen und künstlerischen Bestrebungen ein feines Verständnis entgegengebracht wurde.“, schrieb zum Beispiel die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1181&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Zeitung&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des in griechischen Diensten stehenden Hauptmanns Friedrich von Weech wurde unter anderem in der „geistlichen Erziehungsanstalt“ des Benediktinerklosters Metten in Niederbayern unterrichtet und studierte nach dem Abitur, das er 1856 am Maximiliansgymnasium München ablegte, an den Universitäten München und Heidelberg Rechtswissenschaft und Geschichte. 1860 wurde er in München zum Doktor der Philosophie promoviert. Während des Studiums 1858 trat er dem Corps Guestphalia Heidelberg bei. &lt;br /&gt;
1862 habilitierte er sich an der Universität Freiburg als Privatdozent der Geschichte, nachdem er zuvor Vorlesungen unter anderem von Leopold von Ranke und Johann Gustav Droysen in Berlin besucht hatte. In der Freiburger Zeit begann eine Freundschaft mit Heinrich von Treitschke, mit dem er gemeinsam dem Comitee für Schleswig-Holstein angehörte. Später kühlte das Verhältnis wegen inhaltlicher Differenzen deutlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Jahren Tätigkeit für die Königliche Akademie der Wissenschaften in München, wo er an der Herausgabe der Chronik der deutschen Städte mitwirkte, wurde er 1864 als Nachfolger von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0972&amp;quot;&amp;gt;Joseph Bader&amp;lt;/lex&amp;gt; an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0808&amp;quot;&amp;gt;Großherzoglichen Hofbibliothek&amp;lt;/lex&amp;gt; mit dem Titel „Hilfsarbeiter“ angestellt. Ende 1867 wurde er Archivrat am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0802&amp;quot;&amp;gt;Badischen Generallandesarchiv&amp;lt;/lex&amp;gt; und 1886 dessen Direktor. In seiner Amtszeit wurde das Generallandesarchiv zu einem wissenschaftlichen Institut erhoben, und die Herausgabe der Inventare des Großherzoglich Badischen General-Landesarchivs begann. In seiner Amtszeit entstanden so 156 Repertorien und das Generallandesarchiv wurde nicht nur „zu einem wissenschaftlichen Institut erhoben, das durch seine Einrichtungen vielfach vorbildlich geworden ist“, es erhielt auch ein neues Archivgebäude an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2039&amp;quot;&amp;gt;Hildapromenade&amp;lt;/lex&amp;gt;, das damals Maßstäbe setzte. Bereits 1883 war er Sekretär der neugegründeten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1715&amp;quot;&amp;gt;Badischen Historischen Kommission&amp;lt;/lex&amp;gt; geworden, deren Gründung er nachhaltig betrieben hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stadt Karlsruhe erwarb sich von Weech durch seine Beteiligung beim Aufbau des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0806&amp;quot;&amp;gt;Stadtarchivs&amp;lt;/lex&amp;gt; große Verdienste. Drei Jahre nach dessen Gründung wurde er im Jahr 1888 in die städtische &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1931&amp;quot;&amp;gt;Archivkommission&amp;lt;/lex&amp;gt; berufen, der er bis kurz vor seinem Tode angehörte. Im Auftrag der Archivkommission verfasste von Weech eine dreibändige Stadtgeschichte, deren erster Band 1895 erschien und die 1904 abgeschlossen wurde. Darüber hinaus war er ein bedeutender Landeshistoriker. Seit 1901 war er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und ab 1868 Mitherausgeber der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liste der Veröffentlichungen des Archivars ist zu lang, als dass man ihr auch nur annähernd gerecht werden könnte – ein Bayer, der badische Landesgeschichte schrieb. Seine 1890 erschienene Badische Geschichte brachte ihm allerdings nicht nur Lob ein, die Kritiken reichten bis zur Bezeichnung Hofhistoriograph. Diese Nähe zum Hof, die auch in seiner Karlsruher Stadtgeschichte durchaus erkennbar ist, schmälert aber von Weechs Lebensleistung nicht. Ihm sind nicht zuletzt auch die bis in die Gegenwart fortgeführten Badischen Biographien, deren erster Band 1875 erschien, zu verdanken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Darüber hinaus war Weech auch journalistisch tätig. Er schrieb unter anderem für die Augsburger und die Münchner Allgemeine, die Straßburger Post sowie die Karlsruher Zeitung, für die er von 1879 bis 1881 die Literarische Beilage herausgab. &lt;br /&gt;
Seine ehrenamtlichen Tätigkeiten, zum Beispiel als langjähriger Vorstand des Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1347&amp;quot;&amp;gt;Männerhilfsvereins&amp;lt;/lex&amp;gt; und des Gesamtvorstandes des badischen Landesvereins vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1535&amp;quot;&amp;gt;Roten Kreuz&amp;lt;/lex&amp;gt; oder als Mitglied des Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1015&amp;quot;&amp;gt;Bürgerausschusses&amp;lt;/lex&amp;gt;, unterstreichen, dass Friedrich von Weech ein Mann der Tat war, der sich mit aller Kraft für die Badische Geschichtsschreibung, das Badische Generallandesarchiv und für seine zweite Heimatstadt Karlsruhe eingesetzt und verdient gemacht hat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen seiner Verdienste wurde von Weech vielfach geehrt, so wurden ihm die Titel Großherzoglich Badischer Kammerherr und Geheimer Rat II. Klasse, das Kommandokreuz des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1607&amp;quot;&amp;gt;Zähringer Löwenordens&amp;lt;/lex&amp;gt; II. Klasse, das Eiserne Kreuz am weißen Band, sowie 1872 der württembergische Olga-Orden verliehen. Die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2886&amp;quot;&amp;gt;Weechstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; in der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2109&amp;quot;&amp;gt;Oststadt&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde 1960 nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2026&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Karlsruher Zeitungen; Nachruf in Chronik 1905, S. 165-167; StadtAK 8/StS13, 845, S. 40-42.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Baden unter den Großherzögen Karl Friedrich, Karl, Ludwig 1738–1830, Freiburg 1864; Korrespondenzen und Aktenstücke zur Geschichte der Ministerkonferenzen von Karlsbad und Wien 1819–20 und 1834. Leipzig 1865; Geschichte der badischen Verfassung, Karlsruhe 1868; Baden in den Jahren 1852 bis 1877, Karlsruhe 1877; Aus alter und neuer Zeit. Nachträge und Aufsätze; Leipzig 1878; Die Deutschen seit der Reformation. Mit besonderer Berücksichtigung der Culturgeschichte, Leipzig 1878; Die Zähringer in Baden. Karlsruhe 1881; Karl Friedrich von Baden. Aus dem Nachlass von K. F. Nebenius, Karlsruhe 1868; Beschreibung des schwedischen Kriegs von Sebastian Burster, 1630–1647, Leipzig 1875; (Hrsg.) Badische Biographien, Heidelberg 1875; Codex diplomaticus Salemitanus. Urkundenbuch der Cistercienser-Abtei Salem (1134–1498), 3 Bde., Karlsruhe 1883–1895; Siegel und Urkunden aus dem badischen Generallandesarchiv, Frankfurt 1883–1886; Badische Geschichte, Karlsruhe 1890; Karlsruhe. Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung, 3 Bde., Karlsruhe 1895–1904, http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/Drucke/content/titleinfo/264911 (Zugriff am 4. August 2026); komplette Bibliographie siehe Literatur, Karl Obser.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Albert Krieger: Friedrich von Weech, in: Albert Krieger (Hrsg.): Badische Biographien. Teil VI: (1902–1911), Winter, Heidelberg 1927, S. 1–13, https://digital.blb-karlsruhe.de/periodical/titleinfo/6541097 (Zugriff am 4. August 2026); Karl Obser: Friedrich von Weech. Nachruf, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO). Neue Folge Band XXI, 1906, S. 323–344, S. 334 ff. Bibliographische Übersicht; Peter P. Albert: Friedrich von Weech und seine Verdienste um die badische Geschichtsforschung, in: Alemannia, NF 7, S. 1–13, Internet Archive.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0043&amp;diff=599178</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0043</title>
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		<updated>2026-08-20T10:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Badenia-Verlag und Druckerei AG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Badenia-Verlag und Druckerei AG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-0043_1.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Gebäudekomplex der Badenia-Druckerei mit Badischem Beobachter Ecke Adlerstraße/&amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2649&amp;quot;&amp;gt;Steinstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1927, Badenia-Archiv.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-0043_2.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Rotationstiefdruckhalle des Badenia-Verlags in der Adlerstraße, 1968, Foto: Erich Bauer, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVf 449.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-0043_3.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Setzerei des Badenia-Verlags in der Adlerstraße, um 1960, Foto: Erich Bauer, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVf 438.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Badenia-Verlag und Druckerei AG=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 1873 beschlossen die führenden Politiker der Katholischen Volkspartei, des späteren &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0339&amp;quot;&amp;gt;Zentrums&amp;lt;/lex&amp;gt;, die Gründung der BADENIA Verlag und Druckerei AG, um den Druck der seit 1859 zunächst als Karlsruher Anzeiger, dann seit 1863 als &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1153&amp;quot;&amp;gt;Badischer Beobachter&amp;lt;/lex&amp;gt; erscheinenden Parteizeitung auf eine sichere Basis zu stellen. Der Badische Beobachter hatte wegen seiner großdeutschen Haltung zunehmend Schwierigkeiten bekommen. Als deshalb im Sommer 1866 der Karlsruher Verleger Theodor Gerbracht den Druck des Blattes kündigte, fand sich trotz intensiver Bemühungen keine neue Druckerei, so dass der Beobachter zum 1. August 1866 nach Freiburg umgezogen war. Dieser erzwungene Umzug gab letztlich den Anstoß zur Gründung der Badenia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treibende Kraft war Franz Xaver Lender, der Fraktionsvorsitzende der Katholischen Volkspartei, unterstützt von der gesamten Parteispitze, um die finanzielle Basis des Badischen Beobachters zu sichern. Tatsächlich wurde die Zeitung wohl nur so vor dem drohenden Ruin gerettet. Die erste Generalversammlung fand am 7. April 1874 in Achern statt. Unter den 260 Aktionären waren allein 174 Pfarrer oder sonstige Geistliche, das heißt sie stellten zwei Drittel der Aktionäre. Außerdem besaßen einige badische Kirchenkapitel noch 45 Aktien. Die übrigen Aktien waren und blieben bis auf wenige Ausnahmen in den Händen von Personen, die der Katholischen Volkspartei nahestanden. Bereits zum 1. April war die Druckerei Leopold Schweiß, die den Badischen Beobachter seit dem 1. Oktober 1871 druckte, in den Besitz der im Entstehen begriffenen Aktiengesellschaft übergegangen. Am 1. April erschien die erste Nummer der Zeitung mit dem Signum &amp;quot;Druck und Verlag der A.G. Badenia, L. Großmann, Faktor&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1874 druckte die Badenia die Werbematerialen der Katholischen Volkspartei, später des Zentrums. Im Laufe der Jahre waren zudem eine Reihe von Unterhaltungsblättern gegründet worden, deren erfolgreichstes &amp;quot;Sterne und Blumen&amp;quot; eine weite Verbreitung im In- und Ausland fand. Zum festen Repertoire der Verlagstätigkeit gehörten seit der Gründung der Badenia aber vor allem religiöse, heimatkundliche und politische Schriften. Bei kirchlichen Jubiläen erschienen entsprechende Schriften, der badische Zentrumsführer Theodor Wacker ließ seine Veröffentlichungen bei der Badenia drucken, 1899 waren es allein drei. Ein regelrechter Buch-Verlag wurde aber erst im Jahr 1913 gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Kriegszeit&amp;lt;/lex&amp;gt; versuchte der Verlag, dem stetigen Rückgang der Einnahmen bei den Unterhaltungsblättern entgegenzuwirken, und brachte ein katholisches Familienblatt heraus, das &amp;quot;St. Konradsblatt. Familienblatt der Erzdiözese Freiburg&amp;quot;. Schon im ersten Jahr des Erscheinens stieg die Auflage von 15.000 auf 27.000 Exemplare. Dafür mussten allerdings 1919 die seitherigen Unterhaltungsblätter &amp;quot;Sonntagsblatt&amp;quot; und &amp;quot;Sonntagsfeier&amp;quot;, 1920 auch &amp;quot;Sterne und Blumen&amp;quot; ihr Erscheinen einstellen, was aber durch die gute Aufnahme des “St. Konradsblattes” mehr als wettgemacht wurde. Nach Kriegsende stieg die Auflagenhöhe kontinuierlich an und erreichte 1925 über 80.0000 Exemplare. Auch der 1917 erstmals aufgelegte St. Konradskalender trug wesentlich dazu bei, dass keine Verluste auftraten. Die Wirtschaftskrisen der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0212&amp;quot;&amp;gt;Weimarer Republik&amp;lt;/lex&amp;gt; überstand der Verlag insgesamt relativ unbeschadet. Obwohl der Badische Beobachter nach wie vor ein Zuschussgeschäft war und auch immer wieder Mittel an die Zentrumspartei abgeführt wurden, erwies sich die enge Anbindung an den erzbischöflichen Stuhl als ein sicheres Fundament. Doch seit 1931 zeigte die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0210&amp;quot;&amp;gt;Weltwirtschaftskrise&amp;lt;/lex&amp;gt; ihre Wirkung, die Einnahmen gingen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; änderten sich die Rahmenbedingungen grundlegend. Schon bald hatte die Badenia den Druck der seit 1928 von den vier badischen Handwerkskammern herausgegebenen und in der Badenia-Druckerei hergestellten Halbmonatsschrift &amp;quot;Badisches Handwerk&amp;quot; eingestellt. Als Verlag der von den Nationalsozialisten bekämpften Zentrumspartei war man sofort von der politischen Neuorientierung betroffen. Ein weiteres Standbein verschaffte sich die Badenia nun aber durch den Druck des Katholischen Gemeindeblatts Karlsruhe, das aufgrund entsprechender Vereinbarungen mit dem Stadtdekanat gemeinsam mit dem Konradsblatt herausgegeben wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Badische Beobachter nach mehr als 70 Jahren sein Erscheinen aufgrund der Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer vom 24. April 1935 zur Wahrung der Unabhängigkeit des Zeitungsverlagswesens einstellen müssen. Am 31. Dezember 1935 erschien die letzte Ausgabe. Der dadurch bedingte Umsatzrückgang wirkte sich aber erst 1936 aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; blieben die Gebäude der Badenia nicht von Kriegsschäden verschont, die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0009&amp;quot;&amp;gt;Adlerstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 42 wurde vollständig zerstört, die anderen Gebäude schwer beschädigt. 1945 musste die Badenia, die 14 Personen beschäftigte, schließlich ihren Betrieb einstellen. Die Genehmigung zum Betrieb der Druckerei wurde aber noch im Juli erteilt. Dagegen zögerte sich die Lizenzerteilung für den Verlag bis Ende Dezember hinaus. Nun konnte im Laufe des Januar 1946 die eigentliche Verlagstätigkeit wieder aufgenommen werden, das Konradsblatt erschien wieder, der Konradskalender folgte 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 1. Juli 1953 mit maßgeblicher Hilfe des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg erstmals erschienene &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1148&amp;quot;&amp;gt;Badische Volkszeitung&amp;lt;/lex&amp;gt; konnte nie an den Erfolg des Badischen Beobachters anschließen und musste im Zuge der Zeitungskrise in den 1960er-Jahren ihr Erscheinen zum 31. Mai 1968 gegen den Widerstand des Aufsichtsratsvorsitzenden und letzten Zentrumsvorsitzenden Generalvikar Ernst Föhr einstellen. Die Auflage hatte sich von rund 25.000 im Jahr 1953 fast halbiert. Zu diesem Zeitpunkt war aus der AG eine GmbH geworden und mit dem Neubau in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2367&amp;quot;&amp;gt;Rudolf-Freytag-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; begonnen worden, der am 2. Oktober 1969 eingeweiht wurde. Unter der Leitung des 1963 eingestellten Direktors Helmut Walter wurde der Betrieb, der 1999 im 125. Jubiläumsjahr 295 Personen beschäftigte, kontinuierlich modernisiert. Dennoch mussten der Buchverlag, der auf mehr als 1.000 verlegte Bücher zurückblicken konnte, 2002 und die Druckerei 2013 den Betrieb einstellen. Die Druckerei beschäftigte zu diesem Zeitpunkt noch rund 100 Personen. Die Gebäude in der Rudolf-Freytag-Straße wurden verkauft und im Oktober 2015 abgerissen, heute steht dort das Fitnessstudio Pfitzenmeier Premium Resort Karlsruhe. Den Verlagsschwerpunkt bildet seitdem das Konradsblatt als 2023 zweitgrößte Bistumszeitung Deutschlands. Das Redaktionsbüro befindet sich im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0053&amp;quot;&amp;gt;Röserhaus&amp;lt;/lex&amp;gt; am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1909&amp;quot;&amp;gt;Mendelssohnplatz&amp;lt;/lex&amp;gt;, der Verlag, der dort auch zehn Jahre firmierte, zog Anfang 2024 in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1485&amp;quot;&amp;gt;Karlstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 45A.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2023&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Erzbischöfliches Archiv Freiburg (EAF) EAF B2-43-29-30, B 2-43-47-49; GLA 234/9413-9414, 9418-9419; StadtAK 1/SAS 390, 486; 8/ZGS 52; 75 Jahre Badenia. Festschrift, hrsg. von der Badenia Verlag und Druckerei AG, Karlsruhe 1949; &lt;br /&gt;
Badischer Beobachter, https://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/periodical/titleinfo/2411045 (Zugriff am 4. Oktober 2023); Badische Volkszeitung, StadtAK 8/Ze 20; Rechenschafts-Berichte der Actiengesellschaft &amp;quot;Badenia&amp;quot; erstattet von dem Directorium, Karlsruhe 1877ff.; WIR Hauszeitschrift der Badenia Verlag und Druckerei 1965-2002.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: &amp;quot;ein gewiß zeitgemäßes Unternehmen&amp;quot;. 125 Jahre Badenia-Verlag und -Druckerei Karlsruhe, Karlsruhe 1999 (dort weitere Literatur).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-1147&amp;diff=599176</id>
		<title>De:Lexikon:ins-1147</title>
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		<updated>2026-08-19T19:41:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv1: /* Badische Presse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Badische Presse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-1147.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Sondermeldung der Badischen Presse: Frankreich muß die Waffen strecken. Zusammenkunft des Führers mit dem Duce, 17. Juni 1940, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS X 3157.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Badische Presse=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Karlsruhe erschien vor der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; 1933 eine Vielzahl von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0250&amp;quot;&amp;gt;Zeitungen&amp;lt;/lex&amp;gt;, zu denen die Badische Presse gehörte, die auf die am 18. April 1885 gegründete Badische Dorfzeitung zurückging, dann bald Neuester Badischer Landesbote hieß und am 1. Mai 1886 als Kleine Presse unter der Redaktion von Karl Raupp (vorher Gustav Höcker und Ludwig Krapf) weitergeführt wurde. Sie galt als &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0323&amp;quot;&amp;gt;nationalliberal&amp;lt;/lex&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. März 1888 erschien dann die erste Ausgabe der Badischen Presse. Der Erfolg stellte sich ein, als &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0684&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Thiergarten&amp;lt;/lex&amp;gt;, Besitzer der gleichnamigen 1874 gegründeten Buchdruckerei, die Zeitung zum 1. März 1891 übernahm. Auch die Einstellung des Chefredakteurs &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1088&amp;quot;&amp;gt;Albert Herzog&amp;lt;/lex&amp;gt; 1893 wirkte sich positiv aus, so dass die sich selbst als gemäßigt liberal bezeichnende Zeitung zur auflagenstärksten Karlsruher Zeitung wurde. Herzog wurde 1908 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er in einem Artikel zwei Jahre zuvor bezweifelt hatte, dass der Jurist Carl Hau seine Schwiegermutter ermordet habe. Da darin eine Herabwürdigung der Richter gesehen wurde, kam es zur Anklage. Von den zwölf Monaten Haft musste Herzog vier verbüßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Badische Presse überflügelte rasch die nationalliberale Parteizeitung &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1144&amp;quot;&amp;gt;Badische Landeszeitung&amp;lt;/lex&amp;gt;, die sie zum 1. Juni 1922 ankaufte und deren Namen fortan im Untertitel führte. Die Badische Presse unterstützte in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0212&amp;quot;&amp;gt;Weimarer Republik&amp;lt;/lex&amp;gt; zunächst die linksliberale &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0309&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Demokratische Partei (DDP)&amp;lt;/lex&amp;gt;, dann eher die rechtsliberale &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0311&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Volkspartei (DVP)&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; hatte sie 1911 eine Auflage von 35.000 Exemplaren, die in der Weimarer Republik auf über 50.000 anstieg. Damit lag sie um mehr als das Doppelte über der zweitstärksten in Karlsruhe erscheinenden Zeitung, dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0330&amp;quot;&amp;gt;sozialdemokratischen&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1194&amp;quot;&amp;gt;Volksfreund&amp;lt;/lex&amp;gt;. Besitzer war inzwischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1464&amp;quot;&amp;gt;Bruno Thiergarten&amp;lt;/lex&amp;gt;, der noch als Bruno Schultz - den Namen Thiergarten nahm er später an - nach dem Tod von Ferdinand Thiergarten am 15. Mai 1919 den Verlag übernommen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflage, die 1932 noch bei 54.000 Exemplaren lag, ging nach der Machtübertragung auf die Nationalsozialisten innerhalb eines Jahres um ein Drittel zurück. Der Verlag geriet durch unternehmerische Fehler, überteuerte Immobilienkäufe und einen aufwendigen Lebensstil des Verlegers in eine immer stärkere finanzielle Schwierigkeiten. So war Bruno Thiergarten gezwungen, die Badische Presse 1934 an die Südwestdeutsche Druck und Verlagsgesellschaft zu verkaufen, die zu 60 Prozent dem Buchdruckereibesitzer und Mitglied der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1522&amp;quot;&amp;gt;Karl Fritz &amp;lt;/lex&amp;gt; und zu 40 Prozent dem Führer-Verlag gehörte. Die Zeitung musste ihr Verlagsgebäude an der Ecke &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3043&amp;quot;&amp;gt;Zirkel&amp;lt;/lex&amp;gt;/&amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1658&amp;quot;&amp;gt;Lammstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, in dem sie seit 1898 nach dem Umzug aus der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1485&amp;quot;&amp;gt;Karlstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 27 residierte, für das NS-Organ &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1164&amp;quot;&amp;gt;Der Führer&amp;lt;/lex&amp;gt; räumen und zog in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1459&amp;quot;&amp;gt;Karl-Friedrich-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; 6. 1936 ging die Zeitung an den Grenzmark-Druckerei und Verlag GmbH in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2864&amp;quot;&amp;gt;Waldstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 28 über, die später zum NS-Verlag Franz Eher Nachfolger GmbH gehörende Herold Verlagsanstalt überging. Neben politischen Gründen sollen aber auch wirtschaftliche Schwierigkeiten Thiergartens dafür verantwortlich gewesen sein. Die Badische Presse beanspruchte zwar, weiterhin eine bürgerliche Zeitung zu sein, war aber dennoch bald weitgehend &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0264&amp;quot;&amp;gt;gleichgeschaltet&amp;lt;/lex&amp;gt; und war spätestens nach dem Verkauf an die Herold Verlagsanstalt eine &amp;quot;verdeckt nationalsozialistische&amp;quot; Zeitung. Am 30. März 1944 erschien die letzte Ausgabe der Badischen Presse, deren Namen heute im Untertitel der Badischen Neuesten Nachrichten weiterlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlag in der Waldstraße 28 existierte nach dem Krieg weiter unter dem Namen Badische Presse. Grenzmark-Druckerei und Verlag. Hier wurde 1947 bis 1949 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1842&amp;quot;&amp;gt;Süddeutsche Allgemeine Zeitung&amp;lt;/lex&amp;gt; gedruckt, ab 1950 &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1805&amp;quot;&amp;gt;die Allgemeine Zeitung (AZ)&amp;lt;/lex&amp;gt;. Bruno Thiergarten- Schultz klagte nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; auf Rückerstattung Firma, da der Verkauf 1933 auf maßgeblichen Druck des NS-Gauleiters und Reichstatthalters &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0064&amp;quot;&amp;gt;Robert Wagner&amp;lt;/lex&amp;gt; weit unter Wert erfolgt sei, und erhielt teilweise Recht. Von dem Streitwert, der bei einer Million DM lag, bekam die Familie Thiergarten 39 Prozent zugesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
StadtAK 8/Ze 7 http://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/zeitungen/periodical/titleinfo/2411029 (Zugriff am 23. März 2016); Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1886, Jg. 2. Im Auftrag der städtischen Archivkommission bearbeitet, Karlsruhe 1887, S. 40; Albert Herzog: Ihr glücklichen Augen. Ein Karlsruher Journalist erzählt aus einem Leben, Karlsruhe 2008.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: &amp;quot;Schon wieder eine neue Zeitung!&amp;quot; Ein Überblick zur Entwicklung der Presselandschaft in Karlsruhe seit dem 18. Jahrhundert, in: Manfred Koch (Hrsg.): Bewegte Zeiten. Beiträge zur Karlsruher Geschichte, Ubstadt-Weiher 2022, S. 187-216 (= Forschungen und Quellen. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 21); Hubert Doerrschuck: Vom &amp;quot;Blätterwald&amp;quot; zum &amp;quot;Einzelblatt&amp;quot;. Kleine Geschichte des Karlsruher Zeitungswesens, in: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge Bd. 1, 1988-1993, Karlsruhe 1994, S. 32-35; Konrad Dussel: Pressebilder in der Weimarer Republik: Entgrenzung der Information, Münster 2012. S. 93-94 (= Kommunikationsgeschichte Bd. 29); Konrad Dussel: Die Nazifizierung der deutschen Presse. Eine Fallstudie am Beispiel der Presse Badens 1932 bis 1944, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO) 161, 2013, S. 427-456, https://d-nb.info/1242055878/34 (Zugriff am 21. Juli 2025); Ludger Syré: Digital stöbern. Karlsruher Zeitungen als Geschichtsquelle, in: Badische Heimat 2/2016, S. 207-224; Sibylle Peine: Pioniere, Diven, Hasardeure. Die schillernden badischen Unternehmerfamilien Thiergarten und Utz, Ahrensburg 2024; Badische Presse, in Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Badische_Presse (Zugriff am 18. März 2025); Annika Kleine: Badische Presse - Aufstige zur auflagenstärksten Tageszeitung Badens, in: BLBlog vom 11. März  2026 https://www.blb-karlsruhe.de/blblog/artikel/zeitungen-ii-die-badische-presse&amp;lt;nowiki/&amp;gt;(Zugriff am 18. August 2026).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv1</name></author>
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